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  • Zweites Forschungsprogramm (EWG) im Bereich Medizin und öffentliches Gesundheitswesen, das sich aus vier mehrjährigen konzertierten Maßnahmen (1980-1984) zusammensetzte.

Vorheriges Programm

PRE-MHR 1C

Nachfolgeprogramm

PRE-MHR 3C

Programmfinanzierung

EUR 2,32 million

Referenz zum Amtsblatt

L 78 von 1980-03-25

Rechtsrahmen

80/344/EEC von 1980-03-18
Zur Optimierung der Fähigkeit und wirtschaftlichen Effizienz von Bemühungen der Mitgliedstaaten im Bereich Medizin und öffentliches Gesundheitswesen, zur Förderung der Forschung und Entwicklung durch Mobilisierung des Forschungspotentials einzelstaatlicher Programme und zur Verbesserung wissenschaftlicher und technischer Kenntnisse in diesem Bereich sowie zur Förderung ihrer effizienten Umsetzung in die Praxis.

Kurzbeschreibung

Dieses zweite sektorspezifische medizinische Forschungsprogramm wurde gemäß Verordnung des Rates vom 14. Januar 1974 (Amtsblatt Nr. C 7 vom 29.1.1974) über einen ersten Programmentwurf der Europäischen Gemeinschaften und über die Koordinierung einzelstaatlicher Politiken im Bereich Wissenschaft und Technologie durchgeführt, setzte sich aus vier konzertierten Maßnahmen zusammen und war das Nachfolgeprogramm der drei Beschlüsse des Rates 78/167/EWG, 78/168/EWG und 78/169/EWG (Amtsblatt Nr. L 52 vom 23.2.1978), die am 13. Februar 1978 als erstes Forschungsprogramm im Bereich der Forschung über Medizin und öffentliches Gesundheitswesen (1978-1981) verabschiedet worden waren.

Unterteilung

Vier konzertierte Aktionsprojekte:

- Ermittlung der Veranlagung zu Thrombose:
. Ermittlung der aktivierten Gerinnungsfaktoren und deren Reaktionsprodukte;
. Quantitative Analyse der Inhibitoren des Gerinnungssystems;
. Studien über die aktiven und hemmenden Komponenten des fibrinolytischen Systems;
. Studie der Thrombozyten;
. Pilotstudien in gut definierten Populationen nach Normung von Material und Methodik;

- Verständnis, Bewertung und Behandlung von Gehörschäden:
. Vergleichsstudien der Verhältnisse zwischen gewebspathologischen, funktionstechnischen und klinischen Daten bei Fällen von ausgeprägtem Gehörverlust;
. Entwicklung und/oder Verbesserung elektrophysiologischer Gehörfunktionsprüfungen;
. Verbesserung künstlicher auditiver Stimulierung;
. Mathematische Modellierung des normalen und des geschädigten Gehörs;

- Kriterien für die perinatale Überwachung:
. Definition bestimmter, hohem Risiko ausgesetzter Gruppen zwecks perinataler Überwachung;
. Bewertung und Verbesserung von bestehenden Verarbeitungsmethoden sowie von Methoden zur Überwachung;
. Erarbeitung gemeinsamer quantitativer Methoden zur Definition des Gesundheitszustands von Neugeborenen;
. Studien der Wechselwirkungen zwischen dem Gesundheitszustand Neugeborener und relevanten perinatalen, während der Wehentätigkeit ermittelten Parametern; Festlegung gemeinsamer Kriterien für die perinatale Überwachung;

- Gemeinsame Normen für quantitative Elektrokardiographie (EKG):
. Normung von EKG-Meßverfahren in quantitaver Form (durch Computer);
. Normung der diagnostischen Kriterien sowie der algorithmischen Dokumentation ihrer Anwendung;
. Einrichtung einer bescheidenen Pilotbibliothek von EKGs.

Ausführung

Mit Hilfe seitens COMAC, einem Ausschuß für konzertierte Aktion (je einem für die vier verschiedenen Projekte), war die Kommission für die Koordination der Forschung auf Gemeinschaftsebene zuständig.

Die Kommission war in der Lage, Verträge mit Nichtmitgliedstaaten abzuschließen, die an europäischen Kooperationsprojekten auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung (COST) teilnahmen, damit sie sich den Projekten anschließen konnten.

Die an diesen Projekten teilnehmenden Mitgliedstaaten tauschten die betreffenden Informationen aus und sandten ferner Informationen an die Kommission, die sich bei der Koordination nützlich erwiesen. Jährliche Fortschrittsberichte und ein abschließender Auswertungsbericht wurden von der Kommission den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament unterbreitet.
Datensatznummer: 122 / Zuletzt geändert am: 1996-02-09
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