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Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Vorheriges Programm

FP1-BAP

Nachfolgeprogramm

FP3-BIOTECH 1

Programmfinanzierung

EUR 100 million

Referenz zum Amtsblatt

L 360 von 1989-12-09

Rechtsrahmen

89/621/CEE von 1989-11-27
Kennzeichnung der Eigenschaften lebender Zellen sowie Gewährleistung ihrer Nutzung in Landwirtschaft und Industrie im Interesse der Verbraucher durch beschleunigte Vorlage biotechnologischer Daten, Materialien und Verfahren, Erarbeitung von sicherheits- und regelungstechnischen Leitlinien sowie Schaffung kollaborativer, auf dem Gebiet der Biotechnologie leistungsfähiger Netze in der gesamten Gemeinschaft.

Kurzbeschreibung

Bestandteil des Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (1987 1991) unter Teilaktivität 4.1: "Biotechnologie".

Im Wege der Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedstaaten, anderen Gemeinschaftsprogrammen und einer Reihe konzertierter Aktionen, u. a. Verträglichkeitsstudien, regt die Kommission den effektiven Einsatz der Biotechnologie zur Erreichung der sozialen und wirtschaftlichen Ziele der Gemeinschaft und ihrer Mitgliedstaaten an.

Durch das erste und zweite Programm der Gemeinschaft auf diesem Gebiet (BEP, 1982 - 1986, und BAP, 1985 - 1989) wurde der Ausbau eines Netzes für Ausbildung und transnationale gemeinsame Forschung in Form von "Europäischen Laboratorien ohne Mauern" (ELWW) gefördert.

Unterteilung

Zwei Aktionen:

-Forschung und Ausbildung:
. Informationsinfrastruktur:
Kultursammlungen; Verarbeitung und Analyse bio(techno)logischer Daten;
. Grundlagentechnologien:
Proteinaufbau / Molekularmodellierung; Biotransformation; Genkarten; Genomsequenzen; neuartige Klonierungsverfahren;
. Zellbiologie:
Physiologie und Molekulargenetik industrieller Mikroorganismen; Grundlagenbiologie von Pflanzen und zugehörigen Organismen; Biotechnologie von Tierzellen;
. Pränormative Forschung:
Sicherheitsbeurteilungen im Zusammenhang mit der Freisetzung gentechnisch hergestellter Organismen und In-vitro-Bewertung der Toxizität und pharmakologischen Aktivität von Molekülen.

Die folgenden COST-Aktionen sind mit dieser Aktion assoziiert:
. Marine Primärbiomasse;
. In-vitro-Kulturen für die Reinigung und Vermehrung von Pflanzen;
. Verfahren zur frühzeitigen Erkennung und Diagnose von Pflanzenkrankheiten;
. Vesikular-arbuskulare (VA) Mykorrhizäen;
. Entwicklung von Impfstoffen gegen Kokzidiosis.

Konzertierung:
. Beobachtung der Forschung und Entwicklung, verbesserte Entwicklung der Biotechnologie in Europa, Verbreitung von Informationen sowie Beitrag zur verstärkten Einbeziehung kleiner Unternehmen.

Ausführung

Zuständig für die Durchführung des Programms ist die Kommission, die dabei von einem aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammengesetzten Beratungsausschuß unter Vorsitz des Kommissionsvertreters unterstützt wird.

Teilnahmeberechtigt sind in der Gemeinschaft oder unter bestimmten Voraussetzungen in den EFTA-Ländern ansässige Industrieunternehmen, Universitäten und Forschungsinstitutionen.

Die Ausbildungsaktionen werden durch Trainingsverträge durchgeführt, deren Kosten zu 100% von der Gemeinschaft getragen werden. Die Durchführung der Forschungsaktionen erfolgt im Wege kostenteiliger Verträge; in diesem Fall kann die Gemeinschaft bis zu 50% der Gesamtkosten bzw. - soweit Universitäten und Forschungsinstitutionen beteiligt sind - bis zu 100% der Grenzkosten übernehmen.

Es sind zwei Arten von überstaatlichen Forschungsprojekten vorgesehen:
- N-Vorhaben: zur Integration von Forschungsbemühungen in adaptierte Gemeinschaftsstrukturen (Europäische Laboratorien ohne Mauern (ELWW)) in Bereichen, in denen die Engpässe im wesentlich auf grundsätzliche Wissenslücken zurückzuführen sind. Der Beitrag der Gemeinschaft darf 400 000 ECU/Jahr pro Vorhaben nicht überschreiten;
- T-Vorhaben: zur Beseitigung der durch strukturelle und größenmäßige Beschränkungen bedingten Engpässe durch umfänglichen Einsatz von Fähigkeiten und Ressourcen. Der Beitrag der Gemeinschaft kann zwischen 1 - 3 Mio. ECU/Jahr pro Vorhaben betragen.

Die von der Kommission abgeschlossenen Verträge regeln die Rechte und Pflichten der Parteien, insbesondere die Verfahren für Verbreitung, Schutz und Nutzung der Forschungsergebnisse.

Die Kommission ist zum Abschluß von Vereinbarungen mit Drittstaaten und internationalen Organisationen befugt, um diese ganz oder teilweise mit konzertierten Aktionen im Rahmen des Programms zu assoziieren. Dies gilt insbesondere für Länder, die an der europäischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung (COST) teilnehmen, sowie für Länder, die Rahmenvereinbarungen zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft geschlossen haben. In Fällen, in denen derartige Rahmenvereinbarungen existieren, können die in den betreffenden Ländern ansässigen Organisationen und Unternehmen an im Rahmen des Programms durchgeführten Vorhaben teilnehmen.

Die Durchführung von COST-Aktionen erfolgt durch Veranstaltung von Treffen, Konsultation von Experten, Herausgabe von Publikationen, Forscheraustausch zwischen Laboratorien sowie durch Koordinierungsverträge.

Im dritten Jahr der Durchführung überprüft die Kommission das Programm und legt dem Europäischen Parlament sowie dem Rat einen Bericht vor, in dem sie die erforderlichen Vorschläge für Änderungen oder eine Verlängerung unterbreitet. Zu einem späteren Zeitpunkt wird eine abschließende Bewertung der erzielten Ergebnisse übermittelt.

Fachgebiete

Biotechnologie
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