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5. RAHMENPROGRAMM im Bereich Forschung und technologische Entwicklung (1998-2002)
Arbeitspapier der Kommission zu den Spezifischen Programmen: Erste Elemente für die Diskussion
KOM(97) 553
05-11-1997
Förderung eines wettbewerbsorientierten und nachhaltigen Wachstums (2)
(Teil I : EG-Vertrag)
(i) LEITAKTIONEN
Produkte, Verfahren und Organisation
Begründung
Die Produktion muß im Mittelpunkt der Strategien zur Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der europäischen Wirtschaft stehen. Die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der Dienstleistungen und die zunehmende Konkurrenz durch Niedrigpreisanbieter in Drittländern legen den Schluß nahe, daß Europa seine Produktionskapazitäten nicht abbauen, sondern modernisieren und an die neuen Verhältnisse anpassen sollte. Gleichzeitig sollte Europa seine spezifischen Stärken durch hochwertige Technologien und Fertigkeiten besser zur Geltung bringen.
Die technologischen Möglichkeiten zur Steigerung der Funktionalität, Flexibilität und "Intelligenz" von Produkten und Verfahren bieten breiten Raum für Strategien zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und für eine drastische Minderung der während des Lebenszyklus auftretenden Umweltbelastungen. Mit dem geeigneten Lösungsansatz können höhere Produktivität, kürzere Entwicklungszeiten und ein größerer "Dienstleistungswert" für die Verbraucher bei geringerem Ressourceneinsatz und intensiver Rückgewinnung und Wiederverwendung von Wertstoffen erreicht werden. Fortschritte in dieser Richtung und die gleichzeitige Förderung von "Öko-Industrien" verlangen jedoch eine intensive und systematische Einbeziehung der verschiedenen Dimensionen der Produktion. Zu den kritischen Faktoren gehören Entwurf und Fertigung komplexer Qualitätsprodukte, intelligente Produktionsverfahren, Ressourcenoptimierung im gesamten Lebenszyklus und die Produktionsorganisation nicht nur innerhalb einzelner Unternehmen oder Industrien, sondern in der gesamten Wertschöpfungskette des Produktionssystems, die insbesondere auch die KMU umfaßt.
Ziele und FTE-Schwerpunkte
Im Mittelpunkt dieser Leitaktion steht die Entwicklung neuer Verfahren für Entwurf, Produktion und Fertigung mit folgender Zielsetzung: Qualitätsverbesserungen bei Verfahren und Produkten sowie Kostensenkungen (mittelfristig angestrebt: deutliche Verbesserung); geringere Umweltbelastungen im gesamten Lebenszyklus (angestrebt: 50 %); Erweiterung der Kenntnisse über "immaterielle" Aspekte (Organisation, Management, Logistik, usw.), die eine volle Integration dieser Aspekte in die relevanten Unternehmensprozesse gestatten; Verbesserung der Beschäftigungslage (in Europa sollten prozentual so viele Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden wie bei den wichtigsten Konkurrenten).
- Neue Technologien für effiziente Entwurfs- und Produktionsverfahren. In diesem Bereich soll eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit nicht durch Preiskonkurrenz, sondern durch Steigerung von Qualität, industriellem Mehrwert und Marktsensibilität, geringeren Materialaufwand bei Kombinationen von Produkten und Dienstleistungen, bessere Reaktionsfähigkeit und kürzere Entwicklungszeiten erzielt werden.
FTE-Schwerpunkte: integriertes Produktdesign, Produkte und Fertigungsverfahren mit breiter technologischer Integrationsbasis; fortgeschrittene Produktionstechniken mit höherer Verfahrenspräzision und -zuverlässigkeit; fortgeschrittene Fertigungstechniken mit optimaler Materialnutzung und Produktminiaturisierung; Verfahren zum Abbau der Schranken zwischen Konstrukteuren und Anwendern, um bei Kombinationen von Produkten und Dienstleistungen im gesamten Industriebereich volle Integration zu erzielen.
- "Intelligente" Produktion und Fertigung durch Einbeziehung von Technologien der Informationsgesellschaft. Mit Hilfe von Technologien der Informationsgesellschaft soll in industriellen Produktionssystemen die Leistung aller Komponenten optimiert werden. Eine Koordinierung mit den einschlägigen Tätigkeiten des zweiten thematischen Programms ist vorgesehen.
FTE-Schwerpunkte: intelligente Produktionssysteme; längere Lebensdauer und optimale Auslastung der Produktionsanlagen; Wartungssysteme; flexible und interoperable "erweiterte" Systeme für Zulieferung/Produktion und Verteilung.
- Technologien zur Minimierung des Ressourcenverbrauchs, zur Förderung der Rückgewinnung und zur Entwicklung sauberer Verfahren und Produkte Ziel ist die Minimierung der Umweltbelastung im gesamten Lebenszyklus, wobei alle wesentlichen Elemente der industriellen Prozesse von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zur Abfallentsorgung einzubeziehen sind und rohstoffintensiven Verfahren besondere Bedeutung beizumessen ist.
