Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Nachfolgeprogramm

PRE-TEXTILE 2C

Programmfinanzierung

EUR ,25 million

Referenz zum Amtsblatt

L 111 von 1975-04-30

Rechtsrahmen

75/266/CEE von 1975-04-14
Zur Senkung der Fertigungskosten in der Textilindustrie, zum Testen neuer Produktionsmethoden und neuer Fasern, zur Lösung bestimmter Umweltprobleme in diesem Industriezweig und zur Verbesserung von Verbraucherschutz und -sicherheit.

Kurzbeschreibung

Das Programm wurde im Rahmen des Ratsbeschlusses vom 14. Januar 1974 (Amtsblatt Nr C 7 vom 29.1.1974) über die Koordination einzelstaatlicher Politiken und die Definition von Projekten durchgeführt, die für die Gemeinschaft im Bereich Wissenschaft und Technologie von Interesse sind und stellte einen wesentlichen Schritt in der Entwicklung der Textilindustrie dar.

Die von der Textilindustrie durchgeführte Primärforschung hatte den Wert eines technologischen Forschungsprogramms demonstriert. Die Textilindustrie schloß sich dem Programm mit einem finanziellen Beitrag an, der zweimal so hoch wie der Beitrag der Gemeinschaft war.

Unterteilung

Drei Themen:

- Thermische Behandlung chemischer Fasern:
Optimierung von Fertigungsmethoden zur Verbesserung des Ertrags und der Qualität von Produkten, insbesondere bei kleinen und mittleren Textilunternehmen, die gewöhnlich nicht über die erforderlichen Forschungseinrichtungen verfügen:
. Strukturänderung bei chemischen Fasern;
. Änderungen infolge thermischer Behandlung beim Färben sowie in Bezug auf mechanische, physikalische und formtechnische Eigenschaften;

- Textilverarbeitung in organischen Lösungsmitteln:
. verminderte Wasserverschmutzung und Energieverbrauch, und Einsatz organischer Lösungsstoffe anstelle von Wasser bei Fertigungsmethoden:
. Faser-Lösungsmittel-Wechselwirkung;
. Fließkunde in Bezug auf das Lösungsmedium;
. Mechanische, physikalische, formtechnische und Oberflächeneigenschaften;

- Feuerfestmachen von Textilfasern (zellulosehaltig, Wolle, Polyamid, Polyacryl) oder durch Strahlungspfropfung:
Verbraucherschutz durch Verringerung der Flammbarkeit bei Kleidungsstücken und Haushalttextilien durch verschiedene Monomere von Vinyl oder Acrylgruppen, Epoxide und andere, halogen-, phosphor- oder stickstoffhaltige Verbindungen:
. Bestrahlung auf Pilotebene durch Elektronenbeschleuniger;
. Physikochemische Kontrolle feuerhemmender Textilien sowie Prüfung der Entflammbarkeit und Brennbarkeit gemäß Methoden und Normen, die von Mitgliedstaaten und bestimmten Drittländern festgelegt wurden.

Ausführung

Die Kommission war für die Umsetzung des Programms durch Verträge auf Kostenteilungsbasis zuständig. Erfindungen - ob patentierbar oder nicht - sowie Know-how, das sich aus der Programmumsetzung ableitete, unterlagen der Ratsverordnung (EWG) Nr 2380/74 (ABl. Nr L 255 20.09.1974), in der die Bedingungen für den Einsatz von Know-how festgelegt wurden, die für im Namen der EWG durchgeführte Forschungsprogramme gelten.
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