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Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Programmfinanzierung

EUR 19 million

Referenz zum Amtsblatt

L 226 von 1989-08-03

Rechtsrahmen

89/464/Euratom von 1989-07-18
Zur Verbesserung der Sicherheit und Rentabilität auf dem Gebiet der Kernspaltung, insbesondere in bezug auf Unfallmanagement und Stillegung, durch Verstärkung der wissenschaftlichen und technischen Grundlage, auf der die Konstruktion atomarer Fernbehandlungssysteme beruht, durch Entwicklung eines industriellen Bewußtseins der rechnergestützten Fernbediener und durch Schaffung eines Firmenpools zur Nutzung der betreffenden fortgeschrittenen Robotik.

Kurzbeschreibung

Teil des gemeinschaftlichen Rahmenprograms für Forschung und technologische Entwicklung (1987- 1991) unter Unteraktivität 5.1.: "Spaltung: nukleare Sicherheit".

Dieses erste Gemeinschaftsprogramm auf diesem Gebiet arbeitet mit anderen Gemeinschaftsprogrammen zusammen, einschließlich BRITE, COMETT, zur Stillegung von Kernanlagen (DECOM 3C), ESPRIT, EURAM, SCIENCE, zur Lagerung und Handhabung radioaktiver Abfälle (RADWASTOM 4C) und MAST. Außerdem wird die Zusammenarbeit mit anderen internationalen F&E-Programmen wie ESA/ES TEC und EUREKA unterstützt.

Die inhärente Radioaktivität der Kernkraftwerke macht die Fernbehandlung zu einem wesentlichen Bestandteil für die Durchführung nuklearer Operationen auf industrieller Ebene. Obwohl die Sicherheit von Kernanlagen und der Schutz ihrer Umwelt von der Fähigkeit des Bedienpersonals zur Inspektion, Instandhaltung und - falls erforderlich - der Reparatur der Anlagen abhängt, ist das Aussetzen von Personen in bezug auf Radioaktivität so gering wie praktisch machbar zu halten. Die in diesem Zusammenhang eingesetzten Fernbediener sind mechanische Arme, an denen verschiedene Instrumente und Sensoren angebracht werden können, Ferngreifer verbunden mit beweglichen Portalkränen und teilautonome Spezialfahrzeuge.

Unterteilung

Vier Bereiche :

- Entwicklung von Bauteilen für Fernbetrieb und Untersysteme:
Sensoren, Beobachtungs- und Entscheidungsfindungssysteme, Informationsübertragung und Technik für Fenbetriebmobilität und Geschicklichkeit in nuklearen Umgebungen;

- Umwelttoleranz:
Anpassung von Sensoren und elektronischer Hardware an nukleare Umgebungen und die Entwicklung von Maschinenüberwachungssystemen und Konstruktionsstrategien zur Erleichterung der Reparatur und Bergung gestrandeter Maschinen;

- Forschungsmaschinenprojekte:
Entwicklung von Fernbetriebgeräten, die auf die Erfordernisse der Atomindustrie nach verbesserter Sicherheit reagieren, einschließlich intelligenter Manipulatoren, Kräne und mobile Plattformen;

- Produktevaluation und -studien:
Testen und Evaluation der Durchführbarkeit und Zuverlässigkeit der Produkte und Programme durch Endbenutzer und Studien betreffend die Anwendung neuer Technologien, Richtlinien und Normen auf diesem Gebiet.

Ausführung

Die Kommission trägt mit Hilfe des Beratenden Ausschusses für Management und Koordination (CGC) über Kernspaltungsreaktoren und -sicherheit, Schutz und Handhabung spaltbaren Materials, die Verantwortung für die Implementierung des Programms durch Verträge mit Kostenbeteiligung, Studienverträge, Projektkoordinierung und die Bewilligung von Ausbildungsund Mobilitätszuschüssen.

Die Kommission verbreitet Informationspakete zur Begleitung der Einladung zur Teilnahme in allen Sprachen der Gemeinschaft, um die Chancengleichheit für Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren in den Mitgliedstaaten zu gewährleisten. Projekte mit Kostenbeteiligung sollten - wo zutreffend - durch Teilnehmer aus mehr als einem Mitgliedstaat ausgeführt werden. Verträge und Zuschüsse ergeben sich - wo zutreffend - aus einem Auswahlverfahren basierend auf Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen. Die Gemeinschaft kann bis zu 50% der Gesamtkosten tragen oder, wo Universitäten oder Forschungsinstitute beteiligt sind, bis zu 100% der Grenzkosten.

Die durch die Kommission abgeschlossenen Verträge bestimmen die Rechte und Pflichten jeder Partei, insbesondere die Vereinbarungen über die Verbreitung, den Schutz und die Nutzung der Forschungsergebnisse. Die aus Aktivitäten mit Kostenbeteiligung resultierende Information wird allen Mitgliedstaaten auf gleicher Basis zugänglich gemacht.

Die Kommission wird das Programm während des dritten Jahres prüfen und dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht unterbreiten. Anschließend wird eine endgültige Evaluation der erzielten Ergebnisse unterbreitet.
Datensatznummer: 23 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05