FTE-Schwerpunkte: saubere und umweltfreundliche Technologien für die Verarbeitung; Forschungen zur Beherrschung grundlegender Vorgänge wie Synthese, Katalyse, Trennung und Reaktion, integrierte Verfahrenskontrolle; Überwachung von Auswirkungen und Risikobewertung; integrierte Rückgewinnung am Standort; neuartige Verfahren für die Behandlung, Verwertung/Wiederverwendung und sichere Entsorgung von Abfall sowie für die Aufbereitung, Wiederverwendung oder Zerlegung von Produkten und Produktionssystemen.
- Neue Organisationsverfahren für Produktion, Arbeit und Personalverwaltung. Ziel der Forschungen in diesem Bereich ist die Entwicklung hocheffizienter Arbeitsplätze und dynamischer, kundenorientierter und vernetzter Industriebetriebe (auch KMU) sowie die Ausbildung hochmotivierter vielseitiger Arbeitskräfte. Eine Koordinierung mit den einschlägigen Tätigkeiten des zweiten thematischen Programms ist vorgesehen.
FTE-Schwerpunkte: menschliche, betriebliche und sozioökonomische Faktoren für einen reibungslosen Übergang der Unternehmen zu effizienten und nachhaltigen Produktionsverfahren und Verbrauchsmustern; Verfahren zur Leistungsmessung auf Unternehmensebene; integrationsfördernde Architekturen für die Ausrichtung der Produktion auf den Menschen; "lernfähige" Produktionssysteme, die sich leichter an Umstrukturierungen und Fortschritte von Kenntnissen und Fertigkeiten anpassen lassen; neue Konzepte für zukunftsverträglichere Kombinationen von Produkten und Dienstleistungen auf Ebene der Industrienetze; Auswirkungen und Akzeptanz neuer industrieller Produktionsformen (auch solcher, die auf dem Einsatz der Elektronik basieren), die mit nachhaltigen Verbrauchs- und Produktionsmustern vereinbar sind.
Nachhaltige Mobilität und Intermodalität
Begründung
Mobilität ist von zentraler Bedeutung für die moderne Gesellschaft. Sie hat weitreichende Auswirkungen auf Raumplanung, Stadtentwicklung, die Gestaltung wirtschaftlicher und industrieller Tätigkeiten, Umwelt und Energieverbrauch. Der europäische Verkehrssektor (7,5% des BIP) steht jedoch vor einer Vielzahl kritischer Probleme. Das Verkehrsaufkommen dürfte sich in den nächsten 25 Jahren verdoppeln, doch schon jetzt gehen pro Jahr ca. 2% des europäischen BIP wegen Verkehrsstaus verloren - dieser Wert steigt sogar auf 4%, wenn alle externen Kosten, einschließlich derer für Unfälle und Verschmutzung, einbezogen werden. Die Lösung dieser Probleme muß dringend in Angriff genommen werden, wobei auch die Weiterentwicklung und Durchführung der Gemeinsamen Verkehrspolitik und der Gemeinschaftspolitik in anderen Bereichen vorangetrieben werden muß. Die Förderung eines nachhaltigen Verkehrs aus wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Sicht geht Hand in Hand mit höherer Effizienz und Qualität der Verkehrssysteme und -dienstleistungen, mehr Komfort, Sicherheit und größere Beachtung des Humanfaktors im Verkehr.
Ziele und FTE-Schwerpunkte
Diese Leitaktion soll dazu beitragen, langfristig ein besseres Gleichgewicht zwischen dem wachsenden Mobilitätsbedarf und der Berücksichtigung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Sachzwänge zu erzielen. Sie soll auch dazu beitragen, den direkten Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Verkehrsaufkommen aufzulösen, die Umweltbelastung durch die verschiedenen Verkehrsträger zu mindern und ihre nachhaltigere Nutzung zu fördern. Vor allem Intermodalität und die optimale Kombination der jeweiligen Stärken der Verkehrsträger werden bei der Entwicklung benutzerorientierter Tür-zu-Tür-Dienstleistungen sowohl im Personen- wie im Güterverkehr eine Rolle spielen.
- Modale und intermodale Verkehrsmanagementsysteme. Ziel in diesem Bereich sind Entwicklung, Validierung, Demonstration und Förderung fortgeschrittener Verkehrsmanagement- und Informationssysteme für Luft-, Binnenschiffahrts-, Schienen-, Straßen- und Stadtverkehr, sowohl auf Modal- als auch integrierter Intermodalbasis. Dabei sollen unter anderem Entwicklungen aus dem zweiten thematischen Programm einbezogen werden.
