Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Nachfolgeprogramm

ET-YFE 2C

Programmfinanzierung

EUR 15 million

Referenz zum Amtsblatt

L 158 von 1988-06-25

Rechtsrahmen

88/348/CEE von 1988-06-16
Die Förderung des Jugendaustauschs innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zugunsten einer wachsenden Zahl von Jugendlichen aus allen Mitgliedstaaten und mit jeder Art von sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Hintergrund und Hilfe für eine Verbesserung der Qualität und Diversifizierung des derartigen Austauschs bei gleichzeitiger Identifizierung von Wegen zur Überwindung der Hindernisse, die ihn erschweren könnten.

Kurzbeschreibung

Das Programm "Jugend für Europa" ist mit dem dritten gemeinsamen Programm zur Förderung des Austauschs junger Arbeitskräfte innerhalb der Gemeinschaft verbunden. Es ist vor allem dafür ausgelegt, die Teilnahme von Jugendlichen zu fördern, für die es am schwierigsten ist, an bestehenden Austauschprogrammen zwischen den Mitgliedstaaten teilzunehmen.

Der Begriff "Jugendaustausch" bezieht sich in diesem Zusammenhang auf mindestens einwöchige zwei und mehrseitige Austauschprogramme und mehrseitige Begegnungen, die auf der Grundlage gemeinsamer Vorhaben für Gruppen von Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren in einem anderen Mitgliedstaat als dem ihres Wohnsitzes durchgeführt werden und speziell geplant sind, um es ihnen zu ermöglichen, dadurch Fähigkeiten für ihr Erwachsenen- und Erwerbsleben zu entwickeln, daß sie einen besseren Einblick in das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben anderer Mitgliedstaaten gewinnen und ein Bewußtsein der europäischen Identität entwickeln.

Unterteilung

- Maßnahmen zur Verbesserung der direkten und indirekten Unterstützung für den Jugendaustausch:
. Finanzielle Unterstützung von Jugendaustauschmaßnahmen, die sich als kohärente Projekte in einen ausdrücklich pädagogischen Rahmen einfügen;
. Zuschüsse zu kurzen Studienaufenthalten von Jugendbetreuergruppen;
. Zuschüsse zur Schaffung und, in Ausnahmefällen, zum Ausbau von Jugendaustauschinfrastrukturen durch europäische Nichtregierungsorganisationen;
. Unterstützung bei der Einführung und Ausweitung spezifischer Tätigkeiten, die von kompetenten, für die Koordinierung und Durchführung des Programms auf nationaler Ebene zuständigen Einrichtungen durchgeführt oder finanziert werden;
. Unterstützung für die Ausbildung von Jugendbetreuern aus zwei oder mehreren Mitgliedstaaten im Hinblick auf eine bessere Organisation und Nutzung des Jugendaustauschs;

- Ergänzende Maßnahmen:
. Förderung der Kontakte zwischen den einzelstaatlichen Einrichtungen;
. Erleichterung der Erstellung und Verbreitung von Informationen und Dokumentationsmaterial;
. Förderung der Durchführung praktischer Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität der Jugendlichen in den Mitgliedstaaten;
. Bereitstellung der für die Durchführung von Zuschuß- und Beihilfeprogrammen erforderlichen technischen Sachkenntnis und Unterstützung.

Ausführung

Die Kommission, unterstützt durch einen Ausschuß mit beratender Funktion, der sich aus zwei Vertretern aus jedem Mitgliedstaat zusammensetzt, und durch das Büro für den Jugendaustausch der Europäischen Kommission, ist für die Durchführung des Programms mit Hilfe einer Reihe von Fördermaßnahmen für die Ausweitung des Jugendaustauschs zuständig. Diese Maßnahmen sind auf Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren sowie auf Jugendverbände, Jugendbetreuer, Nichtregierungsorganisationen, Behörden und alle sonstigen Stellen ausgerichtet, die bei der Förderung oder Durchführung des Jugendaustauschs mitwirken können.

Vorhaben müssen, um von der Gemeinschaft unterstützt zu werden, gemeinsamen Kriterien in bezug auf Qualität, Wirkung und Effizienz entsprechend den Zielsetzungen des Programms genügen. Die finanzielle Beteiligung an den Austauschmaßnahmen beträgt in der Regel nicht mehr als 50 % der anfallenden Gesamtkosten (Reise und Programm), sie kann jedoch in begründeten Fällen bis zu maximal 75 % betragen.

Die Kommission trägt dafür Sorge, daß das Aktionsprogramm und andere den Jugendaustausch betreffende Tätigkeiten der Mitgliedstaaten und der Gemeinschaft miteinander übereinstimmen und sich ergänzen. Jeder Mitgliedstaat bestimmt eine oder mehrere kompetente Einrichtungen, die für die Koordinierung, auf nationaler Ebene, der Durchführung des Programms zuständig ist bzw. sind.

Die Kommission unterbreitete dem Europäischen Parlament und dem Rat nach Ablauf des zweiten Jahres einen Bericht über die Durchführung des Programms.
Datensatznummer: 171 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05
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