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Verbesserte Tools für innovative, soziale Online-Plattformen

Das von der EU finanzierte CATALYST-Projekt zielt auf die Entwicklung und das Testen von Tools für kollektive Intelligenz ab. Diese Tools sollen als Open-Source-Lösungen allen Online-Communitys zur Verfügung gestellt werden, insbesondere solchen, die sich den Themen soziale Innovationen, Nachhaltigkeit und bürgerliches Engagement verschreiben.
Verbesserte Tools für innovative, soziale Online-Plattformen
Es ist gemeinhin bekannt, dass Online-Tools und -Plattformen Anliegen einen immensen Popularitätsschub geben können und ermöglichen, dass sich Gleichgesinnte online zusammenfinden. Insbesondere im Bereich sozialer Innovationen und Nachhaltigkeit spielen Online-Communitys eine zunehmend größere Rolle bei der Unterstützung von Basisbewegungen. Da derartige Plattformen expandieren, wird deren effizientes Management jedoch immer schwieriger.

Aufgrund dessen haben sich mehrere große Community-Netzwerke und führende Forschungsinstitute zusammengeschlossen, um das von der EU finanzierte CATALYST-Projekt ins Leben zu rufen. Das Ende 2013 gestartete CATALYST-Projekt zielt auf die Entwicklung und das Testen von Tools für kollektive Intelligenz ab und möchte diese sämtlichen interessierten Communitys als Open-Source-Lösungen zur Verfügung stellen.

Unter der Leitung des Projektkoordinators Sigma Orionis ist das Projektteam derzeit mit der Entwicklung von Tools, Prozessen und Methoden für kollektive Intelligenz beschäftigt. Zu den Projektpartnern zählen fünf große Communitys, die sich dem Thema sozialer Innovation widmen und Plattformen für bürgerliches Engagement betreiben — Imagination for People, Wikitalia, CSCP, das Purpose Network und das Euclid Network — sowie zwei Forschungsinstitute — die Open University und die Universität Zürich.

Die Tools, an denen das Team arbeitet, decken ein breites Funktionsspektrum ab. Angefangen bei der kollektiven Wahrnehmung (ein Kollektiv sammelt Umgebungsdaten) über die Sinngebung (Interpretation von Daten, um Muster zu bestimmen, die als Handlungsgrundlagen dienen), die Ideenbildung (Ideenentwicklung für Handlungsweisen), die Entscheidungsfindung (Auswahl der besten Handlungsweisen) bis hin zur kollektiven Handlung (koordinierte, effektive Umsetzung dieser Handlungsweisen).

Das CATALYST-Paket kann Ende des Jahres getestet werden und das Team hat Communitys bezüglich einer versuchsweisen Verwendung der Tools zu einer offenen Zusammenarbeit aufgerufen. Die Projektpartner sind insbesondere auf der Suche nach europäischen und weiter entfernten Communitys, um ihre Entwicklungen versuchsweise zu testen. Dabei sollen groß angelegte Diskussionen zu einem vorab definierten gesellschaftlichen Thema angeregt werden.

Der offizielle Aufruf erging im Sommer bei der ersten jährlichen CATALYST-Veranstaltung. Die im Rahmen von CAPS2014 organisierte CATALYST-Veranstaltung erregte so großes Interesse, dass sich nach Aussagen des Projektteams Teilnehmerschlangen ‘bis nach draußen’ bildeten. Die Projektpartner veranschaulichten anhand von Präsentationen die verschiedenen Aspekte ihrer Arbeit. Zentrale Themen waren Ökosysteme sowie Methoden von Tools für kollektive Intelligenz und die Vorbereitung der Testphase. Die Teilnehmer konnten zudem anhand mehrerer Demos die Funktionen der entwickelten Tools (Assembl, DebateHub, LiteMap und Edgesense) testen.

Interessierte Communitys können sich jetzt bewerben, um die CATALYST-Tools zu testen. Alle Tools werden mit ausreichender Unterstützung für deren Benutzung sowie für deren Verwendung zum Aufbau einer Community unter den Teilnehmern kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Bewerbungsfrist endet am 1. Oktober 2014. Die Tests starten zwischen Ende 2014 und Anfang 2015 und werden Ende April 2015 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:

CATALYST
http://catalyst-fp7.eu/

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