FTE-Schwerpunkte: Entwicklung, Validierung und Demonstration modaler und intermodaler Managementsysteme für den Personen- und den Güterverkehr einschließlich betriebstechnischer, ordnungspolitischer, administrativer und organisatorischer Lösungen für ihre Anwendung sowie Analyse der Integration von Preisgestaltungssystemen; Integration von verkehrsträgerübergreifenden Informations- und Datenaustauschsystemen einschließlich Benutzerinformation in Echtzeit, elektronischer Dokumentation und Dienstleistungen sowie Verkehrsmanagement; zweite Generation satellitengestützter Navigations(3) und Ortungssysteme; satellitengestützte Verfahren; Integration von Diensten wie Verkehrsmanagement, Fahrzeugkennung, -ortung und -führung, Preisgestaltung, Frachtplanung, Reiseinformation und Dienstleistungen für Reisende in das Verkehrssystem.
- Infrastrukturen und ihre Schnittstellen mit Verkehrsmitteln und -systemen.Hierbei wird angestrebt, die Vernetzungsfähigkeit und Interoperabilität zu verbessern und die Intermodalität im Verkehrssystem durch verkehrsträgerübergreifende Integration aller Komponenten auf Ebene der Infrastruktur, Übergangspunkte, Verkehrsmittel, Ausrüstungen, Verfahren, Dienstleistungen und der Ordnungspolitik zu fördern.
FTE-Schwerpunkte: effizientere Nutzung und Senkung der Betriebs-, Entwicklungs- und Wartungskosten vorhandener Infrastrukturen; effiziente Übergänge und Verbindungen zwischen transeuropäischen, regionalen und lokalen Netzen; innovative Infrastrukturkonzepte und -funktionen; Wechselbeziehungen zwischen Verkehr, Raumnutzung, Umwelt und Gesundheit; Verringerung von Verkehrsüberlastungen, Energieverbrauch, Belästigung durch Verschmutzung und von Infrastrukturverschleiß; Einsatz von Fahrzeugen der neuen Generation, öffentlicher Verkehr und innovative Konzepte für eine nachhaltige Mobilität in städtischen und ländlichen Gebieten; Sicherheit des Verkehrs, einschließlich Gefahrgutbeförderung; Zugänglichkeit, Sicherheit und Komfort der Verkehrsträger, insbesondere auch für Personen mit besonderen Anforderungen; Humanfaktoren, z.B. Schnittstelle Mensch/Maschine, Annehmbarkeit neuer intelligenter Systeme für Benutzer und Bediener, optimale Ausbildungsverfahren und Einsatz von Simulatoren.
- Sozioökonomische Szenarien für die Mobilität von Menschen und Gütern. In diesem Zusammenhang sollen Strategien und Werkzeuge entwickelt werden, die es ermöglichen, die Auswirkungen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen, darunter auch Deregulierung und Liberalisierung der Dienstleistungen im Verkehrssektor sowie Globalisierung wirtschaftlicher und gewerblicher Tätigkeiten, auf den Mobilitätsbedarf und die Verkehrspolitik zu bewältigen.
FTE-Schwerpunkte: Szenarien für Verkehrsangebot und -nachfrage und politische Optionen für Mobilitätsbedarf, Marktorganisation und Zugänglichkeit; rechtliche, institutionelle, organisatorische und finanzierungstechnische Aspekte von Verkehrssystemen und Infrastruktur; Logistik; Benchmarking-Werkzeuge; Verfahren zur Durchsetzung von Vorschriften; Methoden zur Messung von Kosten, Nutzen, Sicherheit, Leistung und Auswirkungen der verschiedenen Verkehrssysteme und Netze sowie ihres Betriebs; Bewertung neuer Technologien und Konzepte und ihrer Einflüsse auf Beschäftigung, Umwelt, Arbeitsorganisation, soziale Bedingungen und Sicherheit.
Neue Perspektiven für die Luftfahrt
Begründung
Es wird auch in Zukunft mit einer starken Zunahme des Luftverkehrs gerechnet, woraus sich beträchtliche Möglichkeiten für die Industrie in der gesamten Union ergeben. Der Wettbewerb ist jedoch hart. Die USA beherrschen die Weltmärkte und investieren jährlich etwa 15 Mrd. $ direkt in die industrielle FuE im Luftfahrtbereich. Dabei fließt ein großer Teil der NASA-Mittel für Luftfahrtprogramme direkt in zivile Anwendungen. Die Zivilluftfahrtindustrie der USA profitiert oft auch von FuE-Ergebnissen der Verteidigungsprogramme. Wenn Europa seinen bisherigen Erfolgskurs fortsetzen will - 30% des Weltmarktes für Produkte der Zivilluftfahrt und Exporte in Höhe von 13 Mrd. ECU - müssen die Kapazitäten der Industrie und der Lieferkette ausgebaut und die Technologieakquisition wesentlich verbessert werden, um die Umstrukturierungen in der gesamten Industrie zu ergänzen und zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Im Hinblick auf die Zunahme des Luftverkehrs ist es außerdem entscheidend, die Nachfrage der Öffentlichkeit nach wirtschaftlichen, umweltfreundlichen und sicheren Flugzeugen zu befriedigen. Technologische Schlüsselbereiche in traditionellen Disziplinen der Luftfahrt und neue Innovationskonzepte erfordern Technologieintegration für Unterschallflugzeuge sowie die Entwicklung der Grundlagentechnologien für die zweite Generation von Überschallflugzeugen. Die umfangreichen Aufgaben überfordern den einzelnen Mitgliedstaat und können nur durch gesamteuropäische Anstrengungen bewältigt werden. Dabei ist die FTE-Koordinierung auf der Grundlage einer strategisch geplanten Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten, Forschungseinrichtungen und Industrie entscheidend. Es geht darum, auf den vorhandenen Stärken der europäischen Industrie und ihrer Forschung aufzubauen und für Wissenschaft und Technologie einen neuen, integrierten und wettbewerbsfähigen Rahmen zu schaffen, der in Einklang mit internationalen Übereinkommen steht.
Ziele und FTE-Schwerpunkte
Diese Leitaktion ist in der Hauptsache darauf ausgerichtet, die Entwicklung von Flugzeugen und ihren Teilsystemen und Komponenten für das kommende Jahrhundert zu erleichtern, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu fördern und gleichzeitig ein nachhaltiges Wachstum des Luftverkehrs zu gewährleisten. Die FTE-Anstrengungen - einschließlich großmaßstäblicher Bewertungen - sind mittelfristig darauf ausgerichtet, Entwicklungszeiten und Kosten neuer Flugzeuge deutlich zu senken, die Effizienz zu steigern (Treibstoffverbrauch und Wartungskosten), die Umweltbelastung zu mindern (Schadstoffemissionen und Lärmbelästigung) und die Unfallraten zu senken (um mindestens den gleichen Faktor wie die Zuwachsrate des Verkehrsvolumens).
- Technologieintegration und -validierung. Die Arbeiten in diesem Bereich sollen dazu beitragen, die Einführung und Kombination der modernsten Technologien zu erleichtern und ihre wirtschaftliche und betriebliche Eignung sowohl für neue Produkte als auch für die Nachrüstung bestehender Systeme während ihres langen Lebenszyklus nachzuweisen. Dabei ist ein multidisziplinärer Ansatz vorgesehen, einschließlich technologischer Integrationsplattformen im erforderlichen Maßstab, der darauf ausgerichtet ist, niedrigere Entwurfs-, Produktions- und Betriebskosten, höhere Leistungen und mehr Umweltfreundlichkeit zu gewährleisten.
FTE-Schwerpunkte: fortgeschrittene Entwurfswerkzeuge und entsprechende Technologien, um rekonfigurierbare, auf mehrere Standorte verteilte Produktionssysteme aufzubauen; fortgeschrittene Entwicklungen für Antriebstechnik, strukturelle und aerodynamische Effizienz und Systemleistung; Technologien für Flug- und Triebwerke und betriebstechnische Verfahren zur wesentlichen Minderung von Emissionen und Lärm sowie zur Verbesserung der Kabinenumgebung.
- Akquisition der kritischen Technologien. Durch Vorantreiben der Entwicklung von Schlüsseltechnologien und Konzepten für Flugzeuge der neuen Generation (einschließlich umweltfreundlicherer Flugzeuge) soll dazu beigetragen werden, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrtindustrie aus strategischer Sicht zu gewährleisten.
FTE-Schwerpunkte: innovative Konzepte und Entwicklungsfortschritte in den Bereichen Aerodynamik, Bauteile, Triebwerke, Lärmminderung, Ausrüstungen, Systeme und Avionik; Entwicklung multidisziplinärer Technologien, z.B. Aeroelastizität, Flugmechanik und Verbindung von Flug- und Triebwerk; Methoden und Verfahren für Flugzeugentwurf und -bau.
- Einsatzbereitschaft und Sicherheit. Die Maßnahmen in diesem Bereich sollen dazu beitragen, die Überlastung der Flughäfen zu mindern, die Kapazität der Flugverkehrsmanagementsysteme zu steigern und die Sicherheit im Luftverkehr zu erhöhen, um die in den kommenden 15 Jahren erwartete Verdreifachung des Luftverkehrsaufkommens zu bewältigen. Dabei sollen sowohl die Entwicklung von Technologien als auch ihre konkrete Anwendung im Flugzeug im Mittelpunkt stehen.
FTE-Schwerpunkte: Bordsysteme zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit der Flugzeuge und Förderung ihrer Integration in künftige ATM-Systeme; Wartungstechnik und Zustandsüberwachung im Hinblick auf höhere Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft; Technologien und Verfahren, einschließlich Berücksichtigung des Humanfaktors, um eine wirksamere Unfallverhütung zu gewährleisten und bessere Flugzeugkonstruktionen mit höheren Überlebenschancen für die Passagiere zu erzielen.
Meerestechnologien
Begründung
Die Europäische Union hat eine Küstenlinie von über 90.000 km Länge und die Fläche ihres Meeresbodens ist größer als ihre Landmasse; 90% des Außenhandels der Union wird auf dem Seeweg abgewickelt und 3-5% des europäischen BIP werden durch Industrien und Dienstleistungen erwirtschaftet, die vom Meer abhängig sind. Nach zurückhaltenden Schätzungen sind über 2 Mio. Arbeitsplätze in der Union direkt in der Meereswirtschaft anzusiedeln, die meisten von ihnen in Küsten- und Randgebieten. Die Aufgaben, vor denen die EU steht, können nicht von einzelnen Mitgliedstaaten bewältigt werden, da die Meereswirtschaft (Werften, Seeverkehr und Dienstleistungen, Exploration und Gewinnung mariner Ressourcen) zwangsläufig internationalen Charakter hat. Der Schiffbau und die übrigen maritimen Industrien haben dringenden Bedarf an gezielten FTE-Arbeiten. Die gemeinsamen Aufgaben der EU-Mitgliedstaaten konzentrieren sich auf den komplexen Prozeß der Exploration und Gewinnung, auf Konstruktionsverbesserungen zur Optimierung der Leistungsfähigkeit von Schiffen und die Förderung eines sicheren und umweltfreundlichen Betriebs, sowie auf die Entwicklung fortgeschrittener Schiffstypen, mariner Systeme, Transportvorgänge und Dienstleistungen, die den Anforderungen des stetig zunehmenden Welthandels und Wettbewerbsdrucks gerecht werden. Im Rahmen der Task Force wurden die Prioritäten festgelegt. Nun sind Koordinierungsanstrengungen erforderlich, insbesondere zur Präzisierung dieser Prioritäten. Die Maßnahmen müssen kohärent und systematisch gestaltet werden, um die Einführung fortgeschrittener Dienstleistungen vorzubereiten und die Meereswirtschaft in das Gefüge europäischer Industrie- und Produktionssysteme zu integrieren.
Ziele und FTE-Schwerpunkte
Diese Leitaktion soll in erster Linie dazu beitragen, Kenntnisse und Technologien für marine Anwendungen zu entwickeln und einzuführen, die es der Gemeinschaft ermöglichen, das Meerespotential voll auszuschöpfen und gleichzeitig die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten, die derzeitigen Negativtrends durch Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der marinen Industrie und ihrer Nachbarsektoren umzukehren und die Grundlagen für eine europäische Meerespolitik zu legen. Besonderes Augenmerk sollen die Aktivitäten im Rahmen der Initiative MARIS erhalten. Zu den mittelfristigen Leitzielen gehören: Senkung der Produktionskosten und Entwicklungszeiten um 25-30%; Steigerung der Effizienz und Senkung der Betriebskosten um 20%; deutliche Verbesserung der Sicherheit und der Umweltverträglichkeit.
- Technologien für die Entwicklung fortgeschrittener Schiffe, die sich durch Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Effizienz auszeichnen. Bei diesen Maßnahmen sollen systematisch die Entwurfsverfahren verbessert, die Produktionskosten gesenkt und die Betriebseffizienz und Wirtschaftlichkeit von Fracht-, Explorations- und Gewinnungsschiffen und Offshore-Einrichtungen verbessert werden. Mit Hilfe eines "Lebenszykluskonzepts" für Produkte, Systeme und Komponenten könnten Betriebskosten und Umweltbelastungen deutlich verringert werden
FTE-Schwerpunkte: Integration von Technologien und zugehörigen Verfahren, insbesondere mit fortgeschrittenen Werkzeugen aus dem Bereich der Informationstechnologien; Normung/Modularität von Komponenten und Modelle von Produkten und Verfahren für automatisierte und flexible Produktion; multidisziplinäre FTE-Zusammenarbeit zur Entwicklung fortgeschrittener Werkstoffe, Bauteile und Antriebsaggregate; Förderung der Sicherheit und Umweltverträglichkeit auf der Grundlage breit angelegter Kosten-/Nutzenbewertungen von Risiken und Gegenmaßnahmen.
- Nutzung des Meeres als wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Verkehrsträger für den Güter- und Personentransport. Durch Maßnahmen in diesem Bereich sollen Betriebsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit der Infrastrukturen und Ausrüstungen von Häfen, See- und Binnenschiffahrtswegen verbessert werden. Dabei ist eine Koordinierung mit der Leitaktion "Nachhaltige Mobilität und Intermodalität" und mit den einschlägigen Tätigkeiten des zweiten thematischen Programms vorgesehen.
FTE-Schwerpunkte: Verbesserung der Sicherheit und Umweltfreundlichkeit von Häfen und marinen Betriebsabläufen, einschließlich Datenerfassung, Analyse- und Vorhersagewerkzeuge; Verbesserung der Effizienz des Schiffsbetriebs in Häfen und an entsprechenden Schiff-Land-Schnittstellen, einschließlich Sicherheit, Risikomanagement und Abfallentsorgung; Verbesserung der Methoden und Werkzeuge für die Ausbildung.
