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Siebtes Rahmenprogramm (RP7)

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Das Siebte Rahmenprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) für Forschungs- und Ausbildungsmaßnahmen im Nuklearbereich (2007 bis 2011)

Euratom-Forschungsmaßnahmen im Bereich Energie werden unter dem gleichnamigen Vertrag durchgeführt, mit dem 1957 die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) gegründet wurde. Euratom ist rechtlich gesehen von der Europäischen Gemeinschaft (EG) getrennt und verfügt über ein eigenes Forschungsrahmenprogramm. Sie wird allerdings von den gemeinsamen Institutionen der Gemeinschaft verwaltet.

Obwohl die meisten energiepolitischen Kompetenzen, sowohl im Bereich der Kernenergie als auch bezüglich der anderen Energieformen, weiterhin bei den Mitgliedstaaten liegen, hat der Euratom-Vertrag ein hohes Maß an Harmonisierung auf europäischer Ebene erreicht. Er bietet einen gesetzlichen Rahmen für viele spezifische Aufgaben bei der Verwaltung von nuklearen Ressourcen und Forschungsmaßnahmen.

Der Beschluss des Rates 2006/970/Euratom vom 18. Dezember 2006 über das Siebte Rahmenprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) für Forschungs- und Ausbildungsmaßnahmen im Nuklearbereich (2007-2011) [PDF] umfasst ein Budget von 2 751 Mio. EUR für einen Zeitraum von fünf Jahren (2007-2011).

Im RP7-Euratom gibt es zwei miteinander verbundene spezifische Programme; eines für indirekte Maßnahmen in den Bereichen der Fusionsenergie , der Kernspaltung und des Strahlenschutzes , das zweite deckt direkte Maßnahmen im Nuklearbereich ab, die von der Gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Centre - JRC) der Europäischen Kommission durchgeführt werden. Die GFS wurde ursprünglich vom Euratom-Vertrag eingerichtet und hat sich seitdem zu einem führenden Institut für Kernforschung in Europa entwickelt.

Indirekte Euratom-Maßnahmen werden von der Generaldirektion Forschung (GD RTD) der Kommission verwaltet. Über die spezifischen Programme werden für Forschung im Bereich Fusionsenergie 1 947 Millionen Euro, für Kernspaltung und Strahlenschutz 287 Millionen Euro bereitgestellt. 517 Millionen Euro sind für kerntechnische Aktivitäten der GFS reserviert. Darüber hinaus ist die GFS Partner in vielen Konsortien, die indirekte Maßnahmen auf dem Gebiet der Kernspaltung durchführen.
Das RP7-Euratom zielt darauf ab, die wichtigsten Fragestellungen und Herausforderung in der Nuklearforschung anzugehen und zur weiteren Festigung des europäischen Forschungsraums im Kernenergiesektor beizutragen. Es unterstützt ferner die bestehende Politik der Gemeinschaft und reagiert gleichzeitig auf neue politische Notwendigkeiten.

Dieses Rahmenprogramm trägt zur Schaffung einer kritischen Masse und neuer Strukturen in Hauptforschungsbereichen auf europäischer Ebene bei und fördert den freien Austausch von Ideen, Wissen und Forschern. Allgemein gesprochen zielt das Euratom-Forschungsprogramm darauf ab, Wissen zu entwickeln und zusammenzutragen und wissenschaftliche und technische Kompetenzen und Know-how zur Förderung von Sicherheit, Zuverlässigkeit, Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Kernenergie zu verbessern.

Letzte Aktualisierung: 2011-01-11