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Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Nachfolgeprogramm

FP4-TRANSPORT

Programmfinanzierung

EUR 25 million

Referenz zum Amtsblatt

L 8 von 1991-01-11

Rechtsrahmen

91/11/EEC von 1990-12-21
Erhöhte Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit von Verkehrssystemen durch Konzentration auf ökonomische Effizienz, Sicherheit und Umweltverträglichkeit von Verkehr, insbesondere im Bereich schienengebundener Verkehrssysteme, des Straßen-, See- und Luftverkehrs.

Kurzbeschreibung

Als Bestandteil des Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (1987 - 1991) unter Teilaktivität 2.3: "Neue Dienste von gemeinsamem Interesse (einschließlich Verkehr)" stützt sich dieses erste gemeinschaftliche FTE-Programm auf dem Gebiet des Verkehrs auf die Ergebnisse der gemeinschaftlichen F&E-Programme zur Energieeinsparung und nichtnuklearen Energie. Ziel ist die optimale Nutzung von Verkehrsnetzen, die Optimierung der Logistik sowie die Verminderung schädlicher externer Auswirkungen; das Programm ist verbunden mit dem von Eurocontrol durchgeführten PHARE-Programm (Programm zur Harmonisierung der Forschung auf dem Gebiet der Luftverkehrslenkung), dem DRIVE-Programm, dem Luftfahrtbereich des BRITE/EURAM-Programms und dem THERMIE-Programm.

In der Vergangenheit gehörten die verkehrsbezogenen Projekte zunächst zu den gemeinschaftlichen Programmen zur Energieeinsparung und später zu den Programmen für nichtnukleare Energie (ENNONUC C), während die Forschungsarbeiten zur Energieeinsparung im Verkehrssektor Bestandteil des Demonstrationsprogramms für Energie (ENDEMO C) waren. Bisher ist jedoch nur ein Gemeinschaftsprogramm mit spezifisch verkehrsbezogener Zielsetzung und entsprechendem Rahmen umgesetzt worden, nämlich COST Aktion 301 für landgestützte Navigationshilfen für den Seeverkehr; die gemeinsam mit einigen Drittstaaten durchgeführte Aktion war ein guter Beitrag zu den Zusammenarbeitsbestrebungen auf diesem Gebiet.

Unterteilung

Drei Teilprogramme:

- Optimale Netzwerknutzung:
. Kosten-Nutzen- und Mehrkriterienanalyse für den Bau neuer Straßen;
. Europäisches Leitsystem für den Schienenverkehr;
. Entwurf und Bewertung eines Leitsystems für den Schiffsverkehr;
. Versuche auf dem Gebiet des automatisierten Luft/Boden-Datenaustausches für Luftverkehrsleitsysteme in Europa;
. Studie über die Bedeutung von Fluglotsen-Terminals in der Luftverkehrslenkung in Europa;

- Logistik:
. Ökonomisches Szenario und Vorausberechnung der Nachfrage im Frachtverkehr innerhalb der Gemeinschaft;
. Ökonomische und technische Forschung im Bereich des Güterverkehrs. Entwurf und Bewertung von Schnellverkehrssystemen;
. Optimierung menschlicher Arbeitsleistung im Seeverkehr: Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Seeverkehrs innerhalb der Gemeinschaft durch Einsatz moderner Technologie;
. Berücksichtigung von Humanfaktoren im Mensch-Schiff-System;

- Verminderung schädlicher externer Auswirkungen:
. Verbesserte Verfahren zur Bewertung der Verkehrssicherheit von Auto- und Containerzügen;
. Bewertung der Verkehrssicherheit möglicher Lastwagen-Anhänger-Gespanne.

Ausführung

Die Kommission - unterstützt von einem aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammengesetzten Ausschuß - ist verantwortlich für die Umsetzung des Programms mit Hilfe von kostenteiligen Forschungsverträgen, konzertierten Aktionen und Bewertungen. Teilnahmeberechtigt sind in der Gemeinschaft ansässige Universitäten, Forschungsorganisationen und Industrieunternehmen, einschließlich kleiner und mittlerer Firmen, sowie natürliche Personen jeweils einzeln oder in beliebiger Kombination. An den Projekten müssen mindestens zwei Partner aus mindestens zwei Mitgliedstaaten beteiligt sein. Die Assoziation und Beteiligung europäischer Drittstaaten wird durch das COST-Systems und durch bilaterale Rahmenabkommen mit EFTA-Staaten ermöglicht.

Bei kostenteiligen Verträgen übernimmt die Gemeinschaft je nach Art und Entwicklungsstand der Forschung in der Regel bis zu 50% der Gesamtausgaben bzw. bis zu 100% der Grenzkosten, falls Universitäten und Forschungsinstituten an dem Projekt beteiligt sind. In den von der Kommission abgeschlossenen Verträgen sind die Rechte und Pflichten der Parteien, einschließlich der Verfahren für Verbreitung, Schutz und Nutzung der Forschungsergebnisse, geregelt.

Am Ende des zweiten Umsetzungsjahres wird die Kommission eine Überprüfung des Programms vornehmen und die notwendigen Änderungen oder Verlängerungen vorschlagen. Anschließend führt die Kommission eine abschließende Bewertung der erzielten Ergebnisse durch. Beide Berichte werden dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt.

Fachgebiete

Verkehr - Sicherheit
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