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Sonderausgabe:
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Editorial
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Vor einem Jahr veröffentlichte die Europäische Kommission ein Grünbuch zur Innovation und lenkte damit die Aufmerksamkeit auf Europas "Innovationsdefizit". Die anschließende Debatte bestätigte den Standpunkt der Kommission, daß dieses Problem so umfassend wie möglich in Angriff genommen werden sollte. Auf dem Gipfeltreffen der EU-Staats- und -Regierungschefs, das im Juni in Florenz stattfand, wurde die Kommission aufgefordert, einen Aktionsplan mit Maßnahmen zur Stimulierung der Innovation auszuarbeiten.
Die Kommission hat nun ihren ersten Aktionsplan veröffentlicht, der sich mit drei Schlüsselproblemen befaßt: wie kann man eine wirkliche Innovationskultur in Europa fördern, wie kann man ein innovationsfreundliches Umfeld in Europa gewährleisten, und wie kann man die Verbindungen zwischen Europas Forschungskapazitäten und Innovation verbessern.
Diese Sonderausgabe von Innovations- und Technologietransfer stellt die wesentlichen Punkte vor und umfaßt darüber hinaus einen detaillierten Überblick über den Inhalt dieses Plans. Eine Reihe von Tabellen fassen die vorgeschlagenen Maßnahmen zusammen und geben an, wie sie jeweils umgesetzt werden sollen - von der Kommission oder in den Mitgliedstaaten.
Die von der Kommission umzusetzenden Maßnahmen betreffen drei Bereiche. Zur Förderung von Innovation sollte erstens der grundlegende rechtliche und administrative Rahmen angepaßt werden, insbesondere im Hinblick auf industrielles Eigentum und die Vereinfachung administrativer Vorgänge. Zweitens sollte die Kommission ein Forum zum Vergleich und Austausch von Informationen über innovationsfördernde Aktivitäten und zur Verbreitung "bester fachlicher Praktiken" schaffen. Dies ist in den Bereichen Finanzierung und Risikokapital besonders sinnvoll. Nicht zuletzt können auch die von der Kommission geleiteten Programme, vor allem das Forschungs-Rahmenprogramm, die Ausbildungsprogramme und die Strukturfonds, zur Unterstützung der Innovation eingesetzt werden.
Auf EU-Ebene könnten die vorgeschlagenen Maßnahmen eingeführt werden, ohne daß über die bereits verfügbaren oder eingeplanten Mittel hinaus zusätzliche Gelder zugewiesen werden müßten. Es liegt jedoch auf der Hand, daß die größte Anstrengung zur Reduzierung des "Innovationsdefizites" auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene unternommen werden muß - mit Wirtschaftsunternehmen an der Spitze.