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Wissenschaft im Trend: Nadelnde Christbäume, Weihnachtsstimmung in allen Formen und winzig kleine Weihnachtskarten – wir wünschen (wissenschaftlich belegt) frohe Weihnachten!

Spitzen Tannennadeln, die durch Ihre Socken stechen, wird ein Ende gesetzt. Und als ob das noch nicht Grund genug zum Feiern wäre, belegt neue Forschung auch noch, dass über Weihnachten empfangene Kinder anderen manches voraus haben. Und wenn Ihnen das noch nicht reicht, wie wäre es dann mit der kleinsten Weihnachtskarte aller Zeiten?
Wissenschaft im Trend: Nadelnde Christbäume, Weihnachtsstimmung in allen Formen und winzig kleine Weihnachtskarten – wir wünschen (wissenschaftlich belegt) frohe Weihnachten!
Nie wieder werden sich Tannennadeln in Ihre Füße bohren, während Sie sich mit Ihrer Familie um den Christbaum versammeln – denn „man“ hat eine Methode gefunden, um das gefürchtete Nadeln von Weihnachtsbäumen zu vermeiden. Und wenn Ihr Weihnachten am Ende ganz besonders gesellig wird, interessiert Sie vielleicht eine neue Studie, der zufolge an Weihnachten empfangene Kinder von einigen Vorteilen profitieren.

Oder möchten Sie doch lieber nur Weihnachtskarten verschicken? In diesem Fall sollte es sich bei dem beiliegenden Geschenk unbedingt um ein leistungsstarkes Mikroskop handeln! Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters sind die am National Physical Laboratory (NPL), dem nationalen Metrologie-Institut des Vereinigten Königreichs hergestellten Weihnachtskarten die kleinsten der Welt: Sie messen winzige 15 x 20 Mikrometer (Millionstel Meter).

Sag „nein“ zu Tannennadeln

Die britische Zeitung „The Telegraph“ hat ausgegraben, was einige als „wirklich mal sinnvolle Forschung“ bezeichnen (jeder, der sich schon einmal an einer verirrten Tannennadel gestochen hat, wird zustimmen). Die Forschungsergebnisse wurden schon im Februar 2016 veröffentlicht, erhielten damals jedoch nur wenig Beachtung. Die Fachzeitschrift „Australian Journal of Botany“ berichtete über die Untersuchung, mit der geklärt werden sollte, wie ein geschlagener Tannenbaum gesund gehalten wird, sodass er keine Nadeln verliert.

Die Forscher versuchten Folgendes: Das Einsprühen mit Haarspray (was den Wasserverlust durch Verdampfen vermindern soll), das Zuführen von Zucker (es ist immerhin Weihnachten!), Bier (siehe vorherigen Kommentar, und da Bier sowohl Alkohol als auch Zucker en masse enthält, liefert es dem Baum Energie und wirkt sogar leicht antiseptisch) und das Eintauchen des Stumpfes in kochendes Wasser (das Leben besteht eben doch nicht nur aus Zucker und Alkohol).

Die Behandlung, nach der die Photosynthese am besten aufrechterhalten wurde, war die mit dem Haarspray – nach 27 Tagen waren durchschnittlich noch 90 % der Nadeln gesund. Sowohl die Zweige, die in frisch aufgekochtes Wasser gestellt wurden, als auch die der Kontrollgruppe bewahrten etwa 68 % ihrer ursprünglichen Photosyntheseleistung. Die Zweige, die in Bier oder Energy-Drinks standen, fielen hingegen auf etwa ein Drittel des Ausgangsniveaus ab. Zusammenfassend empfiehlt das Forschungsteam, Christbäume der Art Pinus radiata mit Haarspray einzusprühen – das allerdings entzündlich ist, also keine echten Kerzen verwenden! Kann uns nun noch jemand davor bewahren, auf Legosteine zu treten?

Große Leuchten ohne Brandrisiko

Wenn Sie ein Haushalt voller Lego nicht schrecken kann, könnten Sie ein frohes Fest genießen, wie es in einem englischen Weihnachtslied beschrieben wird: „Tis the season to be jolly“ – wie Sie sich vergnügen, hängt natürlich ganz von Ihnen ab. Aber wussten Sie schon, dass, laut einer Studie der University of Toronto, der University of Florida und der Northwestern University, ungefähr zu Weihnachten empfangene Kinder ab ihrer Einschulung in der Schulbildung tendenziell erfolgreicher abschneiden?

Forscher untersuchten Daten, die von etwa einer Million Schülern stammten, die zwischen 1994 und 2000 in Florida geboren wurden und eine staatliche Schule besuchten. In Florida gilt für den ersten Kindergartenbesuch, wie in vielen anderen Teilen der Welt, der 1. September als Stichtag, an dem die Kinder ein gewisses Alter erreicht haben müssen. Wenn die Kinder die Vorschule besuchen, sind die im September geborenen (und folglich im Dezember empfangenen) also die ältesten. Dieser Vorsprung von einigen Monaten hilft ihnen oft dabei, sich an die Schule anzupassen, und die Vorteile wirken offenbar bis ins spätere Leben. Die Forscher stellten fest, dass Septemberkinder mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Hochschule besuchen und seltener für Jugendstrafen ins Gefängnis müssen.

„Weihnachtskarten sind schon nett genug, vielen Dank!“

Wenn Ihnen Weihnachtskarten angemessener erscheinen, sollten Sie auch etwas Mitgefühl für diejenigen übrig haben, die die Weihnachtsgrüße auf den Karten entziffern müssen, die kürzlich am britischen National Physical Laboratory hergestellt wurden. Über 200 Millionen dieser Karten würden auf eine einzige Briefmarke passen, so die Wissenschaftler. Dr. David Cox vom NPL stellte die Karte zusammen mit seinem Kollegen Dr. Ken Mingard her und sagte, dass die zur Fertigung eingesetzte Technologie auch andere praktische Anwendungsmöglichkeiten biete.

„Mit den Geräten, mit denen wir diese Karte hergestellt haben, messen wir mit hoher Genauigkeit die Dicke extrem kleiner Bereiche von Materialien, was bei der Erforschung neuer Batterie- und Halbleitertechnologien eine Rolle spielt. Das ist eine wirklich faszinierende Entwicklung.“

Die Karten bestehen aus mit Platin beschichtetem Siliziumnitrid und wurden mit einem konzentrierten Ionenstrahl beschriftet. Auf der Vorderseite der Karte ist ein Schneemann zu sehen, darunter der Schriftzug „Seasons greetings“, und auf der Innenseite findet sich ein Weihnachtsgruß. Ausreichend Platz für einen Apostroph war leider nicht mehr, aber man kann nicht alles haben …

Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest!

Quelle: Gestützt auf Medienberichte

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