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  • Entschließung (EGKS, EWG, Euratom) über Fortsetzung und Durchführung einer Umweltpolitik und eines Umweltaktionsprogramms der Europäischen Gemeinschaft, 1982-1986

Vorheriges Programm

ENV-ENVAP 2C

Nachfolgeprogramm

ENV-ENVAP 4C
Schutz der menschlichen Gesundheit, der Natur und der Umwelt sowie Gewährleistung einer guten Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, insbesondere durch Einführung qualitativer Erwägungen bei der Planung und Organisation wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungen.

Kurzbeschreibung

Der Gründungsvertrag der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) sieht in seiner durch die Einheitliche Europäische Akte abgeänderten Form die Entwicklung und Umsetzung einer gemeinschaftlichen Umweltpolitik vor und legt die dieser Politik zugrundeliegenden Leitlinien und Grundsätze fest.

Die Grundsätze und Ziele des erste Umweltaktionsprogramms der Gemeinschaft sowie eine allgemeine Beschreibung der auf Gemeinschaftsebene durchzuführenden Programme wurden am 22. November 1973 vom Rat der Europäischen Gemeinschaften und den Regierungsvertretern der Mitgliedstaaten im Rahmen einer Zusammenkunft des Rates beschlossen (Amtsblatt Nr. C 112 vom 20.12.1973). Dieses Programm wurde am 17. Mai 1977 (Amtsblatt Nr. C 139 vom 13.6.1977) aktualisiert, um die Kontinuität der bereits durchgeführten Projekte sicherzustellen und neue Aufgaben für den Zeitraum 1977 bis 1981 in Angriff zu nehmen.

Ursprünglich stellte die Kontrolle der Umweltverschmutzung und -belastung das Hauptziel der gemeinschaftlichen Umweltpolitik dar. Später verlagerte sich die Aufmerksamkeit auf die Vorbeugung. Dies führte zu dem Ansatz des dritten Aktionsprogramms (1982-1986).

Unterteilung

Prioritätsbereiche:

- Einbindung der Umweltdimension in andere Politiken;

Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung;

- Vermeidung von Umweltverschmutzung und -belastung auf dem Hintergrund eines Ansatzes, den Übergriff von Belastungen von einem Umweltbereich auf den anderen zu vermeiden, in folgenden Bereichen:
. Bekämpfung von Luftverschmutzung, u. a. durch Umsetzung der Richtlinie 80/779/EWG des Rates vom 15. Juli 1980 über Luftqualitätsgrenzwerte und Richtwerte für Schwefeldioxid und Schwebstoffe (Amtsblatt Nr. L 229 vom 30.8.1980);
. Bekämpfung von Frischwasser- und Meeresverschmutzung, u. a. durch Umsetzung der Richtlinie 76/464/EWG des Rates vom 4. Mai 1976 über die Verschmutzung durch bestimmte gefährliche, in die aquatische Umwelt der Gemeinschaft eingelassene Substanzen (Amtsblatt Nr. L 129 vom 18.5.1976) und der Richtlinie 78/176/EWG des Rates vom 20. Februar 1978 über Abfälle der Titandioxid produzierenden Industrie (Amtsblatt Nr. L 54 vom 25.2.1978), sowie durch das Aktionsprogramm der Gemeinschaft vom 26. Juni 1978 zur Kontrolle und Verminderung der Umweltverschmutzung durch auf See eingeleitete Kohlenwasserstoffe (Amtsblatt Nr. C 162 vom 8.6.1978);
. Bekämpfung der Bodenverschmutzung;

Umweltschutz im Mittelmeerraum;

- Lärmbelastung, insbesondere Lärmbelastung durch Verkehrsmittel;

- Bekämpfung grenzüberschreitender Umweltverschmutzung;

Gefährliche chemische Substanzen und Präparate;

- Abfallbewirtschaftung, einschließlich Aufbereitung, Recycling und Wiederverwendung insbesondere giftiger und gefährlicher Abfallstoffe;

- Förderung der Entwicklung sauberer Technologien;

Schutz von Zonen, die für die Gemeinschaft von besondere Bedeutung und ökologisch besonders anfällig sind;

- Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern in Fragen des Umweltschutzes.

Ausführung

Die Durchführung des Aktionsprogramms war Aufgabe der Kommission, die dabei eng mit Industrie, Gewerkschaften und interessierten Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeitete.
Datensatznummer: 177 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05