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  • Von der Gemeinsamen Forschungsstelle durchgeführte, spezifische Forschungsprogramme (Euratom) - Kernbrennstoffe und Aktinide-Forschung -, 1988-1991

Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Vorheriges Programm

JRC-NUCFUEL 4C

Nachfolgeprogramm

JRC-NUCFUEL 6C

Programmfinanzierung

EUR 69 million

Referenz zum Amtsblatt

L 286 von 1988-10-20

Rechtsrahmen

88/522/Euratom von 1988-10-14
Verbesserung des wissenschaftlichen und technischen Wissenstands über die Kernspaltung und Untersuchung der Eigenschaften, der Risiken bei der Handhabung sowie der Möglichkeiten für die technologische Anwendung der schwersten Elemente des Periodensystems.

Kurzbeschreibung

Teil des Rahmenprogramms für Forschung und technische Entwicklung (1987-1991) unter Subaktivität 5.1: "Kernspaltung: nukleare Sicherheit".

Diese Tätigkeit bezieht sich auf die Programme für Umwelt- und Werkstofforschung und beinhaltet mehrere großangelegte Versuche, gemeinsame Studien des beobachteten Verhaltens von Anlagen im Einsatz, die Schaffung gemeinsamer Modelle sowohl für hypothetische Störfälle als auch für das sichere Management von nuklearem Material und Kernabfällen und Erforschung spezieller Kernelemente. Der Hochflussreaktor (HFR) des Instituts der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) in Petten bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für Tests und Versuche.

Die in Frage kommenden Aktivitäten entsprechen dem Artikel 4 des Euratom-Vertrags, der die Chemie und Metallurgie von Plutonium und anderen Transuranen als Gebiete bezeichnet, auf denen die Kommission Mittel für gemeinschaftliche Forschung bereitstellen sollte.

Unterteilung

Vier Themen:

- Sicherheitsstudien über Kernbrennstoffe:
Das Verhalten von Spaltstoffen aus Schwerwasserreaktoren unter normalen und abnormalen Reaktorbedingungen sowie die Verbesserung der Betriebseigenschaften fortgeschrittener Brennstoffe;

-Sicherheit des Kernbrennstoffzyklus und seine Wirkung auf die Umwelt:
Aktinidbildung im Reaktor und Einschätzung von Szenarios bei der Akkumulation niedriger Aktinide durch Annahme ihrer Umsetzung in schnellen Brütern oder in speziellen Reaktoren für niedrigere Aktinide;

- Aktinide-Forschung:
Die systematische Aufbereitung von Aktinidverbindungs-Einkristallen mit identischem Einkristallgefüge und die Herstellung neuer Verbindungen mit potentiell wesentlicher Bedeutung für Grund- und anwendungstechnische Forschung auf dem Gebiet der Werkstoffkunde;

- Aktinide-Informationszentrum:
Ein Wiederauffindungssystem für computergespeicherte bibliografische Angaben über Aktinide.

Ausführung

Die Kommission ist für die Durchführung dieses Programms zuständig. Dabei wird sie vom Gouverneursrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt.

Die Durchführung der Forschung erfolgt durch das Institut für Transurane in Karlsruhe.

Die Kommission gewährleistet regelmäßige Konsultationen mit den zuständigen Management- und koordinierenden, beratenden (CGC) und entsprechenden Ausschüssen im Hinblick auf die Sicherstellung der Koordinierung und des einheitlichen Vorgehens bei Aktionen unter Kostenteilung und GFS-Aktivitäten auf den gleichen Gebieten.

Vor dem 31. März jedes Jahres unterbreitet die Kommission einen Bericht über die Durchführung der Entscheidung.

Die von der GFS auf Grund der Entscheidung durchgeführten Forschungsarbeiten sind das Thema eines späteren Berichts über die Auswertung durch ein Gremium von unabhängigen Experten, das von der Kommission eingerichtet wird.

Die Berichte werden dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt.

Fachgebiete

Kernspaltung
Datensatznummer: 141 / Zuletzt geändert am: 1990-03-26
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