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Vorheriges Programm

IS-SPRINT 0

Nachfolgeprogramm

FP4-INNOVATION

Programmfinanzierung

EUR 109 million

Referenz zum Amtsblatt

L 112 von 1989-04-25

Rechtsrahmen

89/286/CEE von 1989-04-17
Zur Förderung von Innovation und Technologietransfer durch Stärkung der Innovationsfähigkeit der europäischen Hersteller im Hinblick auf die Vollendung des Binnenmarktes bis Ende 1992 durch Förderung des schnellen Vordringens der neuen Technologien und der Verbreitung der Innovationen im gesamten Wirtschaftsgefüge der Gemeinschaft und somit Steigerung der Effizienz und Kohärenz der bestehenden regionalen, nationalen oder gemeinschaftlichen Instrumente und Politiken auf diesem Gebiet.

Kurzbeschreibung

Das Programm ist nicht im Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (1987-1991) enthalten, obwohl es eng damit verbunden ist.

Bei der Durchführung des vorhergehenden SPRINT-Programms 1983-1988 hat sich gezeigt, daß zusätzliche Maßnahmen im Rahmen einer Gemeinschaftspolitik im Bereich von Innovation und Technologietransfer, insbesondere im Hinblick auf die Vollendung des Binnenmarktes bis Ende 1992, notwendig sind. Die genehmigten Maßnahmen beabsichtigen die Anregung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen und die Förderung der schnellen Anwendung der neuen Technologien, sobald sie verfügbar sind.

Innovation - mit ihrem Hauptinstrument, dem Technologietransfer Ausbildung, Forschung und Demonstration sind alle gegenseitig voneinander abhängig, wobei die Innovation das letzte Stadium im technologischen Entwicklungsprozeß darstellt. Die Gemeinschaft hat zwei Initiativen zur Unterstützung von Innovation und Technologietransfer als wichtige Elemente in die Umsetzung der anderen Gemeinschaftspolitiken integriert.

Unterteilung

Drei Aktionslinien:

- Verstärkung der europäischen Dienstleistungs-Infrastruktur für den Innovationsbereich:
. Verstärkung der innergemeinschaftlichen Netze für den Innovationsbereich:
Die Konsolidierung und Weiterentwicklung vorhandener Netze, die Errichtung neuer Netze, Verstärkung der innergemeinschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Schnittstellen Forschung-Industrie bzw. Hochschule-Industrie und zwischen Technologieparks und Gründerzentren und die Schaffung von Mechanismen für die Verknüpfung der verschiedenen Netze;
. Begleitmaßnahmen für die Netze:
Sensibilisierungs- und Informationsmaßnahmen, Förderungsaktionen und Know-How-Transfer im Bereich Innovationsmanagement, spezifische Instrumente zur Steigerung der Effizienz der Netze und die Einführung von Innovationen, die sich aus diesen Netzen ergeben;

- Unterstützung spezifischer Projekte für Innovationstransfer innerhalb der Gemeinschaft:
. Transnationale Projekte, die vor allem die industrielle Zusammenarbeit fördern und bei denen der Schwerpunkt auf der Anwendung neuer Technologien liegt;
. Begleitende Maßnahmen zur Sensibilisierung und Ausbildung des Personals der beteiligten Unternehmen;
. Die Bereitstellung von technischer Unterstützung für Unternehmen, vor allem kleine und mittlere Unternehmen, bei denen die Möglichkeiten zur Integration dieser Technologien bestehen;
. Unterstützung für die effektive Realisierung von Projekten;

- Verbesserung des Innovationsumfelds:
. Aufmerksame Beobachtung und Bewertung des Innovationsgeschehens in Europa;
. Verstärkung der Konzertierung zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission.

Ausführung

Die Kommission ist mit Unterstützung des Ausschusses für Innovation und Technologietransfer (CIT), der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommision den Vorsitz führt, für die Ausführung des Programms verantwortlich. Für die Durchführung des Programms wird die Kommission im allgemeinen das Verfahren des Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen anwenden. Sofern es sich nicht um Studien und Dienstleistungen handelt, müssen an den förderungswürdigen Projekten zumindest zwei Teilnehmer aus unterschiedlichen Mitgliedstaaten teilnehmen.

Die finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft wird den Besonderheiten der betreffenden Aktion angepaßt werden und kann in Form einer direkten oder indirekten Subvention, einer Eigenkapitalvorauszahlung sowie in jeder anderer angemessenen Form geschehen.

Die Vertragspartner der Kommission müssen im allgemeinen einen wesentlichen Teil der Finanzierung, nämlich mindestens 50% der Gesamtkosten, tragen, es sei denn, es handelt sich um Studien oder Leistungen der Kommission. Jedoch darf in Ausnahmefällen ein Beitrag der Gemeinschaft, der diesen prozentmäßigen Anteil übersteigt, nicht ausgeschlossen werde; dies gilt insbesondere dann, wenn die bei der Teilnahme an grenzüberschreitenden Aktivitäten auftauchenden spezifischen Probleme von Regionen im Entwicklungsrückstand bzw. im industriellen Niedergang berücksichtigt werden müssen.

Die Kommission sorgt für eine enge Kooperation zwischen dem Programm SPRINT und damit zusammenhängenden bzw. ergänzenden Gemeinschaftsinitiativen, die bereits bestehen oder sich in der Vorbereitungsphase befinden, damit Überschneidungen, insbesondere mit dem VALUE-Programm vermieden werden. Für die Programmdurchführung wird die Kommission auch auf im Rahmen anderer Gemeinschaftsaktionen eingesetzte Instrumente und beteiligte Organisationen zurückgreifen vor allem im Bereich der Regionalpolitik - um die Programmeffizienz und die Gesamtkohärenz zu verstärken.
Abschließend verbreitet die Kommission die Information über die in Ausführung dieser Entscheidung durchgeführten Maßnahmen in der ganzen Gemeinschaft.

Dreißig Monate nach Beginn der Durchführung des Programms übermittelt die Kommission dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß einen Evaluierungsbericht über die erzielten Ergebnisse. Anschließend wird ein Abschlußbericht vorgelegt.
Datensatznummer: 142 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05