Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Vorheriges Programm

ECSC-STEELDEM 1C

Nachfolgeprogramm

ECSC-STEELDEM 3C

Programmfinanzierung

EUR 32,2 million

Referenz zum Amtsblatt

C 317 von 1987-11-28

Rechtsrahmen

87/C317/03
Bestimmung der Durchführbarkeit innovativer Technologien auf dem Gebiet der Stahlforschung durch Pilot- und/oder Demonstrationsprojekte bis zum Einsatzstadium.

Kurzbeschreibung

Dieses zweite Programm von Pilot- und Demonstrationsprojekten auf der Basis von Artikel 55 des Vertrags über die Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) ergänzt die Stahlforschungsmaßnahmen, die in den mittelfristigen Leitlinien für technische Stahlforschung für 1986-1990 festgelegt wurden (Amtsblatt Nr. C 294 vom 16.11.1985). Besondere Aufmerksamkeit wird der Entwicklung von Stellen von überlegener Qualität gewidmet sowie von fortgeschrittenen Verarbeitungsverfahren, damit sich der Stahl weiterhin gegen konkurrierende Werkstoffe wie Kunststoffe behaupten kann, sowie zur Erweiterung der Anwendungs- und Nutzungsgebiete von Stahl.

Das Pilotstadium wird durch den Bau, den Betrieb und die Entwicklung einer Anlage charakterisiert, bei denen ein wesentlicher Teil der Anlage eine ausreichende Kapazität unter Einsatz geeigneter großer Bauteile verfügt. Ziele sind die Bestätigung der Durchführbarkeit eines theoretischen oder Laborkonzepts und/oder die Verbesserung der Zuverlässigkeit der technischen und wirtschaftlichen Daten, die für die Weiterführung bis zum Demonstrationsstadium erforderlich sind und (in bestimmten Fällen) bis zur Industrialisierungs- und/oder kommerziellen Stufe.

Das Demonstationsstadium wird durch den Bau und/oder den Betrieb einer Anlage im technischen Maßstab oder von einem wesentlichen Teil einer solchen Anlage charakterisiert, aus der sich alle erforderlichen technischen und wirtschaftlichen Daten ableiten lassen, die die kommerzielle und/oder industrielle Nutzung der Technologie mit dem geringstmöglichen Risiko ermöglichen.

Unterteilung

- Sintern und Tablettieren;
- Der Einsatz von Koks und seine Produkte in der Stahlindustrie;
- Hochöfen und Direktreduktion;
- Sauerstoff- und Elektrostahl-Herstellungsverfahren;
- Abgießen und Erstarrung;
- Stahlverarbeitung (Öfen, Warmund Kaltwalzen);
- Industrielle Anwendung von meßtechnischen und Inspektionsverfahren und analytischen Methoden;
- Behandlung von Halbzeug und Fertigprodukten sowie von Nebenprodukten;
- Nutzung und Förderung der Nutzung von Stahl;
- Recycling von Abfallprodukten von Hüttenwerken.

Ausführung

Die Kommission ist für die Durchführung des Programms verantwortlich. Dabei wird die Kommission von einem Ausschuß von qualifizierten Experten unter dem Vorsitz eines Vertreters der Kommission hinsichtlich der Eignung der unterbreiteten Projekte beraten. Jedes Unternehmen, jedes Forschungsinstitut und jede andere Organisation in einem Mitgliedstaat, die eine stahl- und eisenbezogene Aktivität betreibt, kann bei der Kommission finanzielle Unterstützung beantragen. Projekte von mindestens zwei Partnern in zwei verschiedenen Mitgliedstaaten werden dabei bevorzugt gefördert. Eines der Partnerunternehmen muß ein Unternehmen in der Stahlindustrie sein. Anträge sind am 1. Oktober eines Jahres für das kommende Finanzjahr einzureichen.

In der Regel übersteigt die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinschaft 50 % der Gesamtkosten des Projekts nicht. Der Umfang der Unterstützung wird individuell für jedes Projekt entschieden. Dabei werden die Besonderheiten eines Projekts, der Wert für die Gemeinschaft, andere bereits bewilligte oder erwartete Unterstützung und das von den Antragstellern eingegangene Risiko mit in Betracht gezogen. Bei der Unterstützung handelt es sich um finanzielle Unterstützung von bis zu 50 %, wobei diese Unterstützung zurückzahlbar ist, wenn die Ergebnisse des Projekts kommerziell genutzt werden.

Fachgebiete

Werkstofftechnik
Datensatznummer: 227 / Zuletzt geändert am: 1996-01-12
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben