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Siebtes Rahmenprogramm (RP7)

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Zusammenarbeit

Das spezifische Programm Zusammenarbeit unterstützt alle Arten von Forschungsmaßnahmen, die von unterschiedlichen Forschungsorganisationen in grenzüberschreitender Kooperation durchgeführt werden. Es strebt an, in den Schlüsselbereichen von Forschung und Technologie für Europa eine Führungsrolle zu erlangen und diese zu behaupten.

Innerhalb des RP7 stehen für das Programm Zusammenarbeit 32.413 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden für die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Industrie, Forschungszentren und Behörden innerhalb der EU und darüber hinaus eingesetzt.

Das Programm Zusammenarbeit ist in zehn einzelne Themenbereiche aufgeteilt. Jeder Themenbereich läuft eigenständig ab, soll aber auch Kohärenz innerhalb des Programms Zusammenarbeit bewahren und Themen übergreifende Aktivitäten, wie zum Beispiel gemeinsame Aufrufe, ermöglichen.

Die zehn bezeichneten Themenbereiche reflektieren die wichtigsten Wissens- und Technologiefelder, in denen Spitzenforschung besonders entscheidend ist, um Europa für die zukünftigen Herausforderungen in den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft, Gesundheit, Umwelt und Industrie besser aufzustellen. Indem sie sich auf zahlreiche Ressourcen des Forschungssektors stützt, zu denen auch die Technologieplattformen (ETP) gehören, wird ihre anhaltende Bedeutung gewährleistet. Daher werden wichtige Themen, die in die von den ETP ausgearbeiteten strategischen Forschungsagenden (SRA) aufgenommen wurden, vom Programm Zusammenarbeit abgedeckt.

Die Unterstützung für grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei all diesen Themen wird durchgeführt in Form von

 

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Verbundforschung: Europäische Spitzenforschung

Der Großteil der EU-Forschungsförderung im RP7 wird an die Verbundforschung vergeben, mit dem Ziel, Spitzenforschungsprojekte und -netzwerke aufzubauen, die imstande sind, Forscher und Investitionen aus Europa und der ganzen Welt anzuziehen. Dieses soll durch eine Reihe von Förderformen erreicht werden: Verbundprojekte, Exzellenznetzwerke, Koordinierungs- bzw. Unterstützungsmaßnahmen usw.

Die Stakeholder-Konsultation der Kommission aus dem Jahr 2004 zur Zukunft der europäischen Forschung machte deutlich, dass grenzüberschreitende Verbundforschung durch die EU stark befürwortet wird. Ein verbreitetes Anliegen war es jedoch, dass es, anders als im sechsten Rahmenprogramm (RP6), Konsortien mit weniger Partnern und einen größeren Fokus auf kleinere Projekte geben sollte.
Darüber hinaus hat ein hochrangiger Expertenausschuss unter der Leitung von Dr. Ramon Marimon eine Halbzeitbewertung der neuen Instrumente des RP6 durchgeführt.

Quellen:

Geänderter Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über das Siebte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (2007-2013).

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über das spezifische Programm Zusammenarbeit zur Durchführung des 7. Rahmenprogramms (2007-2013) [KOM (2005) 440]

Europa: Mitteilung der Kommission über die Maßnahme für 'Exzellenzzentren' mit europäischer Dimension: Auf dem Weg zu einem europäischen Forschungsraum [PDF]

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Koordination zwischen nationalen Forschungsprogrammen

Die von der Europäischen Kommission durchgeführte Stakeholder-Konsultation zur Zukunft der europäischen Forschung [PDF] zeigte vonseiten aller beteiligten Gruppen eine starke Unterstützung für mehr Koordinierung der nationalen Forschungsprogramme. Das 7. Rahmenprogramm unterstützt zwei wichtige Instrumente, mit denen die Umstrukturierung des europäischen Forschungsraums gefördert wird. Gemeinsam sollten sie dessen Zersplitterung in mehrere nationale und regionale Forschungsprogramme verringern, indem sie die Entwicklung von gemeinsamen Ausschreibungen fördern, ebenso wie gemeinsame Programme und Maßnahmen, die zusammen von mehreren Mitgliedstaaten und der Kommission unterstützt werden.

Das ERA-NET-Programm zielt auf die Entwicklung und Stärkung der Koordinierung nationaler und regionaler Forschungsprogramme in zweierlei Hinsicht ab:

  • Bereitstellung eines Rahmens für Akteure, die staatliche Forschungsprogramme durchführen, um die Koordinierung durch die neuen ERA-NETze oder durch Ausweitung und Vertiefung der bestehenden ERA-NETze zu verbessern; sowie die
  • Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch die EU in einer begrenzten Anzahl von Fällen für Teilnehmer, die einen gemeinsamen Fonds für gemeinsame Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen unter nationalen und regionalen Programmen ("ERA-NET PLUS") einrichten.

Maßnahmen unter Artikel 185 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) [ehemals Artikel 169 des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EGV)] zielen auf die Integration von Teilen nationaler und regionaler Programme, um zusammen mit der Kommission ein echtes europäisches Forschungsprogramm gemeinsam umzusetzen.

Die hierunter geförderten Maßnahmen können Themen betreffen, die in keinem direkten Zusammenhang mit den zehn Themen stehen, soweit sie einen ausreichenden europäischen Mehrwert bieten. Darüber hinaus werden mit ihnen auch die Komplementarität und Synergie zwischen dem RP7 und Maßnahmen im Rahmen zwischenstaatlicher Strukturen wie EUREKA und COST gefördert. Details dazu finden sich auf den Seiten zur Koordinierung von Diensten für Forschungsaktivitäten.

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Gemeinsame Technologieinitiativen

Für eine begrenzte Anzahl von europäischen Technologieplattformen rechtfertigen Umfang und Tragweite ihrer strategischen Forschungsagenda sowie der beteiligten Ressourcen die Einrichtung langfristiger öffentlich-privater Partnerschaften in Form von Gemeinsamen Technologieinitiativen. Diese Initiativen kombinieren privatwirtschaftliche Investitionen und/oder nationale und europäische öffentliche Mittel, einschließlich Fördermitteln aus dem Forschungsrahmenprogramm und die Darlehensfinanzierung durch die Europäische Investitionsbank. Gemeinsame Technologieinitiativen können auf der Grundlage von Artikel 187 AEUV (ehemals Artikel 171 EGV) oder auf der Grundlage der Beschlüsse des spezifischen Programms in Übereinstimmung mit Artikel 166 des Vertrags beschlossen werden.

Neben einem starken Element der Kontinuität zu früheren Programmen werden mit dem RP7-Programm "Zusammenarbeit" einige neue Elemente eingeführt, mit denen die europäische Forschungszusammenarbeit erleichtert werden soll:

  • Gemeinsame Technologieinitiativen (JTI) zur Förderung ambitionierter, europaweiter öffentlich-privater Partnerschaften;
  • Verstärkte Koordinierung nationaler Forschungsprogramme, unterstützt durch die Fortsetzung des ERA-NET-Programms, das in jedem Themenbereich umgesetzt wird;
  • Komplementarität und Synergien von Forschungsprogrammen in ganz Europa durch "Initiativen unter Artikel 185", wobei sich die Europäische Gemeinschaft an gemeinsam durchgeführten nationalen Forschungsprogrammen beteiligt;
  • Internationale Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Themenbereiche und Themen übergreifend;
  • Flexiblere Mittel, um auf sich abzeichnende oder unvorhergesehene politische Erfordernisse zu reagieren;
  • Optimale Beteiligung von KMU in allen Themen.

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Technologieplattformen

Europäische Technologieplattformen (ETP) wurden in zahlreichen Bereichen eingerichtet, in denen Europas Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und Wohlstand mittel- und langfristig auf nennenswerten Fortschritt in Forschung und Technologie angewiesen sind. Hier kommen unter der Leitung der Industrie Interessengruppen zusammen, um gemeinsam eine strategische Forschungsagenda (SRA) festzulegen und umzusetzen. Die ETP haben zur Festlegung der Themen des Programms Zusammenarbeit gerade in besonders industrierelevanten Forschungsbereichen beigetragen. Die Durchführung der strategischen Forschungsagenda wird durch das Programm Zusammenarbeit in den Bereichen unterstützt, wo sie einen tatsächlichen europäischen Mehrwert erzeugen.


EURAB, der Europäische Forschungsbeirat, hat eine Liste von 'leitenden Grundsätzen' für Technologieplattformen erstellt - Bericht zu Europäischen Technologieplattformen [PDF]


Vorbereitender Bericht zu den Besonderheiten und Zielen der unterschiedlichen Technologieplattformen sowie ihrem momentanen Stand bis zum Start des RP7 und darüber hinaus - Technologieplattform: Von der Bestimmung zur Durchführung einer gemeinsamen Forschungsagenda [PDF]

Letzte Aktualisierung: 2011-02-23