- Rationelles und nachhaltiges Meeresmanagement. Durch die Entwicklung von Offshore- und Tiefseetechnologien, besseres Küstenmanagement und Nutzung des Seegebietes sowie durch Minimierung der Umweltbelastung durch marine Aktivitäten soll ein kohärentes Konzept für die Nutzung des Meeres als Energieträger und Quelle für Bodenschätze aufgebaut werden.
FTE-Schwerpunkte: Innovative Technologien zur Erkundung und Nutzung des Meeresgrundes und der Tiefsee, u.a. mit ferngesteuerten Fahrzeugen zur Verbesserung der Zugänglichkeit der marinen Ressourcen; Werkzeuge zur Überwachung und Vorhersage des Zustandes der Meere und der Meeresumwelt; marine Biotechnologie einschließlich Techniken zur Bekämpfung der Verschmutzung, Umweltmanagement, einschließlich Küstenbau, Probenahmestrategien und -techniken, neue Meß- und Pilotsysteme für die Datenverwaltung.
Fortgeschrittene Systeme und Dienstleistungen im Energiebereich(4)
Begründung
Seit Beginn der Industrialisierung war das Wirtschaftswachstum von einem stetigen Anstieg des Energieverbrauchs begleitet. Traditionelle Konzepte für die Erzeugung und Nutzung von Energie verlieren jedoch ihre Gültigkeit.
Um eine bessere Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, müssen Energiesysteme und - dienstleistungen entwickelt werden, die sich durch mehr Sauberkeit, Sicherheit und einen längeren Lebenszyklus auszeichnen. Auf den zunehmend integrierten und liberalisierten europäischen Energiemärkten gewinnen Kundenbedürfnisse, Preiswettbewerb und technologischer Wandel immer mehr an Bedeutung. Außerdem wird global mit einem rasch steigenden Energiebedarf vor allem in den Schwellenländern gerechnet, die stark von fossilen Brennstoffen abhängig sind. Damit verbinden sich sowohl ernste Herausforderungen als auch enorme Chancen für die europäische Industrie im Hinblick auf die Entwicklung und Anwendung sauberer, wirtschaftlicher und effizienter Technologien für Energieerzeugung und -nutzung.
Ziele und FTE-Schwerpunkte
Diese Leitaktion soll in erster Linie dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und ein nachhaltiges Wachstum durch saubere, effiziente und wettbewerbsfähige Energiesysteme und -dienstleistungen zu fördern. Als kurz- und mittelfristige Schwerpunkte sind vorgesehen: technologische Engpässe bei großmaßstäblichen und dezentralisierten Energiesystemen und -dienstleistungen; Steigerung der Effizienz (Ziel: Kostensenkung von insgesamt 10 %), Diversifizierung und Versorgungssicherheit; Emissionsminderungen auf lokaler und globaler Ebene (Reduzierung der CO2-Emissionen um 15 % bis zum Jahr 2010 gegenüber dem Stand von 1990); und Steigerung des Anteils der neuen und erneuerbaren Energieträger (erneuerbare Energieträger: Steigerung auf über 10 % des Energiebedarfs bis 2010 bei gleichzeitiger Senkung der Energieintensität um 20 % bis zum Jahr 2010). Langfristig sollten sich die Arbeiten darauf konzentrieren, die technologischen Grundlagen zu verbessern und radikalere technologische Lösungen zu entwickeln.
- Neue und erneuerbare Energieträger und ihre Integration insbesondere in dezentralisierte Energiesysteme. In diesem Bereich sollen Effizienzsteigerungen, Kostensenkungen und geringere Umweltbelastungen erzielt werden, indem Technologien im Bereich der neuen und erneuerbaren Energieträger entwickelt werden, die bessere Leistungen in Bezug auf Erzeugung und Speicherung sowie Konversionseffizienz aufweisen und den Energiefluß in allen Systemen kurz- und langfristig optimieren.
FTE-Schwerpunkte: Technologien im Bereich der erneuerbaren Energieträger und zugehörige Konversionsverfahren, um eine größere Nutzung dieser Energieträger, z.B. in Form von Brennstoffzellen, zu ermöglichen; Senkung der Fertigungskosten, höhere Effizienz und Zuverlässigkeit bei Photovoltaik und Windenergiesystemen; saubere Umwandlung und kosteneffiziente Nutzung von Biomasse als Treibstoff und in hocheffizienten Anwendungen im Kontext einer integrierten Energiekette aus Produktion, Umwandlung und Endverbrauch; Entwicklung potentiell wettbewerbsfähiger neuer und erneuerbarer Energieträger, einschließlich Demonstration im Bereich geothermische Energie und Kleinwasserkraftwerke; Integration neuer und erneuerbarer Energieträger in dezentralisierte und etablierte Energiesysteme und -netze.
