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  • Gemeinschaftliches Programm (EWG) für ein DFV-Netzwerk über gewerbliche elektronische Datenaustauschsysteme (Trade Electronic Data Interchange Systems, TEDIS), 1988-1989

Nachfolgeprogramm

IS-TEDIS 2

Programmfinanzierung

EUR 5,3 million

Referenz zum Amtsblatt

L 285 von 1987-10-08

Rechtsrahmen

87/499/CEE von 1987-10-05
Zur Koordinierung der Arbeit über die Entwicklung gewerblicher elektronischer Datenaustauschsysteme in der Gemeinschaft und der Sensibilisierung potentieller Benutzer sowie der europäischen Hardware-Hersteller und Software-Häuser.

Kurzbeschreibung

Elektronischer Datenaustausch (EDI) auf dem Gebiet des Handels betrifft den Austausch von Informationen und Nachrichten zwischen Geschäftspartnern eher durch elektronische Kommunikationsmittel als in Form herkömmlicher Dokumente.

Der Beschluß 87/95/EWG des Rates vom 22. Dezember 1986 über die Normung auf dem Gebiet der Informationstechnik und Telekommunikation (ABl. Nr. L 36 vom 7.2.1987) diente der Einrichtung eines allgemeinen Rahmens für die Aufstellung von Normen oder gemeinsamen technischen Spezifikationen.

Bereits von der Gemeinschaft durchgeführte verwandte Projekte umfassen das Projekt für koordinierte Entwicklung, CD (Coordinated Development) und das Programm CADDIA (Zusammenarbeit bei der Automatisierung von Daten und Dokumentation für die Ein- und Ausfuhr und die Landwirtschaft), während das mehrjährige Datenverarbeitungsprogramm (MAP, 1979-1986) drei begrenzte Aktivitäten sowie Projekte zwischen privaten Benutzern umfaßte. Zu den verwandten Programmen zählt außerdem das Programm INSIS (interinstitutionelles Informationssystem), das 1982 lanciert wurde.

Unterteilung

Zehn horizontale und vier vertikale Aktivitäten:

- Für die Entwicklung von gewerblichem elektronischem Datenaustausch (EDI) erforderliche horizontale Aktivitäten:
. Koordinierung auf Gemeinschaftsebene der in den Mitgliedstaaten über gewerbliche EDI-Systeme durchzuführenden Arbeit;
. Sensibilisierung potentieller Benutzer;
. Sensibilisierung europäischer Hardware- und Software-Hersteller;
. Logistische Unterstützung (Sitzungen, Dolmetschen usw.) für europäische Brachen;
. Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen von gewerblichem EDI innerhalb der Gemeinschaft hinsichtlich der Telekommunikations- und Normungspolitiken;
. Unterstützung einschließlich Einrichtung von Konformitätsprüfungszentren für die relevante Software und Hardware;
. Lösung der rechtlichen Probleme, die der Entwicklung von gewerblichem EDI hinderlich sind;
. Untersuchung von verwandten linguistischen Problemen;
. Untersuchung der Sicherheitsanforderungen für EDI;
. Untersuchung der Ratsamkeit der Förderung der Entwicklung von spezialisierter Software, die für EDI erforderlich ist;

- Vertikale Aktivitäten/sektorale Projekte:
. Vergleich bestehender oder potentieller sektoraler Projekte über gewerblichen EDI;
. Bestimmung der speziellen Erfordernisse, die im Rahmen der Umsetzung von gewerblichen EDI-Systemen entstehen;
. Untersuchung möglicher Unterstützung für KMU auf diesem Gebiet;
. Berücksichtigung möglicher Unterstützung für Pilotprojekte.

Ausführung

Die Kommission war für die Durchführung des Programms verantwortlich in Koordination mit bestehenden oder geplanten Politiken oder Aktivitäten in der Gemeinschaft über Telekommunikation, den Informationsmarkt, Normung und Mehrsprachigkeit und insbesondere mit dem Programm CADDIA und dem Projekt CD, um so den notwendigen Austausch mit den spezifischen Erfordernissen des gewerblichen elektronischen Datenaustausches zu gewährleisten.

Mit dem Beschluß 89/241/EWG vom 5. April 1989 (Amtsblatt Nr. L 97 vom 11.4.1989) hat der Rat den ursprünglichen Beschluß über TEDIS geändert, um die Kommission zu ermächtigen, Abkommen mit Drittländern, insbesondere mit Ländern der Europäischen Freihandelszone (EFTA) auszuhandeln, mit der Absicht, diese ganz oder teilweise am Programm zu beteiligen. Anschließend wurden sechs dieser Abkommen, die stillschweigend während der Laufzeit des zweiten TEDIS-Programms verlängert werden können, mit den EFTA-Ländern Österreich, Finnland, Island, Norwegen, Schweden und der Schweiz (Beschlüsse 89/689/EWG, 89/690/ EWG, 89/691/EWG, 89/692/EWG, 89/693/EWG und 89/694/EWG des Rates, Amtsblatt Nr. L 400 vom 30.12.1989) am 21. Dezember 1989 genehmigt. Diese Abkommen ermöglichten Unternehmen in jedem der beteiligten Länder sich unter den gleichen Bedingungen wie um Aufträge zu bewerben und diese auszuführen, die innerhalb der Gemeinschaft gelten.

Die Kommission hat dem Rat im Juli 1990 einen Bericht über die Aktivitäten des Programms unterbreitet.
Datensatznummer: 110 / Zuletzt geändert am: 1996-05-06