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Förderung des öffentlichen Diskurses über Lebensmittelsicherheit

Wird die verfügbare Fläche fruchtbarer Böden auch in Zukunft ausreichen, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren? Kann die Nahrungsmittelproduktion an den Klimawandel angepasst werden? Und was verstehen wir im Zusammenhang mit der Lebensmittelsicherheit unter verantwortungsbewusster Forschung und Innovation? Durch ein EU-gefördertes Projekt sollen Menschen dazu angeregt werden, über dieses Thema zu diskutieren und ihre Meinung darzulegen – die Partner dieses Projekts haben nun ein Toolkit veröffentlicht, mit dessen Hilfe die Einbindung der breiten Öffentlichkeit maximiert werden soll.
Förderung des öffentlichen Diskurses über Lebensmittelsicherheit
Die BIGPICNIC-Partner haben kürzlich das Dokument Blueprint of toolkit for co-creation angekündigt, mit dem Organisationen leichter wirksame und relevante Maßnahmen ausarbeiten können, um lokale Gemeinden und Interessengruppen im Kontext der Lebensmittelsicherheit in verantwortungsbewusste Forschung und Innovation einzubinden.

Das Toolkit vereint die Prinzipien der Mitgestaltung einer Bewegung mit den Erkenntnissen aus den Bereichen des Marketings und der Verhaltenswissenschaft. Das Kit wurde von einem der Projektpartner erstellt, der Waag Society, in der bereits seit 22 Jahren kreative Technologien und Verfahren für soziale Innovation entwickelt werden. Das Toolkit verfolgt den Ansatz „Benutzer als Gestalter“ und beschreibt fünf Schritte, um eine öffentliche Debatte und Sensibilisierung in anderen Bereichen zu fördern.

Die fünf Schritte zur Einbindung der Öffentlichkeit

Die Projektmitglieder erkannten, dass es erforderlich ist, sich sowohl umfassend mit Themen in Bezug auf Lebensmittelsicherheit auseinanderzusetzen als auch zu verstehen, wie die Öffentlichkeit erreicht werden kann. Die Projektpartner und andere Interessengruppen müssen sich genau darüber im Klaren sein, welche Informationen in der Öffentlichkeit bereits zirkulieren, wofür sich Menschen interessieren und über welche Kanäle Informationen kommuniziert werden können. Diese erste Phase nennen die Partner „Open your mind“.

Schritt zwei, „Enabling environment exploration“, ruft die Partner zum Erproben neuer Ansätze auf, was auch das Testen unterschiedlicher Umgebungen einschließt, die in anderen Zusammenhängen möglicherweise zu Veränderungen führen könnten. So können Interessengruppen besser verstehen, wodurch ihre Zielgruppen beeinflusst werden, und eigene Leitlinien zu dem Thema ausarbeiten, wie erkannt werden kann, in welchen Umgebungen ihre Zielgruppen am besten erreicht werden.

Dicht mit Schritt zwei hängt Schritt drei zusammen, die eindeutige Identifizierung der Zielgruppe und deren Ziele: „Movement mission, stakeholders and audiences“. Die Ergebnisse aus Schritt drei ermöglichen dann Schritt vier, in dem die Partner Mitgestaltende anwerben. Laut den BIGPICNIC-Partnern lässt sich das allgemeine Verhalten nur mit umfassenden Möglichkeiten zur Mitgestaltung nachhaltig ändern. Methoden zur Mitgestaltung gründen auf der Vorstellung, dass jeder auf einem bestimmten Gebiet Experte ist, vor allem für sein eigenes Leben. Bei Schritt vier, „Co-creation with users and stakeholders“, handelt es sich um einen innovativen und partizipativen Prozess, über den Einrichtungen und Partner aus der Öffentlichkeit gemeinsam an Projekten arbeiten können.

Schritt fünf, „Enabling environment design“, geht auf die Erforderlichkeit ein, im Verlauf des Projekts flexibel zu bleiben, während sich das Verhalten der Beteiligten verändert und sich neue Zielgruppen ergeben.

Basisbewegungen beeinflussen politische Entscheidungen

In BIGPICNIC werden Möglichkeiten entwickelt, den öffentlichen Diskurs zu all diesen Themen durch Einbezug der Öffentlichkeit, Wissenschaft, Politik und Industrie zu fördern. In einem internationalen Netzwerk bringt das Projekt botanische Gärten, Hochschulen, ein Institut für Kunst, Wissenschaft und Technologie sowie eine internationale Nichtregierungsorganisation zusammen. BIGPICNIC wird von Botanic Gardens Conservation International koordiniert, und seine Partner stammen aus 12 europäischen Ländern sowie aus Uganda.

Weitere Informationen:
Projektwebsite

Quelle: Gestützt auf Projektinformationen und Medienberichte

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