- Speicherung, Transport und Verteilung von Energie, rationelle Energienutzung. Bei diesen Maßnahmen sollen Flexibilität, Zuverlässigkeit und Sicherheit erhöht und gleichzeitig die Kosten und Umweltbelastungen der neuen und erneuerbaren Energietechnologien sowie Anwendungen in den Bereichen Verkehr, stationäre Anlagen und Mikromaschinen gesenkt werden; ferner sollen durch frühe Einführung neuer nachfrageseitiger Technologien deutliche Energieeinsparungen in Gebäuden, im Verkehr und in der Industrie gewährleistet werden.
FTE-Schwerpunkte: fortgeschrittene Batterien, Superleitfähigkeit und aussichtsreiche Energieträger wie Wasserstoff; intelligente Energieübertragungs- und verteilungssysteme, Netzverwaltung und -überwachung bei zentralisierten und dezentralisierten Produktionssystemen; optimale Systemeffizienz für Strom-, Gas-, Fernwärme- und Kühlnetze. Rationelle Energienutzung: Bessere Raumheiz- und -kühlsysteme, Kraft-Wärme-Kopplung und energieeffiziente industrielle Verfahrenstechnologien mit Schwerpunkt Demonstration; Integration erneuerbarer Energieträger und fortgeschrittener und wettbewerbsfähiger Energietechnologien für die effiziente Produktion und hochwertige Dienstleistungen für Benutzer.
- Wettbewerbsfähige und saubere Erzeugung und Nutzung fossiler Brennstoffe. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Betrieb bestehender großmaßstäblicher Energiesysteme sauberer, sicherer, flexibler, effizienter und wettbewerbsfähiger zu gestalten.
FTE-Schwerpunkte: hocheffiziente und saubere Kohletechnologien für die Nachrüstung bestehender Anlagen und für fortgeschrittene kohlebefeuerte Anlagen sowie für Bergbau und Verkehr; wirtschaftliche und saubere Öl- und Gasexploration und -produktion an problematischen Standorten, z.B. in der Nordsee oder in Offshore-Anlagen in der Tiefsee, und Werkzeuge zur besseren Charakterisierung, Entwicklung und Verwaltung der Kohlenwasserstoffvorkommen; Verbesserung der Technik für den Erdgastransport, bessere Treibstoffqualität und Techniken für die Gaskonversion; Bewertung des Potentials zur CO2 -Aufnahme und -speicherung.
- Wechselwirkungen Wirtschaft/Energie/Umwelt. In diesem Bereich sollen Strategien für die Produktion und Nutzung von Energie aus fossilen oder neuen und erneuerbaren Energieträgern entwickelt werden, um die Einführung neuer Technologien und die Entwicklung politischer Konzepte zu fördern.
FTE-Prioritäten: Analyse lang- und kurzfristiger Szenarien für Angebot und Nachfrage im Kontext sozialer, wirtschaftlicher, marktspezifischer und ökologischer Anforderungen; Modellierung und Analyse der Auswirkungen politischer Konzepte; Bewertung der Auswirkungen von Energieverbrauch, Marktvorgängen und Technologien auf Klimaänderungen, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung
Die Stadt von morgen
Begründung
Städte und Ballungsräume sind für 80% der Bürger Europas das Zentrum des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. Viele städtische Gebiete sehen sich jedoch großen Herausforderungen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung gegenüber. Verkehrsüberlastung, Luftverschmutzung und Lärmbelastung erreichen in einigen Fällen unannehmbare Ausmaße. Die Herausforderung besteht darin, die Lebensqualität zu verbessern, die Ressourcen besser zu nutzen, die Städte dynamischer und innovativer zu gestalten und gleichzeitig deren kulturelle Identität zu wahren. Sie werden somit in die Lage versetzt, für neue und etablierte Unternehmen attraktiv zu sein, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern und wirksamer auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Bürger einzugehen. Für eine verbesserte Verwaltung der Städte muß ein Rahmen geschaffen werden, der die Flächennutzungsplanung, die effiziente Nutzung der Ressourcen und das Angebot an grundlegenden Dienstleistungen sowie Technologien zu Verbesserungen an der Bausubstanz, zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Linderung von Problemen im Zusammenhang mit Verkehrsüberlastung, Luftverschmutzung, Lärm, Abfall und Sicherheit einbezieht. Die Energie-, Wasser-, Abfall-, Verkehrs- und Informationsinfrastruktur können Instrumente sein, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Ferner können Bautätigkeiten, die über 10% des BIP der EU ausmachen, in makroökonomischer Hinsicht zu beträchtlichen Gewinnen führen.
