Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Siebtes Rahmenprogramm (RP7)

RP7 Startseite
Zusammenarbeit
Ideen
Menschen
Kapazitäten
Euratom
GFS
© shutterstock© shutterstock
GFS Ideen Zusammenarbeit RP7
Euratom Kapazitäten Menschen
Über diesen Dienst | Neuigkeiten | Übersicht
Menschen

Die 'Marie-Curie-Maßnahmen' zählen seit langem zu den beliebtesten Maßnahmen der Gemeinschaftsrahmenprogramme für Forschung und technologische Entwicklung und werden in besonderem Maße geschätzt. Sie haben sich im Laufe der Zeit erheblich weiterentwickelt – vom reinen Stipendienprogramm zur Förderung der Mobilität zu einem Programm zur Unterstützung der beruflichen Entwicklung von Forschern. Mithilfe der 'Marie-Curie-Maßnahmen' ist es insbesondere gelungen, auf die Bedürfnisse der europäischen Wissenschaftsgemeinschaft in Bezug auf Schulungsbedarf, Mobilität und berufliche Entwicklung einzugehen. Das beweist die Nachfrage, denn bei den meisten Maßnahmen überschreiten hochqualifizierte Bewerbungen den Rahmen der verfügbaren finanziellen Förderung bei Weitem.

Die 'Marie-Curie-Maßnahmen' unter dem Sechsten Rahmenprogramm waren Teil des spezifischen Programms, das sich mit der Strukturierung des Europäischen Forschungsraums befasst.

Im Siebten Rahmenprogramm wurden die 'Marie-Curie-Maßnahmen' gestärkt und dem spezifischen Programm 'Menschen' zugeordnet. Dieses spezifische Programm, das sich ausschließlich den Humanressourcen in der Forschung widmet, verfügt über ein beachtliches Gesamtbudget von über 4,7 Mrd. EUR für einen Zeitraum von sieben Jahren bis 2013. Dies entspricht durchschnittlich einem Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem RP6.

Hintergrund des Programms 'Menschen'

'Eine ausreichende Anzahl gut ausgebildeter Forscher ist eine notwendige Voraussetzung für den Fortschritt der Wissenschaft und die Stärkung von Innovation. Es ist jedoch auch ein wichtiger Faktor, um Investitionen in die Forschung durch öffentliche und private Gremien anzuziehen und aufrechtzuerhalten. Vor dem Hintergrund eines anziehenden globalen Wettbewerbs sind die Entwicklung eines offenen europäischen Arbeitsmarktes für Forscher, der frei von jeglicher Form von Diskriminierung ist, sowie die Diversifizierung von Qualifikationen und beruflichen Laufbahnen von Forschern entscheidend, um sowohl innerhalb Europas als auch weltweit einen effektiven Austausch von Forschern und ihrem Wissen zu fördern. Es werden spezielle Maßnahmen zur Förderung junger Forscher und Unterstützung der Anfangsphasen der wissenschaftlichen Karriere sowie Maßnahmen zur Verringerung des Brain Drain, wie z. B. Wiedereingliederungsbeihilfen, eingeführt.'


Das spezifische Programm 'Menschen' trägt der Tatsache Rechnung, dass einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile in Wissenschaft und Technologie die Quantität und die Qualität ihrer Humanressourcen ist. Um die Weiterentwicklung und Festigung des Europäischen Forschungsraums zu unterstützen, liegt das strategische Gesamtziel dieses spezifischen Programms darin, Europa für die besten Forscher attraktiver zu machen.

Ziele des Programms 'Menschen'

'Der Hintergrund ist die quantitative und qualitative Stärkung des Humanpotenzials in Forschung und Technologie in Europa, indem für Forschungsberufe geworben wird, europäische Forscher ermuntert werden, in Europa zu bleiben, Forscher aus der ganzen Welt für Europa gewonnen werden und Europa für die besten Forscher attraktiv gemacht wird. Aufbauend auf den Erfahrungen mit den 'Marie-Curie-Maßnahmen' unter vorherigen Rahmenprogrammen soll dies durch die Einführung von zusammenhängenden 'Marie-Curie-Maßnahmen' erreicht werden. Dabei wird insbesondere der europäische Mehrwert in Bezug auf den Strukturierungseffekt der Maßnahmen auf den Europäischen Forschungsraum berücksichtigt. Diese Maßnahmen richten sich an Forscher des öffentlichen und privaten Sektors in allen Phasen ihrer Karriere, angefangen bei der ersten Forschungsausbildung, insbesondere für junge Menschen, bis zu lebenslangem Lernen und Karriereentwicklung. Ferner wird angestrebt, die Teilnahme von Forscherinnen zu erhöhen, indem die Chancengleichheit bei allen 'Marie-Curie-Maßnahmen' gefördert wird, die Maßnahmen so gestaltet werden, dass Arbeits- und Privatleben gut zu vereinbaren sind, und eine Wiederaufnahme der Forscherlaufbahn nach einer Unterbrechung erleichtert wird.'

^nach oben

Aktivitäten

Das spezifische Programm 'Menschen' umfasst Maßnahmen unter fünf Überschriften:

  • ' Erstausbildung von Forschern zur Unterstützung der Karriereperspektiven hauptsächlich junger Forscher' sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor durch Verbesserung ihrer wissenschaftlichen und allgemeinen Qualifikationen, u. a. im Zusammenhang mit Technologietransfer und Unternehmertum.
  • ' Lebenslanges Lernen und Laufbahnentwicklung' zur Unterstützung erfahrener Forscher bei der Erweiterung ihrer Fähigkeiten bzw. dem Erwerb neuer Qualifikationen und Kompetenzen oder bei Verbesserung der Inter-/Multidisziplinarität und/oder sektorenübergreifenden Mobilität, der Wiederaufnahme der Forschungskarriere nach einer Unterbrechung und (Wieder-)Eingliederung in eine längerfristige Forschungsposition in Europa nach einer grenzüberschreitenden Mobilitätserfahrung.
  • ' Wege und Partnerschaften zwischen Industrie und Hochschulen' zur Förderung der sektorenübergreifenden Mobilität und Erhöhung des Wissensaustauschs durch gemeinsame Forschungspartnerschaften in langfristigen Kooperationsprogrammen zwischen Organisationen aus Hochschulen und der Industrie, insbesondere KMU und traditionelle Fertigungsbranchen.
  • ' Die internationale Dimension' möchte einen Beitrag zu lebenslanger Ausbildung und Laufbahnentwicklung von EU-Forschern leisten, um Forschertalente außerhalb Europas zu gewinnen und eine Zusammenarbeit mit Forschern von außerhalb Europas, die von gegenseitigem Nutzen ist, zu fördern.
  • ' Spezifische Maßnahmen' zur Unterstützung bei der Beseitigung von Mobilitätshindernissen und der Verbesserung der Laufbahnaussichten von Forschern in Europa.

Letzte Aktualisierung: 2008-12-01