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Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Nachfolgeprogramm

FP3-MAST 2

Programmfinanzierung

EUR 50 million

Referenz zum Amtsblatt

L 200 von 1989-07-13

Rechtsrahmen

89/413/CEE von 1989-06-20
Um einen Beitrag zur Verbesserung der Kenntnisse über die Meeresumwelt, einer Verbesserung ihres Managements und einer erweiterten Fähigkeit zur Vorhersage von Veränderungen innerhalb der Umwelt auf der Grundlage der Kooperation mit nationalen und internationalen Programmen auf diesem Gebiet zu leisten. Des weiteren zur Förderung der Entwicklung neuer Technologien für die Erforschung, den Schutz und die Ausbeutung von Meeresressourcen.

Kurzbeschreibung

Teil des Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (1987-1991) unter Unteraktivität 7.1: "Meereswissenschaften und -technologie".

Dies ist das erste Gemeinschaftsprogramm auf diesem Gebiet. Andere Gemeinschaftsprogramme (z. B. Umweltschutz, Klimatologie und Naturgefahren, Fischereiwirtschaft, technologische Entwicklung im Kohlendioxid-Sektor, nichtnukleare Energie und einige andere Aktivitäten der Gemeinsamen Forschungsstelle) haben eine Auswirkung auf Themen im Bereich Meereswissenschaften und -technologie, es ist jedoch keines spezifisch auf die Meeresforschung ausgerichtet.

Unterteilung

Vier Teile:

- Grundlegende und angewandte Meereswissenschaften:
Zielen auf das Studium der Struktur, der Stabilität und Dynamik der Meeresumwelt, mit besonderem Bezug auf die Wasserqualität und Flora und Fauna und konzentrieren sich auf die Küstengewässer und die Mitgliedstaaten umgebenden Meeresgebiete;

- Wissenschaft und Technik betreffend Küstenzonen:
Befassen sich mit Problemen und Verfahren betreffend Küstenzonen, einschließlich des Küstenschutzes, und mit der Entwicklung besserer Designkriterien für Küstentechnik;

- Meerestechnologie:
Konzentriert sich auf die Unterstützung und die Entwicklung neuer Instrumentierung und die für die Förderung der Meereswissenschaft erforderliche generische Freigabetechnologie;

- Unterstützende Initiativen:
Zielen auf die Verbesserung der Koordination, Vermeidung der Arbeitsverdopplung, kostengünstigere Nutzung von Einrichtungen, Verbesserung der Fachausbildung, Unterstützung des Technologietransfers und Beiträge zur Vor-Standardisierung.

Ausführung

Die Kommission trägt mit Hilfe eines Beratenden Ausschusses, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten unter Vorsitz des Vertreters der Kommission zusammensetzt, die Verantwortung für die Durchführung des Programms durch Verträge mit Kostenbeteiligung, Studienverträge, Koordination von Projekten, Ausbildungsbeihilfen, Mobilitätszuschüsse und Verbreitung von Aktivitäten unter Berücksichtigung der erforderlichen Schutzregeln.

Teilnehmen können Industrieunternehmen (einschließlich kleine und mittlere Unternehmen), Forschungseinrichtungen, Universitäten, natürliche Personen oder alle Zusammenschlüsse davon, die in der Gemeinschaft ansässig sind. Begrüßt werden insbesondere Forschungsprojekte mit Kostenbeteiligung, die Forschungszentren (und/oder Universitäten) und die Industrie umfassen, und im Falle der Meerestechnologie sind diese obligatorisch. Im allgemeinen sind diese Projekte von Teilnehmern aus mehr als einem Mitgliedstaat auszuführen.

Im Anschluß an ein Auswahlverfahren basierend auf Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen werden Verträge mit Kostenbeteiligung vergeben. Die Gemeinschaft kann bis zu 50% der Gesamtkosten übernehmen, oder, wo Universitäten und Forschungsinstitute beteiligt sind, bis zu 100% der Grenzkosten. Die durch die Kommission abgeschlossenen Verträge bestimmen die Rechte und Pflichten jeder Partei, insbesondere Vereinbarungen über die Verbreitung, den Schutz und die Nutzung der Forschungsergebnisse.

Die Kommission ist bevollmächtigt, Vereinbarungen mit Nicht-Mitgliedstaaten und internationalen Organisationen abzuschließen, mit der Absicht, diese ganz oder teilweise mit dem Programm zu assoziieren. Die trifft insbesondere auf diejenigen Staaten zu, die an europäischer Kooperation auf dem Gebiet wissenschaftlicher und technischer Forschung (COST) beteiligt sind, und diejenigen, die Rahmenabkommen für wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft abgeschlossen haben. Wo solche Rahmenabkommen bestehen, können die in diesen Staaten gegründeten Organisationen und Unternehmen auf der Grundlage des gegenseitigen Nutzens Partner in einem Projekt werden, das im Rahmen des Projekts durchgeführt wird.

Die Kommission wird das Projekt während des zweiten Jahres der Implementierung einer Prüfung unterziehen und dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht vorlegen. Im Anschluß daran wird sie eine abschließende Evaluation der erzielten Ergebnisse vorlegen.
Datensatznummer: 117 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05