Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Nachfolgeprogramm

FP3-DRIVE 2

Programmfinanzierung

EUR 60 million

Referenz zum Amtsblatt

L 206 von 1988-07-30

Rechtsrahmen

88/416/CEE von 1988-06-29
Förderung von Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Umweltschutz im Straßenverkehrsbereich innerhalb der Gemeinschaft durch Anwendung von Straßenverkehrsinformatik (RTI) und -telekommunikation.

Kurzbeschreibung

Bestandteil des Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (1987 - 1991) unter Teilaktivität 2.3: "Neue Dienste von gemeinsamem Interesse (einschließlich Verkehr)".

Das Programm fällt in zwei allgemeine Bereiche:
- Bereitstellung eines integrierten Straßenverkehrsumfeldes in ganz Europa, das alle Straßenverkehrsträger umfaßt;
- Beitrag zu einer konsequenten Entwicklung der Straßenverkehrsinformatik in Europa durch Bereitstellung eines genormten europäischen Inlandsmarktes als Grundlage für weltweite Expansion und somit weitere Förderung der europäischen Informationstechnologiebranche.

In Zusammenarbeit mit der Industrie und den öffentlichen Behörden konzentriert sich das Programm auf die Definition der infrastrukturellen und betrieblichen Voraussetzungen sowie auf die Entwicklung der für europaweite Infrastrukturen und Informationssysteme erforderlichen Spezifikationen, Protokolle und Normungen.

Dies umfaßt:
- Feststellung der besten Wahl für ein RTI-System sowie der besten Implementierungsstrategien;
- Zurverfügungstellung von Leitlinien für industrielle Produkte und regionale Infrastrukturen in Europa;
- Erarbeitung von Spezifikationen und Normungen, die der Industrie die Entwicklung der erforderlichen Bauteile ermöglichen;
- Durchführung von Pilotprojekten.

Das DRIVE-Programm verfolgt den Ansatz, einen optimalen Weg für vorselektierte RTI-Technologien und -Systeme zu finden und sich dann auf die Förderung der Implementierung in denjenigen Bereichen zu konzentrieren, für die ein öffentlicher Bedarf und entsprechende Vorteile festgestellt worden sind.

Das Programm enthält Gemeinschaftsaktivitäten, die für EUREKA-Aktionen insbesondere PROMETHEUS, EUROPOLIS und CARMINET - im Hinblick auf Normung und einheitliche funktionale Spezifikationen für die Entwicklung moderner Infrastruktursysteme relevant sind.

Unterteilung

Drei Bereiche:

- Technologien auf dem Gebiet der Straßenverkehrsinformatik (RTI):
Durchführung der zur Untersuchung der technischen und wirtschaftlichen Merkmale der relevanten Technologien erforderlichen Forschungs-, Prüf- und Experimentierarbeiten. Hierzu gehören DRIVE-spezifische Hardware- und Softwarethemen, darunter ermächtigende und unterstützende RTI-Technologien, RTI-Softwaretechnologien, Humanfaktor und Schnittstelle Mensch/Maschine sowie Fehlertoleranz;

- Auswertung der strategischen Optionen:
Drei Hauptaufgaben: Verfeinerung der Zielsetzung, speziell entwickelte Auswertungswerkzeuge zur Bewertung der Eignung verschiedener technologischer Optionen sowie Erarbeitung durchführbarer Szenarios, in die die zur Erfüllung der definierten Ziele geeigneten Technologieoptionen einbezogen sind;

- Spezifikationen, Protokolle und Normungsvorschläge:
Erarbeitung von Normungen für die verschiedenen Schnittstellen, Erstellung von Spezifikationen, Normungen und Protokollen sowie Entwurf von Leitlinien für die Formulierung von Vorschriften.

Ausführung

Die Durchführung wird überwacht von der Kommission mit Unterstützung seitens eines Ausschusses, der sich aus je zwei Vertretern aus den einzelnen Mitgliedstaaten zusammensetzt und unter dem Vorsitz eines Kommissionsvertreters steht. Die Kommission erarbeitet und aktualisiert bei Bedarf einen jährlichen Arbeitsplan, in dem die detaillierte Zielsetzung, die Projektarten und die durchzuführenden Aktivitäten festgelegt werden. Im Anschluß an Konsultationen mit dem Ausschuß legt die Kommission das Verfahren (einschließlich der Regeln zur Wahrung der Vertraulichkeit) für den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten, den Anbietern und der Kommission selbst fest.

Projektvorschläge werden in der Regel auf Ausschreibungen hin vorgelegt. Die Vorhaben sind als kostenteilige Verträge ausgestaltet. Die Gemeinschaft kann bis zu 50% der Gesamtaufwendungen oder, sofern Universitäten und Forschungsinstitute beteiligt sind, bis zu 100% der Grenzkosten übernehmen.

An jedem Projekt sollten mindestens zwei unabhängige Partner aus mindestens zwei Mitgliedstaaten beteiligt sein, wobei mindestens ein Partner ein Industrieunternehmen sein sollte. In die Vorhaben können Organisationen und Unternehmen aus denjenigen europäischen Drittländern einbezogen werden, mit denen Rahmenabkommen für wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit geschlossen worden sind. In verwandten Forschungsbereichen wurden Verfahren zur Zusammenarbeit mit COST-Aktionen eingerichtet.
Datensatznummer: 139 / Zuletzt geändert am: 1996-02-09
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