Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Nachfolgeprogramm

FP3-DELTA 2

Programmfinanzierung

EUR 20 million

Referenz zum Amtsblatt

L 206 von 1988-07-30

Rechtsrahmen

88/417/CEE von 1988-06-29
Zur Anregung von F&E bei neuer Technologie, insbesondere Informationstechnologie und Telekommunikation (IT&T), zur Unterstützung von fortgeschrittenem Fernstudium, insbesondere vom Lernen ohne Klassenzimmer

Kurzbeschreibung

Bestandteil des Rahmenprogramms zur Forschung und technologischen Entwicklung (1987-1991) unter Teilaktivität 2.3.: 'Neue Dienstleistungen von gemeinsamem Interesse (einschl. Verkehr)', dieses erste DELTA-Programm stützte sich auf folgende Faktoren:
den potentiellen Beitrag durch IT&T Fortschritte (wie u.a. individuelle Datenverarbeitung, Satellitenübertragungen, Video, Telekommunikation und Künstliche Intelligenz) zur allgemeinen und beruflichen Bildung;
- die Gelegenheit zur Entwicklung, durch Zusammenarbeit zwischen IT&T Wissenschaftlern und den Lehrberufen, innovativer Produkte, die sich am Weltmarkt verkaufen lassen;
- Weitere Chancen für den IT&T Sektor der Gemeinschaft;
- Einsparungen durch degressive Kosten, die im hohen Maße darauf zurückzuführen sind, daß die grundlegenden Erfordernisse des Lernens allen Mitgliedstaaten gemein sind.

Als kurzfristige (zweijährige) Erkundungsmaßnahme hat sich DELTA auf die Verbesserung der IT&T Umgebung zur Entwicklung von Lehrstoffen und ihren Transfer vom Autor zum Endnutzer konzentriert.

Unterteilung

Fünf Aktivitäten:

- Forschung über Lernsysteme:
Entwicklung eines Lernsystemreferenzmodells (LSRM), das einerseits bei der Planung und Auslegung hilft, andererseits aber auch die Handhabung des Systems erleichtert. Die Konstruktion dieses Modells umfaßt u.a. die Identifikation der Hauptkomponenten des Lernsystems;

kooperative Entwicklung fortgeschrittener Lerntechnologie:
In Zusammenarbeit mit der IT&T Industrie in der Gemeinschaft (einschließlich Verlagen und Universitäten) - progressive Auslegung von Systemen und Ausrüstung zur Unterstützung des multimedialen Lernens auf Gemeinschaftsebene;

- Prüfung und Validierung:
Kommunikationsintegration und deren Prüfung and Validierung. Zu dieser Aktivität gehört auch die Vorbereitung der Einführung einer satellitengestützten offenen Testeinrichtung (SOFT);

- Normung und Protokolle für Offene Kommunikationssysteme (OSI):
Ausrüstung und Lernsysteme müssen den Prinzipien der Connectivity gemäß miteinander im Einklang arbeiten. Es soll daher eine neue Gruppe von Normenbenutzern eingerichtet werden, um Normen zu identifizieren und die Normung im Lernbereich auf organisatorische Weise zu fördern.

-Untersuchung verwandter Faktoren:
Schaffung günstiger Bedingungen für die Anwendung fortgeschrittener Lerntechnologien. Dazu gehören die fiskalische Behandlung, ordnungspolitische Bedingungen, die Telekommunikationspolitik, Copyright und Autorenrechte.

Ausführung

Die Umsetzung wurde durch die Kommission - mit Unterstützung durch einen Ausschuß überwacht, der sich aus je zwei Vertretern der einzelnen Mitgliedstaaten zusammensetzte, wobei der Vorsitz von einem Vertreter der Kommission geführt wurde. Ein Arbeitsplanentwurf, in dem die Zielsetzung, die Projektarten, die durchzuführenden Maßnahmen und der entsprechende Finanzierungsplan definiert waren, wurde von der Kommission erstellt.

Die Projektvorschläge wurden gewöhnlich auf eine Ausschreibung hin eingereicht. An jedem Projekt waren mindestens jeweils zwei unabhängige Partner aus mindestens zwei Mitgliedstaaten beteiligt. Bei mindestens einem Partner handelte es sich um ein Industrieunternehmen, und mindestens einer der anderen Partner vertrat Ausbildungs- oder Lerninteressen. Zu den Projekten konnten Organisationen und Unternehmen aus europäischen Staaten außerhalb der Gemeinschaft gehören, mit denen Rahmenverträge über wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit abgeschlossen worden waren.

Die Projekte wurden auf Kostenteilungsbasis gehandhabt. Die Gemeinschaft konnte bis zu 50% der Gesamtausgaben übernehmen bzw. - bei der Teilnahme von Universitäten oder Forschungsinstituten - bis zu 100% der Grenzkosten.

Nach Beratung mit dem DELTA-Ausschuß wurden von der Kommission Verfahrensweisen (einschl. Vertraulichkeitsregeln) für den Informationsaustausch zwischen Mitgliedstaaten, der Kommission und den Lieferanten definiert.

Ein Bericht über die während der ersten 12 Monate der Umsetzung erzielten Ergebnisse wurde von der Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat unterbreitet. Nach Abschluß des Programms wurde denselben Körperschaften ein Abschlußbericht vorgelegt.
Datensatznummer: 108 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05