Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Vorheriges Programm

ECSC-MINEHYG 4C

Nachfolgeprogramm

ECSC-MINEHYG 6C

Programmfinanzierung

EUR 11 million
Verbesserung technischer Methoden für die Steuerung und Verfolgung von Umweltfaktoren in Bergwerken und Studien der Beziehungen zwischen diesen Faktoren und der Gesundheit, um den Bergbau so sicher und gesund wie möglich zu machen.

Kurzbeschreibung

Gemäß Artikel 55 des Vertrags über die Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) ist die Kommission verpflichtet, technische und wirtschaftliche Forschung über die Arbeitssicherheit in der Kohle- und Stahlindustrie zu fördern. Die Mittel für diese Förderung stammen aus Abgaben, die gemäß Artikel 49 des EGKS-Vertrags auf die Produktion von Kohle und Stahl erhoben werden.

Einzelheiten über die Einrichtung des Programms "Arbeitshygiene im Bergbau" für 1983-1988 wurden im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht. Dieses Programm stellt eine Fortsetzung von vier vorhergegangenen Forschungsprogrammen auf dem Gebiet der Eindämmung von Staub und der Gesundheit im Bergbau seit 1957 dar, die unterschiedliche Vorbeugungsmaßnahmen zur Verhinderung von Staublunge und von anderen Schadstoffen im Bergbau verursachten Erkrankungen untersuchten; insbesondere ging es dabei um Probleme bei der Verwendung von Dieselmaschinen und Sprengstoffen unter Tage.

Die Forschung konzentrierte sich dabei auf Staub und gasförmige Schadstoffe, jedoch wurden auch Fragen der Lärmentwicklung, der Sichtverhältnisse und des Klimas mit einbezogen.

Auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und Gesundheit finanzierte die Gemeinschaft auch EGKS-Programme über "Ergonomie", "Chronische Erkrankungen der Atemwege" und "Kontrolle der Umweltverschmutzung in der Eisen- und Stahlindustrie". Unter den gemeinschaftlichen Forschungsprogrammen für Kohle und auf dem Gebiet der Umwelt gab es auch spezifisch auf Arbeitshygiene abstellende Projekte. Ein gemeinschaftliches Programm unter dem Titel "Sicherheit im Bergbau" wurde 1976 eingerichtet.

Unterteilung

Vier Unterprogramme:

- Eindämmung von Schadstoffen:
Untertagebau (Strebbau, Kammerpfeilerbau, ebensohliges Arbeiten, stark fallende Flöze, Bunkerarbeiten usw.);

Staubmessung und Bestimmung der Eigenschaften von Stäuben:
Untersuchung oder Entwicklung von Aufzeichnungsgeräten zur kontinuierlichen Aufzeichnung des Staubgehalts und für Punktmessungen zur Ergänzung von mit normalen Methoden ermittelten Daten;

- Staublunge und Umweltfaktoren:
Durchführung epidemiologischer und anderer Studien zur Ermittlung der langfristigen Beeinträchtigung des Atemsystems bei Langzeitbeanspruchung durch Staub und andere Schadstoffe;

-Lärm und Schwingungen:
Durchführung für Untersuchungen auf dem Gebiet der Lärmdämmung direkt an der Lärmquelle, Arbeiten entfernt von Lärmquellen, Schallisolierung und Fernsteuerungsmethoden sowie in Kombination mit Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Messung des Lärmpegels und des Gehörverlusts.

Ausführung

Die Kommission war für die Durchführung des Programms verantwortlich. Dabei wurde sie von drei Ausschüssen unterstützt: dem Forschungsausschuß, dem Ausschuß der Produzenten und Arbeitskräfte für Sicherheit und Medizin sowie dem Ausschuß der Regierungsexperten.

Die Forschungsarbeiten wurden durch Bergbau-Forschungseinrichtungen in den Mitgliedstaaten ausgeführt. Anträge auf die Unterstützung von Forschungsprojekten mußten bis zum 1. Oktober eines Jahres bei der Kommission vorliegen, um eine Prüfung und ggf. Finanzierung im Folgejahr zu ermöglichen. Die Laufzeit solcher Projekte reichte von zwei bis drei Jahren. Die gemeinschaftliche Unterstützung belief sich auf bis zu 75 % der Kosten. Die Finanzierungsmittel aus diesem Programm machten die finanzielle Unterstützung von 66 Forschungsprojekten möglich. Bei mehreren dieser Projekte handelte es sich um Gemeinschaftsunternehmen mit Institutionen aus verschiedenen Mitgliedstaaten. Das letzte dieser Projekte wurde 1990 abgeschlossen.

Die Verbreitung von Informationen wurde den Mitgliedern der oben genannten Expertenausschüsse überlassen. Zur weiteren Verbreitung vermittelten die von der Kommission veröffentlichten Abstrakts Angaben über die durchgeführten Arbeiten, über die Ergebnisse der Forschung sowie angemeldete Patente.
Am Ende des Programms wurde ein vollständiger Arbeitsbericht erstellt und überall verteilt. In solchen Fällen wurden auch Symposien für spezifische Mitarbeitergruppen im Bergbau von der Kommission veranstaltet.
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