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  • Viertes Forschungsprogramm (EGKS) "Technische Kontrolle von Erschwernissen und Schadstoffen am Arbeitsplatz und in der Umgebung von Hüttenwerken", 1979-1983

Vorheriges Programm

ECSC-WORKENV 3C

Nachfolgeprogramm

ECSC-WORKENV 5C

Programmfinanzierung

EUR 15 million
Verbesserung der Umgebungs- und Arbeitsbedingungen in Hüttenbetrieben und Gewährleistung, daß offizielle Anforderungen hinsichtlich dieser Bedingungen eingehalten werden, wobei jedoch die Wettbewerbsfähigkeit nicht beeinträchtigt werden darf, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben und Rohmaterial sowie Energie konserviert werden.

Kurzbeschreibung

Gemäß den Bestimmungen von Artikel 55 des Vertrags über die Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) ist die Kommission verpflichtet, technische und Wirtschaftsforschung hinsichtlich der Produktion und besseren Nutzung von Kohle und Stahl sowie der Arbeitssicherheit in der Kohle- und Stahlindustrie zu unterstützen. Die Mittel hierzu stammen aus Abgaben auf die Produktion von Kohle und Stahl gemäß den Bestimmungen von Artikel 49 des EGKS-Vertrags.

Während die ersten Projekte auf dem Gebiet der technischen Eindämmung der Schadstoffe in der Eisen- und Stahlindustrie hauptsächlich auf Probleme der Verschmutzung der Luft abstellten, erfolgte im dritten Programm (1974-1978) eine Erweiterung zur Einbeziehung der Probleme der Behandlung von Abfällen und flüssigen Abwässern. Im Rahmen des vierten Programms (1979-1983) wurden die Forschungsarbeiten auf den gleichen Gebieten weitergeführt, jedoch wurde das Programm wiederum erweitert und zog jetzt auch Lärm, Umwelteinflüsse sowie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz mit ein. Gleichzeitig wurden auch die allgemeinen Ziele jetzt mit einbezogen, die die Eisen- und Stahlindustrie in regelmäßigen Zeitabständen gemäß den Vorgaben des EGKS-Vertrags festlegt.

Einzelheiten über die Einrichtung des vierten Programms wurden im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht (Nr. C 147 vom 13.6.1979).

Unterteilung

- Koksöfen:
Verbesserung bestehender Anlagen mit dem Schwerpunkt auf der Reduzierung der Emission von Schadstoffen und der Behandlung von Abwässern;
- Sinterung von Eisenerzen:
Reduzierung der Emission von Schadstoffen von Sinteranlagen;
Hochöfen:
Reduzierung der sekundären Staubemission beim Abstechen, Reduzierung des Lärms bei der Umschaltung von Winderhitzern, der Beaufschlagung von Hochöfen und beim Abblasen sowie Verbesserung beim Transport von Wasser, Staub, Aufschlämmungen und Schlacke;
- Schmelzbetrieb:
Besondere Berücksichtigung von Arbeitsgängen wie der Entschwefelung von Roheisen, Durchführung zusätzlicher Arbeiten über die Lärmdämmung in Elektroöfen und Steigerung des Anteils von wiederverwendbarer Schlacke aus dem Schmelzbetrieb;
- Walzwerke:
Reduzierung der Emission von bekannten Schadstoffquellen, d.h. Wärmeöfen, Flämmvorrichtungen, Schleif- und Beizanlagen sowie von bestimmten Sekundärquellen wie z.B. Ölnebel;
- Meßtechnik:
Verbesserung der Methoden für die ständige Messung von Schadstoffen, Anpassung von vorhandenen Methoden an die Bedürfnisse der Eisen- und Stahlindustrie sowie Harmonisierung von Meßmethoden zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit der Ergebnisse.

Ausführung

Die Kommission war die Durchführung des Programms verantwortlich. Dabei wurde sie von drei beratenden Ausschüssen unterstützt: dem Forschungsausschuß, dem Ausschuß der Produzenten und der Arbeitskräfte über industrielle Sicherheit und Arbeitsmedizin und dem Ausschuß der Regierungsexperten.

Die Durchführung von Projekten mit einer Laufzeit von zwei und gelegentlich drei Jahren erfolgte in der Regel durch Forschungsinstitute der Kohle- und Stahlindustrie. Die gemeinschaftliche finanzielle Unterstützung beschränkte sich im allgemeinen auf 75 % der direkten Kosten der Projekte. Angaben über die Projekte und zusammenfassende Abschlußberichte wurden in Euro-Abstracts veröffentlicht. Außerdem waren komplette Abschlußberichte auf Antrag bei der Kommission erhältlich.
Datensatznummer: 211 / Zuletzt geändert am: 1996-07-18