Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Nachfolgeprogramm

FP3-AIR

Programmfinanzierung

EUR 80 million

Referenz zum Amtsblatt

L 60 von 1989-03-03

Rechtsrahmen

89/160/CEE von 1989-02-23
Förderung einer effektiven Nutzung neuer biowissenschaftlicher und biotechnologischer Entwicklungen in Europa seitens Landwirtschaft und Industrie unter Berücksichtigung der Umweltsicherheit mit Hilfe von vorwettbewerblichen Forschungs- und technischen Entwicklungsvorhaben.

Kurzbeschreibung

Bestandteil des ersten Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (1987 - 1991) unter Teilaktivität 4.2: "Agroindustrielle Technologien"

Untersucht werden soll die Frage, wie eine engere Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Industrie zu einer erhöhten Wertschöpfung innerhalb des gesamten agroindustriellen Sektors führen kann. Im Rahmen der Studien wird sowohl die Entwicklung landwirtschaftlicher Erzeugnisse zur kommerziellen Nutzung durch die Industrie analysiert als auch die Möglichkeiten für neue Beiträge seitens der Industrie (z. B. im Bereich der Pestizide und Düngemittel), die der Landwirtschaft von Nutzen sein könnten. Erhaltung und Schutz der Umwelt werden dabei systematisch in Betracht gezogen.

Das Programm stellt eine logische Ergänzung der gemeinschaftlichen Forschungsprogramme auf dem Gebiet der Biotechnologie und der Landwirtschaft dar und fördert die Umsetzung der in diesen Bereichen gewonnen Resultate zur Erreichung der sozialen und ökonomischen Ziele der Gemeinschaft.

Unterteilung

Drei Bereiche:

- Bewertung, Tests und Erzeugung neuer Arten von Organismen:
Pilotversuche in angemessenem Umfang und unter diversen Bedingungen mit neuartigen oder modifizierten Arten oder Organismen (Pflanzen, Nutztiere etc.);

Industrielle Produkte und Dienstleistungen:
Präzisere und effektivere Beiträge für die Landwirtschaft; präzisere und effektivere Gewinnungs-, Umwandlungs- und Herstellungsverfahren;

- Integrierte Ansätze:
Entwicklung von Verfahren zur vollständigen Einbringung einer Nutzpflanzensorte; Studien und Entwicklungsprojekte zur integrierten Nutzung neuer Technologien.

Ausführung

Die Kommission, unterstützt von einem aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammengesetzten Beratungsausschuß, ist für die Umsetzung des Programms mit Hilfe kostenteiliger Forschung, Entwicklungsmaßnahmen und Koordinierungsvorhaben zuständig. Auch durch Ausbildungs-/Mobilitätsbeihilfen soll die Zusammenführung relevanten Fachwissens an den günstigen Projektstandorten und die Förderung einer effektiven Verbreitung der auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse ermöglicht werden.

Teilnahmeberechtigt sind in der Gemeinschaft ansässige industrielle und landwirtschaftliche Unternehmen - sowohl einzeln als auch in Form von Verbänden oder kooperativen Zusammenschlüssen - sowie Forschungsinstitute und Universitäten, jeweils allein oder in beliebiger Zusammensetzung. Forschungsinstitute und Universitäten sollten sich gemeinsam mit einer oder mehreren industriellen oder landwirtschaftlichen Organisationen beteiligen. Forschungsinstitute, die überwiegend oder vollständig von industriellen Organisationen finanziert werden, gelten als industrielle Partner.

Projektvorschläge werden auf Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen hin vorgelegt und basieren in der Regel auf der Teilnahme von mindestens zwei nicht im selben Mitgliedstaat ansässigen, voneinander unabhängigen Partnern. Jeder Vorschlag muß von einem Umweltverträglichkeitsbericht begleitet werden, in dem die möglichen Auswirkungen des Projektes auf den Menschen, auf Fauna, Flora, Böden, Wasser und Luft sowie das Zusammenspiel zwischen diesen Faktoren dargestellt sind. Darüber hinaus muß dieser Bericht eine Verpflichtungserklärung dahin gehend enthalten, daß die bereits bestehenden nationalen Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.

Bei Projekten, die auf kostenteiligen Verträgen beruhen, kann die Gemeinschaft bis zu 50% der Gesamtkosten, bei Beteiligung von Universitäten und Forschungsinstituten bis zu 100% der Grenzkosten übernehmen.

Die Kommission wird das Programm im dritten Umsetzungsjahr überprüfen und dem Europäischen Parlament sowie dem Rat einen entsprechenden Bericht vorlegen. Eine abschließende Bewertung der erzielten Resultate wird ebenfalls übermittelt werden.
Datensatznummer: 140 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05