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  • Spezifisches Programm der Forschung und Entwicklung (EWG) auf dem Gebiet der Telematiksysteme in Bereichen von allgemeinem Interesse - Flexibles Lernen und Fernstudium (DELTA) -, 1990-1994

Rahmenprogramm

FP3-FRAMEWORK 3C

Vorheriges Programm

FP2-DELTA 1

Programmfinanzierung

EUR 54,5 million

Referenz zum Amtsblatt

L 192 von 1991-07-16

Rechtsrahmen

91/353/CEE von 1991-06-07
Zur Verbesserung der Leistung und des Zugangs zu Lerndiensten in Europa auf Grundlage der optimalen Nutzung von Telematiksystemen bezüglich Flexibilität, Dialogfähigkeit, Fernzugriff und Anwenderunterstützung und zur Verbesserung der Marktwettbewerbsfähigkeit der Bildungsindustrie hinsichtlich effektiverer Dienste und Unterrichtsmittel, verbesserter wirtschaftlicher Balance und evolutionärer Marktstrategie.

Kurzbeschreibung

Teil des spezifischen Programms der Forschung und technologischen Entwicklung auf dem Gebiet der Telematiksysteme in Bereichen von allgemeinem Interesse (1990-1994) unter Bereich 4: "Flexibles Lernen und Fernstudium (DELTA)", repräsentierte diese Phase des DELTA-Programms sowohl eine Konsolidierung als auch Entwicklung der während der zweijährigen Probephase (DELTA I, 1988-1990) erzielten Ergebnisse und eine notwendige Veränderung der Betonung in Richtung der Implementierung flexiblen Lernens und Fernstudiums auf der Grundlage von Telematik. Schlüsselelemente dieses neuen Verfahrens sind stärkere Vernetzung, Evaluation und Marktorientierung.

Das Programm konzentriert sich auf die Bereitstellung der Möglichkeiten für Kompatibilität zwischen einzelstaatlichen Systemen und auf die Bestimmung der Normen, Architekturen und Funktionsbeschreibungen. Die F&E über Technologien umfaßt Bereiche von fortgeschrittener Produktion und Konstruktion von Arbeitsplatzrechnern zu spezifischen Werkzeugen über Hypermedien und Multimedien zu den hochentwickelten Leistungsmerkmalen des Fernstudiums unter Verwendung von Informatik wie virtuelle Schulungsraumsituationen, Ermöglichung vollständiger Kompatibilität zwischen den Anwendern ungeachtet ihres eigentlichen Standorts. Es werden zwei neu Konzepte entstehen, eine Gemeinsame Schulungsarchitektur und eine Netzwerkarchitektur für Lerndienste basierend auf Informatik.

Es soll Synergie mit anderen Forschungsbereichen innerhalb des Rahmenprogramms hergestellt, insbesondere mit der Forschung über Information und Telekommunikation (ESPRIT, RACE), und engere Zusammenarbeit mit anderen Gemeinschaftsprogrammen erzielt werden, die sich mit der Ausbildung befassen (COMETT, EUROTECNET).

Unterteilung

Drei unabhängige Teile:

-Strategien für die Nutzung von Technologien, Telematiksystemen und Diensten und ein Beitrag zur Bestimmung gemeinsamer Funktionsbeschreibungen:
Betonung der Entwicklung von Produktionsverfahren für multimediales Schulungsmaterial, das tragbar und zwischen verschiedenen Systemen übertragbar mit der Aussicht auf transnationale Nutzung ist, einschließlich Fernunterstützung und Hilfsverfahren für verschiedene Anwenderkategorien;

- Entwicklung von Systemen und Technologien:
Arbeit in Zusammenhang mit den für die Erzielung eines Telematikdienstes für lokales Lernen und Fernstudium, das flexibel, effektiv, modular und kompatibel ist, erforderlichen Diensten;

- Experimente über die Nachprüfung und Integration der Dienste:
Experimente in der realen Umwelt, die eine Prüfung des Mehrwerts ermöglichen, der durch die Zusammenschaltung der verschiedenen Systeme unter Verwendung neuer Technologien für Bildung, Information und Anwenderunterstützung erzielt wird.

Ausführung

Die Kommission trägt die Verantwortung für die Durchführung des Programms, das Projekte für Forschung und technologische Entwicklung (FTE), begleitende Maßnahmen und konzertierte Aktionen umfaßt.

Die Projekte unterliegen Verträgen mit Kostenbeteiligung, wobei die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft im Normalfall maximal 50% beträgt. Universitäten und andere Forschungszentren haben die Option, für jedes Projekt entweder die Finanzierung von 50% der Gesamtausgaben oder die Finanzierung von 100% der zusätzlichen Grenzkosten zu beantragen. Die Verträge in Zusammenhang mit Forschungsprojekten mit Kostenbeteiligung sind in der Regel im Anschluß an ein Auswahlverfahren basierend auf Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen zu vollenden, die im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht werden. Die Projekte müssen in der Regel die Teilnahme von mindestens zwei Partnern berücksichtigen, die unabhängig voneinander in verschiedenen Mitgliedstaaten gegründet wurden.

Die Kommission ist in Übereinstimmung mit Artikel 130n bevollmächtigt, internationale Vereinbarungen mit Drittländern abzuschließen, die COST-Mitglieder sind, insbesondere mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und den Ländern Mittel- und Osteuropas, mit der Absicht, diese mit dem gesamten Programm oder Teilen davon zu assoziieren. Wo Rahmenvereinbarungen über wissenschaftliche und technische Kooperation zwischen der Gemeinschaft und europäischen Drittländern abgeschlossen wurden, können die in diesen Ländern gegründeten Gremien und Unternehmen auf der Grundlage des Kriteriums des gegenseitigen Vorteils die Erlaubnis erhalten, Partner in einem innerhalb des Programms durchgeführten Projekt zu werden.

Kein vertragsschließendes Gremium, das einen Sitz außerhalb der Gemeinschaft hat und als ein Partner an einem innerhalb des Programms durchführten Projekt beteiligt ist, darf von Finanzmitteln der Gemeinschaft für dieses Programm profitieren. Solch ein Gremium soll einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten leisten.
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