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Ressourceneffizienz: Förderung eines ökologischen Wachstums für Europa

Zuletzt geändert am: 2016-10-28
Europa hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 ein Fünftel seines Wachstums aus industriellen Prozessen zu beziehen, und gleichzeitig äußerst ehrgeizige Umweltziele ins Auge gefasst. Um diese scheinbar widersprüchlichen Ambitionen trotz begrenzter natürlicher Ressourcen zu erreichen, muss daher der Ressourceneffizienz Priorität eingeräumt werden. Dies trägt nicht zur zum Wachstum einer wirklich umweltverträglichen Wirtschaft bei, sondern eröffnet auch viele neue wirtschaftliche Chancen für europäische Unternehmen, einschließlich KMU.
Ressourceneffizienz: Förderung eines ökologischen Wachstums für Europa
Die steigende Nachfrage nach Ressourcen und der zunehmende globale Wettbewerb um diese übt einen immer stärkeren Druck auf die natürliche Umwelt aus. Europa muss wettbewerbsfähig bleiben, muss zugleich jedoch auch führend bleiben was das Finden nachhaltiger und umweltfreundlicher Lösungen angeht, um diesen Herausforderungen gerecht werden zu können. Um das Unmögliche zu versuchen, hat die EU beschlossen, sich im Rahmen von "Europa 2020 – Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum" auf die Ressourceneffizienz als Leitinitiative zu konzentrieren. Die EU hat auch einen Fahrplan zu einem ressourceneffizienten Europa eingeleitet, dessen Ziel darin besteht, Europas Wirtschaft bis zum Jahr 2050 in eine nachhaltige Wirtschaft zu verwandeln.

Chancen für alle

Durch den Übergang hin zu einer emissionsarmen Wirtschaft durch ökologisches Wachstum und eine Gesellschaft, die wirtschaftliche Vorteile und Umweltvorteile für alle schafft und teilt, werden europäische Unternehmen von neuen Chancen profitieren. Diese werden ihnen ermöglichen, sowohl Materialkosten einzusparen als erlauben, trotz zunehmend eingeschränkter Ressourcen und hoher Umweltstandard weiter zu wachsen.

Das Ganze dient auch dazu, die Ressourcenproduktivität zu optimieren und die Ressourcenentnahme und Müllerzeugung auf ein Minimum zu beschränken. Viele verschiedene Wirtschaftszweige werden von solch einem Paradigmenwechsel profitieren – angefangen bei der Abfallwirtschaft über die industrielle Produktion, Bergbau und Rohstoffe, Ernährung und Landwirtschaft.

Die Forschung der EU gibt die Richtung vor

Diese Ambitionen lassen sich jedoch nicht ohne Spitzenforschung und Innovation realisieren. Dieses CORDIS Results Pack wird sechs Projekte vorstellen, die den Weg für den Übergang Europas zu einer nachhaltigeren, ressourceneffizienteren Zukunft geebnet haben.

Das Projekt RESFOOD aus den Sektoren Ernährung und Landwirtschaft hat ein innovatives Toolkit entwickelt, das nicht nur die Sicherheit unserer Lebensmittel sicherstellen wird, sondern auch nachhaltige Lösungen in die gesamte Branche der Lebensmittelproduktion einführen wird, angefangen bei der Verwendung von weniger Wasser in landwirtschaftlichen Prozessen und Waschprozessen bis hin zur Entwicklung neuer Biosensoren, um Bakterien besser erkennen zu können. Das Projekt BIOECOSIM wiederum ist Vorreiter bei der Entwicklung einer effizienten Methode, mit der Dung in sichere, stabile organische Materialien umgewandelt werden kann. Dadurch lassen sich die Umweltauswirkungen von Düngemitteln verringern, um echte Ressourceneffizienzen zu erreichen.

Von der EU geförderte Konsortien tragen ebenfalls dazu bei, die Zusammenarbeit Europas mit anderen Ländern und Regionen der Welt zu intensivieren. Das Projekt WATER4CROPS ist ein Beispiel dafür. Bei diesem Projekt wird gemeinsam zusammengearbeitet, um neues Wissen und neue Erfahrungen aus Europa und Indien bei der Entwicklung neuer Technologien zur effizienten Wassernutzung im Landwirtschaftssektor einzusetzen.

Das Ausrüsten von Unternehmen und Verbrauchern mit von ihnen benötigten Tools und Prozessen, sodass sie noch mehr Energie sparen können, ist ein genauso wichtiger Baustein wie die neuen Technologien, um eine nachhaltigere, umweltfreundlichere Wirtschaft zu schaffen. So hat insbesondere das Projekt GREENECONET eine Online-Plattform ins Leben gerufen, über die KMU auf Tools zugreifen können, die sie dabei unterstützen, nachhaltigere Unternehmensmodelle zu schaffen. Das Projekt MYECOCOST hat ein Netzwerk eingerichtet, das es Unternehmen ermöglicht, zum Vorteil der Erzeuger und Verbraucher die "Umweltkosten" ihrer Produkte und Dienstleistungen zu berechnen.

Da die EU in den kommenden Jahren weiterhin den Schwerpunkt auf ein ökologisches Wachstum, Ressourceneffizienz und eine Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft legt, werden künftige unter Horizont 2020 geförderte Projekte dort ansetzen, wo diese Projekte endeten. Dieses Results Pack wird daher regelmäßig aktualisiert, um die neuesten europäischen Innovationen zu berücksichtigen, mit denen einige der größten wirtschaftlichen und umweltbedingten Herausforderungen Europas im 21. Jahrhundert angegangen werden sollen.
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