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  • Spezifisches Programm der Forschung und technologischen Entwicklung (EWG) auf dem Gebiet der Telematiksysteme in Bereichen von allgemeinem Interesse -, 1990-1994

Rahmenprogramm

FP3-FRAMEWORK 3C

Vorheriges Programm

FP2-DRIVE 1

Programmfinanzierung

EUR 124,4 million

Referenz zum Amtsblatt

L 192 von 1991-07-16

Rechtsrahmen

91/353/CEE von 1991-06-07
Soll auf dem Gebiet des Verkehrs zur Entwicklung integrierter transeuropäischer Dienste unter Verwendung fortgeschrittener IT und Informatik zur Verbesserung der Leistung (Sicherheit und Wirksamkeit) von Passagier- und Gütertransportdiensten beitragen und gleichzeitig die Auswirkung des Verkehrs auf die Umwelt verringern.

Kurzbeschreibung

Als Teil des spezifischen Programms der Forschung und technologischen Entwicklung auf dem Gebiet der Telematiksysteme in Bereichen von allgemeinem Interesse (1990-1994) unter Bereich 2: "Verkehrsdienste", beruht die Arbeit in diesem Programm auf die in DRIVE I (1988-1991) ausgeführte Probeforschung.

Im Mittelpunkt der Ausrichtung der neuen Maßnahme steht die Vorbereitung der Implementierung der Systeme für Fortgeschrittene Verkehrstelematik (ATT), die zur Integrierten Straßenverkehrsumwelt (IRTE) führen sollen. Dies stellt im Vergleich mit der Ausrichtung von DRIVE I über die Erforschung der Optionen einen Fortschritt dar und erweitert den Teilnehmerbereich auf eine erhebliche Anzahl von Stadt- und Regionalverwaltungen, die als ein wichtiges Element ihrer eigenen gegenwärtigen und zukünftigen Programme die europäische Nachprüfung früherer Forschung und Entwicklung innerhalb des Verkehrstelematikrahmens von DRIVE berücksichtigen.

Die wichtigsten DRIVE-Ziele der Sicherheit, Wirksamkeit und Verbesserung der Umwelt werden in DRIVE II beibehalten. Die Projekte konzentrieren sich auf sieben wichtige betriebliche Interessengebiete. In jedes dieser Gebiete werden die Themen der Systemtechnik und Implementierungsstrategien, ATT-Systeme und -Techniken und Nachprüfung durch Pilotprojekte.

Zur Erfüllung seines Auftrags setzt sich DRIVE vor allem mit ECMT (Europäische Verkehrsministerkonferenz), CEN, CENELEC, ETSI, CEPT, EUREKA und ERTICO (Europäische Koordinierungsorganisation für Implementierung der Straßenverkehrstelematik) in Verbindung.

Unterteilung

Drei interaktive Teile:

- Strategien für die Nutzung von Technologien, Telematiksystemen und Diensten und ein Beitrag zur Bestimmung gemeinsamer Funktionsbeschreibungen;
- Technologien und experimentelle Entwicklung von Systemen;
- Nachprüfung und Pilotprojekte.

Sieben wichtige betriebliche Interessengebiete:

- Nachfragesteuerung:
Verwendung von Technologie zur Unterstützung von Stadtverwaltungen und der Manager des interurbanen Verkehrs, um einen wirksamen Ausgleich zwischen dem Bedarf und den Präferenzen der Reisenden und der Kapazität des Straßen- und Schienennetzes herzustellen;

- Verkehrs- und Verkehrsinformationssysteme:
Erfassung, Verarbeitung und Verbreitung von Reise- und Verkehrsinformation für direkten Nutzen für Menschen zu Hause, im Büro und im Verlauf einer Reise;

- Integrierte Stadtverkehr-Managementsysteme:
Verbesserung und Integration der in Städten benutzten Verkehrssysteme;

- Integrierte Fernverkehr-Managementsysteme:
Systeme für die Verkehrslenkung und Fahrerinformation auf Autobahnen und Parallelstraßen;

- Fahrerunterstützung und kooperatives Fahren:
Systeme zur Unterstützung des Fahrers und zur Kommunikation von Information zwischen Fahrzeugen;

- Fracht- und Fuhrparkmanagement:
Fracht- und Logistikmanagementsysteme zur Befähigung kombinierter Verfahren;

- Management öffentlichen Personenverkehrs:
Implementierung und Prüfung eines integrierten Fahrzeugplan- und Lenkungsystems für Fernverkehranwendungen und Personenverkehranwendungen in ländlichen Gebieten.

Ausführung

Die Kommission trägt die Verantwortung für die Durchführung des Programms mit Hilfe eines Managementkomitees, das sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt.

Das Programm umfaßt Projekte für Forschung und technologische Entwicklung (FTE), begleitende Maßnahmen und konzertierte Aktionen umfaßt.

Die Projekte unterliegen Verträgen mit Kostenbeteiligung, wobei die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft im Normalfall maximal 50% beträgt. Universitäten und andere Forschungszentren haben die Option, für jedes Projekt entweder die Finanzierung von 50% der Gesamtausgaben oder die Finanzierung von 100% der zusätzlichen Grenzkosten zu beantragen. Die Verträge in Zusammenhang mit Forschungsprojekten mit Kostenbeteiligung sind in der Regel im Anschluß an ein Auswahlverfahren basierend auf Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen zu vollenden, die im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht werden. Die Projekte müssen in der Regel die Teilnahme von mindestens zwei Partnern berücksichtigen, die unabhängig voneinander in verschiedenen Mitgliedstaaten gegründet wurden.

Die Kommission ist in Übereinstimmung mit Artikel 130n bevollmächtigt, internationale Vereinbarungen mit Drittländern abzuschließen, die COST-Mitglieder sind, insbesondere mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und den Ländern Mittel- und Osteuropas, mit der Absicht, diese mit dem gesamten Programm oder Teilen davon zu assoziieren. Wo Rahmenvereinbarungen über wissenschaftliche und technische Kooperation zwischen der Gemeinschaft und europäischen Drittländern abgeschlossen wurden, können die in diesen Ländern gegründeten Gremien und Unternehmen auf der Grundlage des Kriteriums des gegenseitigen Vorteils die Erlaubnis erhalten, Partner in einem innerhalb des Programms durchgeführten Projekt zu werden.

Kein vertragsschließendes Gremium, das einen Sitz außerhalb der Gemeinschaft hat und als ein Partner an einem innerhalb des Programms durchführten Projekt beteiligt ist, darf von Finanzmitteln der Gemeinschaft für dieses Programm profitieren. Solch ein Gremium soll einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten leisten.
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