Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Vorheriges Programm

ECSC-COALRES 4C

Nachfolgeprogramm

ECSC-COALRES 6C

Programmfinanzierung

EUR 103,9 million

Referenz zum Amtsblatt

C 165 von 1985-07-04

Rechtsrahmen

85/C165/07
Lösung der technischen und wirtschaftlichen Probleme der gemeinschaftlichen Kohleindustrie durch umfassende Anwendung wissenschaftlicher und technischer Ergebnisse (Mechanisierung, Automatisierung), Studie und Nutzung neuer Methoden, Ausrüstungen und Anlagen sowie Verbesserung vorhandener Prozesse, Arbeitsmethoden und Technologien für den Kohlebergbau, die Ertüchtigung und die Nutzung.

Kurzbeschreibung

Gemäß Artikel 55 des Vertrags über die Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) hat die Kommission die Verpflichtung zur Förderung technischer und wirtschaftlicher Forschung betreffend die Produktion und Steigerung der Nutzung von Kohle. Mit diesem Ziel gewährt die Gemeinschaft bereits 1958 finanzielle Unterstützung und seit 1967 werden hierfür in regelmäßigen Zeitabständen mittelfristige Leitlinien festgelegt. Die Finanzierungsmittel für diese Unterstützung stammen aus Abgaben gemäß Artikel 49 des EGKS-Vertrags, die auf die Produktion von Kohle und Stahl erhoben werden.

Die Leitlinien für 1986-1990 entsprachen der gemeinschaftlichen Energieforschungspolitik. Eines der Ziele dieser Politik war die Gewährleistung, daß die gemeinschaftlichen Energieressourcen, insbesondere die Steinkohleressourcen, auf die wirtschaftlichste Art und Weise genutzt werden, so daß die Abhängigkeit von Energieimporten auf ein Mindestmaß beschränkt werden kann. Die hiermit verbundenen Programme waren die EGKS-Programme für Sicherheit im Bergbau, Eindämmung der Lärm- und Schadstoffbelastung am Arbeitsplatz durch technische Maßnahmen, das technische Stahl-Forschungsprogramm, das fünfte Programm über Ergonomie in der Stahl- und Kohleindustrie, die EWG-Programme auf dem Gebiet der nichtnuklearen Energie (einschließlich eines Subprogramms über die Benutzung von festen Brennstoffen) sowie das EWG-Programm für Demonstrationsprojekte auf dem Gebiet der Energie (mit Projekten für den Einsatz von festen Brennstoffen).

Unterteilung

Forschungsgebiete:

- Techniken des Bergbaus:
. Streckenvortriebsysteme:
Einschußzündung und andere Ausschachtverfahren, mechanische Ausschachtungsmethoden, moderne Technologien, Streckenabstützung, Abteufen von Schächten und Bohren mit großem Durchmesser;
. Schlagwetter, Lüftung, Wetter:
Entgasung, Lüftung, Bergwerkwetter;
Arbeitsmethoden und Verfahren für die Kohlegewinnung:
Kohlegewinnungsverfahren, insbesondere Arbeitsbedingungen, Vor-Ort-Ausrüstungen, moderne Technologien, Verhiebe;
. Bergwerk-Infrastrukturen:
Förderung von Produkten, Materialtransport, Mannschaftsfahrung, Ver- und Entsorgung, moderne Technologien;
. Modernes Management:
Schürfmethoden, Einsatzplanung, Betriebsplanung, Bergwerkmanagement, Kommunikation;

- Produktaufwertung:
. Produktaufbereitung und Transport:
Kohleaufbereitung, Kohletransport und Kohleförderung, Rückstände;
. Verkoken von Kohle:
Grundsätzliche Untersuchungen, Konditionieren der Kohlemischung vor dem Chargieren, Entwicklung von Koksöfen, Nebenprodukten und Energie, neue Methoden für die Brikettierung und Produktion von Koks aus Steinkohle und Braunkohle, Probleme des Umweltschutzes;
. Kohleaufwertung:
Physikalisch-chemische Basen, Vergasung und Verflüssigung, neue Prozesse und Produkte, Umweltschutz.

Ausführung

Mit Zustimmung des Rats und nach Abstimmung mit dem EGKS-Beratungsausschuß, der sich aus Vertretern der Kohle- und Stahlindustrie der einzelnen Mitgliedstaaten zusammensetzt, genehmigte die Kommission finanzielle Unterstützung für einzelne Forschungsprojekte. In der Regel leistete die Kommission einen Beitrag in Höhe von ca. 60 % des geschätzten Gesamtaufwands für die Finanzierung der Projekte. Alle Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Einzelpersonen, die an Forschung auf den Gebieten interessiert sind, die in den Leitlinien für die mittelfristige technische Kohleforschung von 1986-1990 festgelegt sind, können die Teilnahme beantragen. Anträge sollten dabei bis zum 1. September eines Jahres vorliegen, um im folgenden Jahr wirksam zu werden. Das Verfahren für die Antragstellung sowie die Bedingungen und Bestimmungen für die Unterstützung sowie Angaben über die Verpflichtungen hinsichtlich der Verbreitung der Forschungsergebnisse wurden in einer Mitteilung der Kommission verbreitet (Amtsblatt Nr. C 159 vom 24.6.1982).

Fachgebiete

Fossile Brennstoffe
Datensatznummer: 216 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05