Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Nachfolgeprogramm

ECSC-ERGONOM 6C

Programmfinanzierung

EUR 15 million

Referenz zum Amtsblatt

C 270 von 1985-10-22

Rechtsrahmen

85/C270/11
Beantwortung von Fragen der ergonomischen Gestaltung mit Bedeutung für die Sicherheit in Teilen der EGKS-Industrien, die technologische Änderungen durchmachen; Leistung eines weiteren Beitrags zur Gesundheit und Sicherheit durch bessere ergonomische Gestaltung in den Bereichen, die weniger stark durch neue Technologien beeinflußt werden, und Umsetzung der Ergebnisse vorhergegangener EGKS-Ergonomie-Programme in der täglichen Praxis der verschiedenen Funktionen in diesen Industrien auf dem Gebiet der Gesundheit, Sicherheit und Beschaffung sowie bei der Konstruktion und Fertigung der Ausrüstungen dieser Industrien.

Kurzbeschreibung

Gemäß Artikel 55 des Vertrags über die Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) hat die Kommission die Pflicht zur Förderung technischer und wirtschaftlicher Forschung auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit in den Kohle- und Stahlindustrien. Die Mittel für diese Unterstützung stammen aus Abgaben, die gemäß Artikel 49 des EGKS-Vertrags auf die Produktion von Kohle und Stahl erhoben werden.

Dieses fünfte EGKS-Ergonomie-Programm für die Kohle- und Stahlindustrien baute auf den Ergebnissen des vorhergegangenen Programms (1980-1984) auf, das sich auf automatisierte Systeme, Schweranlagen und -ausrüstungen, Schutzkleidung und -ausrüstungen sowie Beleuchtungsanlagen unter Tage konzentrierte. Wie sein Vorgänger, wurden bei diesem Programm die vier Mitgliedstaaten mit Kohlebergbau und die acht Mitgliedstaaten mit Stahlindustrie einbezogen. Das während des vierten Programms eingerichtete Netz von einzelstaatlichen ergonomischen Teams setzte die Koordinierung gemeinschaftlicher Ergonomie-Projekte in den einzelstaatlichen Industriebetrieben fort; ebenso wurde die Verbindung mit anderen einzelstaaltlichen Teams und dem Programmauschuß der wissenschaftlichen Experten auf gemeinschaftlicher Ebene mit der Unterstützung einer zentralen Stelle für die Koordinierung und Verbreitung von Informationen fortgesetzt.

Unterteilung

- Ergonomie und technische Entwicklung:
Reduzierung des Sicherheitsrisikos bei mangelnder "Mensch-Maschine"-Verträglichkeit durch Beseitigung von Problemen bei der Konstruktion von Hardware- und Software-Systemen, Beeinflussung der physikalischen Arbeitsumgebung, Beeinflussung der Arbeitsorganisation und der Planung sowie Auswertung der Ausbildung der Arbeitskräfte;

- Produktionsanlagen und Ausrüstungen:
Unterstützung der Studie und der Bestimmung der ergonomischen Erfordernisse von Arbeitsgängen unter Einsatz von konventionellen technischen Anlagen und Ausrüstungen mit dem Ziel der Verbesserung der Arbeitsbedingungen;

- Spezifische Themen:
Drei Themen von besonderer Bedeutung für die Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit in den EGKS-Industrien:
. Risiken durch biomechanische Schäden:
Unterstützung der Studie, Entwicklung und Auswertung der ergonomischen Erfordernisse bei der Konstruktion von Ausrüstungen und Werkzeugen mit dem Ziel der Reduzierung von Unfällen und Verletzungen der Wirbelsäule und des Muskelapparats;
. Gehörschutz und Sprachkommunikation:
Unterstützung der weiteren Studie, Entwicklung und Auswertung der ergonomischen Anforderungen an die Konstruktion von Gehörschutz und hiermit verbundenen Kommunikationssystemen;
. Beleuchtung unter Tage im Bergbau;
Unterstützung von Studien für die Definition der Erfordernisse eines ergonomischen Standards für die Konstruktion von Untertagebeleuchtung im Bergbau;

- Die Entwicklung von Ergebnissen:
Unterstützung von Maßnahmen zur Gewährleistung der Verbreitung und Anwendung der Ergebnisse vorhergegangener Ergonomieprogramme durch das Medium des gemeinschaftlichen Büros für Informationen und Koordinierung von Ergonomie-Aktionen.

Ausführung

Die Kommission war für die Durchführung dieses Programms verantwortlich. Dabei wurde sie vom Ausschuß der Produzenten und Arbeitskräfte für Arbeitssicherheit und Medizin, von einem Ausschuß von Regierungsexperten sowie einem "fünften EGKS-Ergonomie-Programm-Ausschuß wissenschaftlicher Experten" unterstützt. Letzterer setzte sich aus Vertretern aller einzelstaatlicher Ergonomieteams in den Kohle- und Stahlindustrien zusammen. Die Koordinierung der Forschungsanstrengungen wurde vom Ausschuß der wissenschaftlichen Experten übernommen, der hierzu Arbeitsgruppen für die einzelnen Programmthemen bildete. Die Verbreitung wichtiger Ergebnisse und Angaben über neuerere Entwicklungen in den relevanten Sektoren dieser Industrien erfolgte über ein von diesem Ausschuß, den einzelstaatlichen Ergonomie-Teams und dem gemeinschaftlichen Ergonomie-Aktionsbüro für Informationen und Koordinierung eingerichtetes Netz.
Datensatznummer: 222 / Zuletzt geändert am: 1996-07-18