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Das Neueste von DOMOTICS: Häuser, die Sprachbefehle erkennen

Es werden immer mehr „smarte“ Technologien entwickelt, und vor diesem Hintergrund wird nun auch Häusern zunehmend Aufmerksamkeit zuteil. Hightech-Unternehmen zeigen sich interessiert, in Sprachsteuerung zu investieren, doch entsprechende technologische Lösungen befinden sich noch in frühen Entwicklungsphasen. Nun möchten die Mitglieder eines EU-geförderten Projekts diese Firmen begeistern, indem sie noch einen Schritt weiter gehen und Sprachsteuerung mit automatischer Spracherkennung kombinieren.
Das Neueste von DOMOTICS: Häuser, die Sprachbefehle erkennen
„Das war eine beeindruckende Demonstration“, sagt Alina Suhetzki. Nur eineinhalb Jahre nach dem Start des LISTEN-Projekts hatte die EU-Projektbeauftragte die Chance, sich bei einem Treffen zur Mitte der Projektlaufzeit im griechischen Iraklio selbst von der Technologie und dem Potenzial des Projekts zu überzeugen. Mithilfe von englischen Sprachbefehlen, die ohne Verzögerung umgesetzt wurden, schaltete Sie Lichter ein und aus.

Diese Demonstration war für die LISTEN-Entwickler ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ihr erklärtes Ziel ist es, mittels spezieller Hardware und Software eine Umgebung zu entwickeln, die in Smart Homes einen zuverlässigen, freihändigen, stimmbasierten Zugriff auf Internetfunktionen ermöglicht. Diese Umgebung verbindet ein Spracherfassungssystem, das als drahtloses akustisches Sensornetz (WASN) fungiert, mit einem automatischen Spracherkennungssystem.

Mit dem neuen System, das momentan vier Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch und Griechisch) erkennt, können Nutzer nicht nur verschiedene kompatible Geräte ein- und ausschalten, sondern auch alltägliche Handlungen ausführen, z. B. Internetsuchmaschinen nutzen, E-Mails diktieren, auf soziale Netzwerke zugreifen und vieles mehr. All dies ist möglich, ohne dass die Nutzer ein Headset tragen oder direkt in ein Mikrofon sprechen müssen.

Im Rahmen von LISTEN arbeiten die griechische Forschungsgemeinschaft FORTH, die RWTH Aachen, die European Media Laboratory GmbH (EML) und das italienische Unternehmen Cedat85, das die Technologie zur Umwandlung von Sprache in Text bereitstellt, zusammen. Die vier Partner möchten mit dem Projekt eine Brücke zwischen den Forschungsbereichen für akustische Sensorik und für automatische Spracherkennung schlagen und gleichzeitig die Grenzen der modernen Technologie erweitern.

Kürzlich konnten Forscher der Projektpartner FORT und RWTH Aachen bereits bei der „4th CHIME Speech Separation and Recognition Challenge“ glänzen: Die LISTEN-Technologie belegte in allen drei Kategorien des Wettbewerbs, welche sich auf die Nutzung von einem, zwei bzw. sechs Mikrofonen zur Erkennung von Sprachbefehlen bezogen, den zweiten Platz. Insgesamt 15 Teilnehmer beteiligten sich an dem Wettbewerb.

„Wir sind auf diese Ergebnisse sehr stolz, da sie die Leistungsfähigkeit unseres Teams und das Potenzial von LISTEN, innovative Forschung zu betrieben und die Aufmerksamkeit der Forschungsgemeinschaft zu erregen, verdeutlichen“, sagte Prof. Athanasios Mouchtaris, Projektkoordinator von LISTEN und Forscher bei FORTH, nach dem Wettbewerb.

Weitere Informationen:
Projektwebsite

Quelle: Gestützt auf Medienberichte

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