Ziele und FTE-Schwerpunkte
Umfassendes Ziel dieser Leitaktion ist die Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Wettbewerbsfähigkeit, die Verbesserung der Verwaltung der Städte und eine integrierte Planungspolitik sowie die Unterstützung im Hinblick auf den Schutz und die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsumwelt sowie der kulturellen Identität der Bürger. Die Arbeiten konzentrieren sich darauf, integriertes sozioökonomisches Wissen sowie Produkte, Dienstleistungen, Instrumente und Technologien für eine verbesserte Verwaltung der Städte bereitzustellen.
- Integrierte Konzepte für eine am Menschen orientierte Urbanisierung sowie optimale Nutzung, Schutz und Versorgungssicherheit im Hinblick auf die grundlegenden Ressourcen. Ziel ist die Entwicklung und Demonstration alternativer Konzepte der Urbanisierung mit Hilfe integrierter vergleichender Bewertungen anhand von Indikatoren, die die Bandbreite der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Anforderungen sowie die demographischen und strukturellen Veränderungen, einschließlich des Trends hin zu "digitalen Städten", abdecken.
FTE-Schwerpunkte: Szenarien für die Stadtentwicklung und Instrumente für die integrierte Planung; Auswirkungen von Technologien, Lärmbelastung und Luftverschmutzung aus allen Bereichen auf die soziale Entwicklung, die Ressourcennutzung, die Gesundheit und die Umwelt; Nachfragesteuerung, Schutz und Versorgungssicherheit im Hinblick auf die grundlegenden Ressourcen (z.B. Energie-, Boden- und Wasserressourcen); integrierte Konzepte zur besseren Nutzung von Ressourcen und für deren Erhalt sowie Verringerung von Verschmutzung und Abfällen.
- Nachhaltigkeit bei Bau, Renovierung und Rückgewinnung; Erhalt und Stärkung des kulturellen Erbes in Europa. Ziel sind Erneuerung, Verbesserung und Schutz der Bausubstanz unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bürger sowie kultureller Anforderungen im Rahmen einer langfristig angelegten Nachhaltigkeit und einer verbesserten Lebensqualität unter Einsatz verbesserter Techniken für den Entwurf sowie energieeffizienter und sicherer Techniken für den Bau.
FTE-Schwerpunkte: wirtschaftliche, sichere und umweltfreundliche Techniken für Entwurf, Instandhaltung, Reparatur, Verbesserung, Konversion und Rückgewinnung von Gebäuden und Infrastruktur; Technologien zur Diagnose, zum Schutz, zur Konservierung, Restaurierung und nachhaltigen Nutzung historischer Gebäude, Museen, Bibliotheken und Artefakte (eine Koordinierung mit den einschlägigen Tätigkeiten des zweiten thematischen Programms ist vorgesehen); Einbeziehung des kulturellen Erbes in das Stadtbild und Erleichterung der Zugänglichkeit und seines Erhalts; Schutz der Bausubstanz, grundlegender Dienste und des kulturellen Erbes gegen Gefährdungen; Einbeziehung "intelligenter" Technologien für ein effizienteres Management der Ressourcen, für das Umweltmanagement im Inneren von Gebäuden, für die Instandhaltung, den Schutz und die Sicherheit.
- Fahrzeugtechnologien, die mit einer nachhaltigen Mobilität in der Stadt vereinbar sind. Ziel ist die Förderung eines nachhaltigen Verkehrs zu erschwinglichen Preisen durch die Entwicklung, Demonstration und vergleichende Bewertung von Infrastruktur und Technologien für erschwingliche, saubere, energieeffiziente, sichere und intelligente Fahrzeuge (z.B. abgasfreie Autos (Zero Emission Vehicles)).
FTE-Schwerpunkte: Antriebstechnologien, unter Einbeziehung vorhandener und alternativer Kraftstoffe sowie der entsprechenden Infrastruktur (eine Koordinierung mit der Leitaktion "Fortgeschrittene Systeme und Dienstleistungen im Energiebereich" ist vorgesehen); Unterbindung von Fahrzeuggeräuschen und -vibrationen; neue Konzepte für energieeffiziente, abgasärmere Kraftfahrzeuge, unter Einschluß von Mikroautos sowie Fahrzeugen für den Individualverkehr, den kollektiven Personenverkehr und den Gütertransport in Städten; kostenwirksame Durchführungsstrategien für neue und bestehende Fahrzeugkonzepte und Systeme; Validierung und Demonstration anhand von Prototypen und im Fuhrparkmaßstab, um einen effizienten und intelligenten Betrieb im Rahmen einer nachhaltigen Mobilität zu gewährleisten.
(3) Für Tätigkeiten mit Raumfahrtbezug erfolgt eine programmübergreifende Gesamtkoordinierung. (4) Der die Fusion betreffende Teil dieser Leitaktion wird getennt in Teil II (Euratom) dieses Programms behandelt
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Note: Obgleich die Dienststellen der Kommission alle Vorkehrungen treffen, um Irrtümer oder Auslassungen zu vermeiden, sind die verbreiteten Dokumente für die Kommission nicht bindend. Nur die im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlichte Fassung ist verbindlich. |
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