Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Rahmenprogramm

FP3-FRAMEWORK 3C

Vorheriges Programm

JRC-RES 5C

Nachfolgeprogramm

FP4-JRC-RES 9C

Programmfinanzierung

EUR 345 million

Referenz zum Amtsblatt

L 141 von 1992-05-23

Rechtsrahmen

92/273/EEC von 1992-04-29
Bereitstellung wissenschaftlicher und technischer Dienste für Gemeinschaftsinstitutionen, Bereitstellung der GFS-Kompetenzen und Einrichtungen für öffentliche und private Gremien und um Beiträge zu leisten zu: der Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Basis für die europäische Industrie, der Entwicklung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, der Verbesserung der Qualität der menschlichen und natürlichen Umwelt, der Verbesserung der Aspekte der öffentlichen Sicherheit von neuen Technologien und der Reduzierung von wissenschaftlichen und technologischen Ungleichheiten zwischen Mitgliedstaaten.

Kurzbeschreibung

Als Teil des dritten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche Aktivitäten auf dem Gebiet der Forschung und technologischen Entwicklung (1990 to 1994) unter den Unteraktivitäten I.2.: "Industrielle und Werkstofftechnologien", II.3.: "Umwelt", und III.6.: "Mensch und Mobilität", besteht die in der gegenwärtigen Richtung fortgesetzte Arbeit der GFS wie im vorliegenden Beschluß dargelegt darin, sowohl Grundlagen-/strategische Forschung als auch anwendungsbezogene/zielorientierte Forschung zu betreiben. Sie wird ihre Aufgabe als Bestandteil der europäischen Wissenschafts- und Technologiepolitik durchführen und sich dabei von den Grundprinzipien der Auftraggeber-/Auftragnehmer-Beziehung und der Subsidiarität leiten lassen. Das Ziel ist, den Bedürfnissen der Gemeinschaft insgesamt, ihrer Organe und der Mitgliedstaaten zu entsprechen.

Die während des gleichen Zeitraums durchgeführten GFS-Programme auf den Gebieten der Kernspaltung und Fusion werden von dem Beschluß des Rates 92/274/Euratom vom 29. April 1992 (Amtsblatt Nr. L 141 vom 23.5.1992) erfaßt.

Unterteilung

- Industrielle und Werkstofftechnologien:
Fortgeschrittene Werkstoffe;
Meß- und Prüfwesen;
Arbeitsumfeld;

- Umwelt:
Umweltschutz;
Zentrum für Erdbeobachtung;
Anwendung von Fernerkundungstechniken;
Industrielle Gefahren

-Mensch und Mobilität;

- Orientierende Forschung.

Ausführung

Die Kommission ist mit Unterstützung des Aufsichtsrats der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) für die Durchführung des Programms gleichzeitig mit entsprechenden spezifischen Programmen des dritten Rahmenprogramms (1990-1994) verantwortlich und nimmt hierzu die Dienste der GFS in Anspruch. Die Kommission trägt dafür Sorge, daß in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat regelmäßig Konsultationen mit den zuständigen beratenden Management- und Koordinierungsausschüssen oder gleichwertigen Ausschüssen stattfinden, damit eine enge Koordinierung zwischen den im Kostenteilungswege durchgeführten Vorhaben der Gemeinschaft und den entsprechenden Tätigkeiten der GFS in dem Bestreben um ein kohärentes Vorgehen gewährleistet ist.

Die spezifischen Programme umfassen Projekte für Forschung und technologische Entwicklung (FTE) und flankierende Maßnahmen.

Die FTE-Projekte werden in den entsprechenden Instituten der GFS in Zusammenarbeit und im Einvernehmen mit nationalen Forschungsstellen der Mitgliedstaaten durchgeführt, wobei so weit wie möglich den Aspekten der regionalen Entwicklung der Tätigkeiten in Forschung und Technologie sowie deren möglichen sozioökonomischen Auswirkungen Rechnung getragen wird. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den in Assoziierung mit der Industrie, vor allem mit kleinen und mittleren Unternehmen, abgewickelten Gemeinschaftsvorhaben gewidmet.

Die flankierenden Maßnahmen umfassen:

- Die Veranstaltung von Seminaren, Workshops und wissenschaftlichen Konferenzen;
- Interne Koordinierungstätigkeiten, einschließlich der Einrichtung besonderer interner Zentren, die ein einheitliches Konzept und eine einzige gemeinsame Schnittstelle für die Benutzer und Partner der Vorhaben gewährleisten;
-Fachausbildung, besonders fächerübergreifende Ausbildung;
- Ein System des Informationsaustauschs;
- Unterstützung bei der Verwertung der Forschungsergebnisse;
-Unabhängige wissenschaftliche und strategische Bewertung der Leistung der Vorhaben und Programme.

Die Kommission ist ermächtigt, internationale Vereinbarungen mit Drittländern, die Mitglied von COST sind, auszuhandeln, insbesondere mit den Ländern der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und den mittel- und osteuropäischen Ländern, mit dem Ziel, diese an den Tätigkeiten der GFS zu beteiligen. Die Kommission, die vom Aufsichtsrat der GFS unterstützt wird, kann, so weit dies von beiderseitigem Nutzen ist, die GFS ersuchen, im Rahmen der von der GFS durchgeführten spezifischen Programme Vorhaben gemeinsam mit Einrichtungen und Unternehmen aus europäischen Drittländern auszuführen.

Vertragspartner, die an einer Maßnahme im Rahmen eines Programms teilnehmen, aber ihren Sitz außerhalb der Gemeinschaft haben, dürfen Gemeinschaftsfinanzierung für das Programm nicht in Anspruch nehmen. Solche Vertragspartner haben einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten zu leisten.

Die für internationale Kooperation offenen Forschungsprojekte sollen Kooperationsmaßnahmen mit internationalen Forschungslaboren umfassen und den Austausch von Forschern ermöglichen. Ergänzende Maßnahmen sollten die Kooperation mit Forschungslaboren und Institutionen ermöglichen, die in mittel- und osteuropäischen Ländern ansässig sind.

Der für die Durchführung der spezifischen GFS-Programme für erforderlich erachtete Betrag beläuft sich auf 341,55 Millionen ECU, wovon 6% für die orientierende Forschung verwendet werden kann. Ein Betrag von 3,45 Millionen ECU, der in den 341,55 Millionen ECU nicht enthalten ist, wird als ein Beitrag der spezifischen Programme für die zentralisierte Maßnahme zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse zurückgestellt.

Die durch die Verwirklichung der Projekte gewonnenen Kenntnisse werden sowohl von den Programmen selbst als auch von der zentralisierten Aktion verbreitet.

Die Kommission legt dem Europäischen Parlament und dem Rat jährlich vor dem 31. März einen Bericht über die Durchführung der vorliegenden Entscheidung vor. Dem Bericht liegen die Bemerkungen des Aufsichtsrats er GFS bei. Nach Ablauf der Programme werden die durchgeführten Forschungsarbeiten von einer Gruppe externer unabhängiger Sachverständiger bewertet, und denselben Behörden wird ein Bewertungsbericht zusammen mit einer Stellungnahme des Aufsichtsrats der GFS übermittelt.
Datensatznummer: 276 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05