Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Nachfolgeprogramm

FP3-BIOMED 1

Programmfinanzierung

EUR 15 million

Referenz zum Amtsblatt

L 196 von 1990-07-26

Rechtsrahmen

90/395/CEE von 1990-06-29
Zur Anwendung und Verbesserung neuer Biotechnologien durch Humangenomanalyse und Gen-Mapping zwecks Risikoprognose und Frühdiagnose, Verhütung, Prognose und Behandlung menschlicher Krankheiten, insbesondere Erb- und Krebskrankheiten und im Bestreben um ein besseres Verständnis der Erblichkeit.

Kurzbeschreibung

Bestandteil des Rahmenprogramms zur Forschung und technologischen Entwicklung (1987-1991) unter Teilaktivität 1.1: 'Gesundheit'.

Das Rahmenprogramm wird mit den folgenden FTE Programmen der Gemeinschaft koordiniert:
- das Programm 'Forschung über Medizin und Gesundheitswesen' (MHR 4C, 1987-1991), insbesondere das Gebiet 'Früherkennung und -diagnose von Krebs', die durch die Logik von Sukogenen (sucogenes) mit dem genetischen Bereich verwandt sind;
- das Programm 'Fortgeschrittene Informatik in der Medizin' (AIM), insbesondere die Aktionslinie II 'Stärkung von Europas Position hinsichtlich Medizin, Bioinformatik (MBI) und Gesundheitswesen', die die Entwicklung wirksamer Kommunikation und Informationsverarbeitung innerhalb der vorgesehenen Netze unterstützen könnte;
- die biotechnologischen Programme, insbesondere BRIDGE (1990-1994), mit denen es in Bezug auf Expressionsvektoren, Gentransfer und Gentechnik bei Tier- und Humanzellen koordiniert werden soll;
- das 'Umweltschutzprogramm' (ENVPROT 4C), insbesondere das Gebiet Mutagenese;
- der Plan 'Stimulation' (SCIENCE), insbesondere das Gebiet 'Biokommunikation'.

Das Programm steht ferner im interaktivem Austausch mit anderen Aktivitäten der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation.

Unterteilung

Vier Bereiche:

- Verbesserung des Genmusters beim Menschen:
Einrichtung eines europaweiten Netzwerks zur Erfassung des DNA großer Familien und Bereitstellung gut charakterisierten Genmaterials sowie von Sondensätzen zur Lokalisierung der relativen Position von Genen an den Chrosomomen;

- Einrichtung geordneter Klonbibliotheken von Human-DNA:
Schaffung eines europäischen Netzwerks von Laboratorien zur Einrichtung überlappender Klonbibliotheken und Unterstützung beschränkter DNA-Sequenzierung;

- Verbesserung fortgeschrittener Gentechnologien:
. Neue biochemische Reagenzien;
. Verbesserung der Methoden zur Ermittlung und Lokalisierung von Markierungsgenen;
. Entwicklung neuer Vektoren zur Klonierung großer DNA-Fragmente sowie Verfahren zur Transfektion von Chromosomen;
. Entwicklung von Modellsystemen für die reproduzierbare und stabile Expression medizinisch wichtiger Gene in vivo und in vitro.
. Entwicklung von neuer Computersoftware zur Erfassung und Manipulation von Daten aus der Genomsequenzierung und dem Genom-Mapping;

Ausbildung:
Unterstützung beim technischen Transfer, insbesondere im klinischen Bereich, von molekulargenetischen Methoden für Mitgliedstaaten, in denen diese zur Zeit unterentwickelt sind.

Ausführung

Die Kommission ist, mit Unterstützung durch den Ausschuß für Management und Koordination (CGC) für Forschung in den Bereichen Medizin und Gesundheitswesen, verantwortlich für die Durchführung des Programms durch Verträge auf Kostenteilungsbasis, Unterstützung für zentralisierte Einrichtungen und Netzwerke, Schulungsverträge, Ausbildungszuschüsse, Lehrgänge, Beratungen mit Experten auf einzelstaatlicher Ebene, Organisation von Tagungen von Studiengruppen, Teilnahme an Seminaren und Symposien sowie für Veröffentlichungen.

Die Unterstützung durch die Kommission kann von ca. 50% der Gesamtausgaben bei Verträgen auf Kostenteilungsbasis bis zu 100% in anderen Fällen reichen.

In den von der Kommission abgeschlossenen Verträgen werden die Rechte und Pflichten der jeweiligen Parteien festgelegt, insbesondere die Methoden hinsichtlich Verbreitung, Schutz und Ausschöpfung der Forschungsergebnisse.

Zu den Teilnehmern können Forschungsinstitute, Universitäten, Privatunternehmen oder Kombinationen verschiedener dieser Körperschaften in den Mitgliedstaaten gehören. Die Kommission ist dazu bevollmächtigt, über Verträge mit Nichtmitgliedstaaten und internationalen Organisationen zu verhandeln, insbesondere mit Nichtmitgliedstaaten, die an der europäischen Zusammenarbeit im Bereich wissenschaftliche und technische Forschung (COST) beteiligt sind sowie mit Ländern, die wissenschaftliche und technische Rahmenverträge mit der Gemeinschaft abgeschlossen haben, in dem Bestreben, diese Länder entweder ganz oder teilweise in das Programm einzubeziehen.

Während des zweiten Jahres der Umsetzung soll das Programm von der Kommission revidiert werden, die dann dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht vorlegen wird. Im Anschluß daran wird ein Abschlußbericht über die erzielten Ergebnisse gemäß Bewertung durch unabhängige Experten unterbreitet
Datensatznummer: 109 / Zuletzt geändert am: 1996-02-09