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  • Aktionsprogramm (EWG) für die Berufsbildung Jugendlicher und zur Vorbereitung der Jugendlichen auf das Erwachsenen- und Erwerbsleben (PETRA), 1988-1992

Nachfolgeprogramm

ET-PETRA 2

Programmfinanzierung

EUR 43 million

Referenz zum Amtsblatt

L 346 von 1987-12-10

Rechtsrahmen

87/569/EEC von 1987-12-01
Den Mitgliedstaaten dabei zu helfen sicherzustellen, daß alle Jugendlichen nach Erfüllung ihrer Schulpflicht Zugang zu mindestens einem Jahr Berufsbildung haben und zur Verbesserung der Qualität, des Standards und der Vielfalt dieser Berufsbildung.

Kurzbeschreibung

Die grundlegenden Zielvorgaben der gemeinschaftlichen Berufsbildungspolitik, die im Beschluß des Rates 63/266/EWG vom 2. April 1963 (ABl. 63 vom 20.4.1963) dargelegt sind, weisen speziell auf die Notwendigkeit hin, die Voraussetzungen zu schaffen, die jedem eine angemessene Berufsbildung gewährleisten und jegliche nachteilige Unterbrechungen zwischen dem Abschluß der allgemeinen Schulbildung und dem Beginn der Berufsausbildung zu vermeiden. Dieses dritte Aktionsprogramm auf diesem Gebiet zielt darauf ab, Maßnahmen zu unterstützen und zu ergänzen, die von den Mitgliedstaaten im Sinne dieser Politik ergriffen werden. Das Programm richtet sich an alle Jugendlichen, die sich nach Abschluß der normalen Schulpflicht einer Berufsausbildung unterziehen wollen, sowie an Lehrer/Ausbilder, Verwaltungskräfte im Bildungswesen, Partner aus der Industrie sowie andere Akteure im Bereich Ausbildung und erstreckt sich auf das gesamte Feld der beruflichen Erstausbildung Jugendlicher in Schulen oder höheren Fachschulen, Lehren sowie andere Formen von Ausbildungsgängen und Vorbereitung auf das Berufsleben. Große Bedeutung wird der Entwicklung europäischer Zusammenarbeit und grenzüberschreitender Partnerschaft zwischen Berufsbildungs- und Schulungseinrichtungen verschiedener Arten beigemessen, einschl. des Austauschs von Jugendlichen und Mitarbeitern.

Unterteilung

- Europäisches Netzwerk von Berufsbildungspartnerschaften (ENTP):
Zur Entwicklung einer europäischen Dimension durch den Austausch von Jugendlichen und Mitarbeitern sowie durch gemeinsame Entwicklung von Kursen und Zertifikaten;

- YIPs (Youth Initiative Projects; Vorhaben mit Initiativen für Jugendliche):
Kleinere Projekte, bei denen Jugendliche eine wichtige Rolle bei der Planung und Lenkung von Aktivitäten spielen, die zu ihrer Berufsausbildung beitragen, insbesondere dadurch, daß sie ihre Unabhängigkeit, Kreativität und unternehmerischen Fähigkeiten entwickeln;

- Zusamenarbeit auf dem Gebiet der Forschung:
Zur Förderung - durch Studien und grenzübergreifende Partnerschaften - der Zusammenarbeit bei der Forschung über die Wirksamkeit von Berufsbildungspolitiken in den Mitgliedstaaten.

Ausführung

Die Kommission ist für die Umsetzung des Programms zuständig, wobei sie vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) unterstützt und von einer Gruppe von Koordinatoren der einzelstaatlichen Politiken beraten wird, die von den einzelstaatlichen Behörden ernannt werden. Finanzierung des Programms von 1988-1989 wurde durch die Mittel der Kommission für Berufsausbildung bereitgestellt. Seit 1990 wurde ein Teil der Finanzierung vom Europäischen Sozialfonds (ESF) getragen. Geldmittel für technische Unterstützung werden den weniger entwickelten Regionen der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt, damit sie sich in vollem Umfang beteiligen können.

Die Kommission veranstaltet Konferenzen mit führenden Persönlichkeiten aus den Mitgliedstaaten zur Überwachung der Umsetzung des Programms. Ein Zwischenbericht wurde dem Ausschuß für Berufsausbildung und dem Bildungsausschuß von der Kommission im März 1990 unterbreitet.
Datensatznummer: 172 / Zuletzt geändert am: 1990-11-23