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Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Vorheriges Programm

JRC-REACTSAFE 4C

Nachfolgeprogramm

JRC-REACTSAFE 6C

Programmfinanzierung

EUR 147,9 million

Referenz zum Amtsblatt

L 286 von 1988-10-20

Rechtsrahmen

88/522/Euratom von 1988-10-14
Steigerung der Sicherheit der Technologie der Kernfusion durch Modellierung von Störfällen und Risikoeinschätzung, Auswertung der Zuverlässigkeit von Reaktoren, Untersuchung von Anlagenkonstruktionen, Beobachtung des Verhaltens im Betrieb und Studie der Kühlsysteme sowie Steigerung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit durch Beschleunigung des Technologietransfers auf die Industrie.

Kurzbeschreibung

Teil des Rahmenprogramms für Forschung und technologie Entwicklung (1987-1991) unter Subaktivität 5.1: "Kernspaltung: nukleare Sicherheit".

Gegenüber dem vorhergegangenen Programm von 1984-1987 wurden die Aktivitäten reduziert.

Das Projekt befaßt sich mit der Analyse von Störfällen und ihrer Verhinderung bei Leichtwasserreaktoren (LWR) und flüssigmetallgekühlten schnellen Brütern (LMFBR).

Unterteilung

Fünf Gebiete:

- Zuverlässigkeits- und Risikoeinschätzung:
. Sammlung und Auswertung von Betriebsdaten von Reaktoren im Rahmen des europäischen Zuverlässigkeitsdatensystems (ERDS).
. Auswertung der Methodik für die probabilistische Sicherheitsanalyse (PSA), wie sie von Genehmigungsbehörden, Versorgungsunternehmen und der Industrie eingesetzt wird;

- Projekt für die Inspektion von Stahlbauteilen (PISC):
Einschätzung von Vorgehensweisen und Methoden für die Inspektion von Strukturen von Kernreaktoren; das seit 1974 für die Kommission und OECD/NEA durchgeführte Projekt ist inzwischen in der dritten Phase;

- Abnormales Verhalten von LWR-Kühlsystemen:
Bestätigung der Systemcodes (LOBI-Testprogramm), bei dem das thermohydraulische Verhalten von LWR-Kühlschleifen bei Störfällen reproduziert werden soll;

- Quellen-Term:
Einschätzung der Möglichkeit der potentiellen Freisetzung von Radioaktivität durch Kernkraftwerke bei schwerden Störfällen;

- LMFBR-Störfallmodellierung:
Analyse von unwahrscheinlichen, aber gravierenden Störfällen mit potentiellen Konsequenzen für die Bevölkerung der Gemeinschaft. Die PAHR-Aktivitäten (Wärmeableitung aus dem Reaktor nach einem Störfall) sollen bis 1991 abgeschlossen sein.

Ausführung

Die Kommission ist für die Durchführung des Programms zuständig. Dabei wird sie vom Gouverneursrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt.

In Zusammenarbeit mit dem Gouverneursrat gewährleistet die Kommission regelmäßige Konsultationen mit den zuständigen Management- und koordinierenden beratenden Ausschüssen oder äquivalenten Ausschüssen im Hinblick auf die Sicherstellung der Koordinierung und der einheitlichen Vorgehensweise bei Aktionen auf Basis von Kostenteilung und GFS-Aktivitäten auf dem gleichen Gebiet.

Die Kommission legt dem Europäischen Parlament und dem Rat vor dem 31. März in jedem Jahr einen Bericht über die Durchführung des Programms vor. Das Programm wird von einem Gremium aus von der Kommission eingesetzten externen Experten nach Beratung mit dem Gouverneursrat ausgewertet.

Fachgebiete

Kernspaltung - Sicherheit
Datensatznummer: 107 / Zuletzt geändert am: 1990-03-26