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Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Vorheriges Programm

FP1-CLIMAT 3C

Programmfinanzierung

EUR 40 million

Referenz zum Amtsblatt

L 359 von 1989-12-08

Rechtsrahmen

89/625/CEE von 1989-11-20
Untersuchung historischer Klimaverhältnisse und der Klimaveränderung, Erkenntnisse über die dem Klimasystem zugrundeliegenden Mechanismen und die Auswirkungen des Klimas auf die Umwelt sowie Verbesserung der Hilfsmittel im Umgang mit seismischen Risiken.

Kurzbeschreibung

Bestandteil des Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (1987 - 1991) unter Teilaktivität 1.3: "Umwelt".

In Fortführung und Erweiterung des F&E-Programms für Klimatologie und natürliche Risiken (CLIMAT 3C, 1986 - 1990) stellt das Programm Material für die Beteiligung der Kommission an EUREKA-Projekten wie etwa EUROTRAC und EUROCARE zur Verfügung.

Unterteilung

Vier Forschungsbereiche:

- Historische Klimaverhältnisse und Klimaveränderung: Untersuchung der klimatischen Verhältnisse und klimatischen Veränderungen, die bestanden, als der Einfluß des Menschen nichtexistent oder vernachlässigbar gering war, um vertiefte Erkenntnisse über die Funktionsweise des klimatischen Systems abgesehen von den auf menschlichem Einfluß zurückzuführenden Änderungen zu gewinnen;

- Klimavorgänge und -modelle: vertiefte Erkenntnisse über die die verschiedenen Bestandteile des Klimasystems bestimmenden Mechanismen sowie deren Zusammenspiel, um bessere Voraussetzungen für Simulation und Vorhersage von Klimaveränderungen, insbesondere Änderungen infolge des Treibhauseffekts, zu schaffen;

- Klimaauswirkungen und klimabezogene Risiken: Erkenntnisse über die Folgen klimatischer und hydrogeologischer Faktoren und insbesondere der Klimaänderung für die verschiedenen Umweltbereiche in Europa (Meeresspiegel; Bodenund Wasserressourcen) sowie über das Auftreten risikoreicher Phänomene (Erdrutsche, Überschwemmungen und Brände in der Natur);

- Seismische Risiken: Entwicklung und Verbesserung der Mittel zur Vorhersage, Verhütung und Abschwächung seismischer Risiken in Europa, und zwar nicht nur in erdbebengefährdeten Gebieten, sondern auch in Gebieten mit geringerer Seismik, in denen jedoch mit hohem Risiko verbundene Einrichtungen (Industrieanlagen, Kraftwerke, Dämme usw.) vorhanden sind.

Ausführung

Die Kommission - mit Unterstützung des Beratenden Verwaltungs- und Koordinierungsausschusses (BVKA) Umwelt und Klimatologie - ist zuständig für die Programmdurchführung im Wege kostenteiliger Forschungsverträge, konzertierter Aktionen, Koordinierungsaktivitäten, Aufklärung und Schulung sowie Studien und Beurteilungen.

Das Programm steht in der Gemeinschaft ansässigen Universitäten, Forschungsorganisationen, Industrieunternehmen - einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen - sowie Privatpersonen jeweils allein oder in beliebiger Zusammensetzung offen. Kriterium für die Assoziation und Beteiligung von Drittstaaten, internationalen und nationalen Organisationen ist der gegenseitige Vorteil. Die Assoziation und Beteiligung europäischer Drittstaaten wird über die COST-Regelung sowie durch bilaterale Rahmenvereinbarungen mit EFTA-Ländern ermöglicht.

Die Laufzeit der finanzierten Vorhaben beträgt maximal 36 Monate. Die Projekte müssen in der Regel überstaatlich sein. Im Rahmen der wissenschaftlichen Leitung werden die Projekte bei entsprechender Eignung zunehmend nach Themen- oder Unterthemengruppen zusammengefaßt und von einem federführenden Vertragspartner geleitet, der die Arbeit der teilnehmenden Forschungsteams koordiniert.

Im dritten Jahr der Durchführung überprüft die Kommission das Programm und erstattet dem Europäischen Parlament sowie dem Rat einen entsprechenden Bericht. Zu einem späteren Zeitpunkt legt die Kommission eine abschließende Bewertung der erzielten Ergebnisse vor.

Fachgebiete

Meteorologie - Sicherheit
Datensatznummer: 149 / Zuletzt geändert am: 1990-03-26