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Vorheriges Programm

OTH-MEDIA 0

Nachfolgeprogramm

OTH-MEDIA 2

Programmfinanzierung

EUR 200 million

Referenz zum Amtsblatt

L 380 von 1990-12-31

Rechtsrahmen

90/685/CEE von 1990-12-21
Unterstützung beim Aufbau eines europäischen audiovisuellen Bereichs; Förderung und Erhöhung der Kapazität der europäischen Produzenten von Filmen und audiovisuellen Programmen; Intensivierung des internen europäischen Austauschs von Filmen und audiovisuellen Programmen, Förderung europäischer Produktions- und Vertriebsunternehmen, damit diesen einen größeren Anteil am Weltmarkt erringen können, sowie Förderung und Steigerung des Werts neuer europäischer Kommunikationstechnologien auf dem Gebiet der Produktion und des Vertriebs von audiovisuellem Material.

Kurzbeschreibung

Dieses Aktionsprogramm beruht auf dem Streben nach Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds für die audiovisuellen Industrien, damit diese auf den Vollzug des Binnenmarkts vorbereitet sind. Es handelt sich um Folgeprojekte auf Pilotprojekte, die unter der Überschrift "MEDIA" zusammengefaßt wurden. Diese Projekte stellten auf die Untersuchung möglicher Wege für die wirtschaftliche Unterstützung der europäischen Film- und Fernsehindustrie ab. Die Projekte ihrerseits beruhten auf einen Konsultationsvorgang, der gemeinsam mit der audiovisuellen Industrie durchgeführt wurde (1987).

Das Aktionsprogramm von 1991-1995 muß gewährleisten, daß die sich aus der Erprobungsphase ergebenden Leistungen und Leitlinien in ausreichendem Umfang Früchte tragen, und daß gegebenenfalls eine weitere Unterstützung durch Zusammenarbeit mit Audiovisual EUREKA erfolgt.

Unterteilung

- Distributionsmechanismen:
. Distribution von Filmen in Kinos;
. Distribution über Videokassetten;
. Unterstützung von mehrsprachigen Fernsehprogrammen;
. Entwicklung von Märkten und Unterstützung für die Verbreitung der Werke unabhängiger Produzenten;

- Verbesserung der Produktionsbedingungen:
. Entwicklung der Produktion;
. Restrukturierung der Trickfilmindustrie;
. Anwendung neuer Technologien, insbesondere europäische Technologien bei der Produktion von Programmen;
. Leistung eines Beitrags zur Einrichtung eines "zweiten Markts", insbesondere unter Verwendung von Archivmaterial;

- Förderung von finanziellen Investitionen:
Ermutigung der Einrichtungen oder Entwicklung von Strukturen zur Mobilisierung und Förderung von Kapitalinvestitionen (Media-Venture, Euro-Media-Garantie, Investment-Pools usw.);

- Verbesserung der wirtschaftlichen und kommerziellen Management-Möglichkeiten von Mitgliedern der Berufe;
. Verfolgung und Diversifizierung der Maßnahmen europäischer audiovisueller Unternehmer/EAVE zur Förderung der Ausbildung junger Produzenten im Hinblick auf den großen Markt;
. Entwicklung gemeinsam mit einzelstaatlichen Institutionen von weiteren Ausbildungsmaßnahmen, insbesondere unter Koordinierung der Medien-Ausbildungsstätten als Reaktion auf die wirtschaftlichen und kommerziellen Probleme der Berufstätigen auf dem audiovisuellen Sektor auf europäischer Ebene;

- Entwicklung des Potentials in Ländern mit geringerer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit beschränktem geographischen bzw. Sprachraum;

- Teilnahme an audiovisuellen EUREKA-Projekten aufgrund von Synergiewirkungen:
. Ein erweitertes gemeinschaftliches Aktionsprogramm zur Einbeziehung neuer Partner;
. Die Gemeinschaft als Partner audiovisueller EUREKA-Projekte.

Ausführung

Die Kommission ist für die Realisierung des Aktionsprogramms zuständig. Dabei wird sie durch einen beratenden Ausschuß unterstützt, der aus von den Mitgliedstaaten benannten Vertretern besteht, der unter dem Vorsitz eines Vertreters der Kommission steht.

Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Beteiligung der Gemeinschaft an audiovisuellen EUREKA-Projekten geschenkt. Des weiteren kann die Gemeinschaft einen Beitrag zur Förderung der Kooperation mit Mitgliedern der audiovisuellen Berufe in den mittel- und osteuropäischen Ländern leisten. Die Kommission leistet einen Beitrag zu den Kosten für das audiovisuelle EUREKA-Sekretariat und zur Einrichtung des europäischen audiovisuellen Observatoriums.

Vertragspartner der Kommission müssen einen wesentlichen Anteil der Finanzierungsmittel und mindestens 50 % der Gesamtkosten selber aufbringen.

Nach einer Laufzeit des Programms von zwei Jahren und innerhalb von sechs Monaten vor dem Ende dieser Zeit ist die Kommission nach einer entsprechenden Beratung mit dem Beratungsausschuß verpflichtet, einen Bericht über die erzielten Ergebnisse vorzulegen, der erforderlichenfalls von entsprechenden Vorschlägen zu begleiten ist.

Nach Beendigung des Programms erstellt die Kommission einen Bericht über die Durchführung und die Ergebnisse des Programms.
Beide Berichte sind dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß zu unterbreiten.
Datensatznummer: 206 / Zuletzt geändert am: 1996-03-04