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  • Von der Gemeinsamen Forschungsstelle durchgeführte, spezifische Forschungsprogramme (Euratom) - Sicherheit von Aktiniden und des Kernbrennstoffzyklus -, 1992-1994

Rahmenprogramm

FP3-FRAMEWORK 3C

Vorheriges Programm

JRC-NUCFUEL 5C

Nachfolgeprogramm

JRC-NUCFUEL 7C

Referenz zum Amtsblatt

L 141 von 1992-05-23

Rechtsrahmen

92/274/Euratom von 1992-04-29
Leistung eines Beitrags zur Sicherheit der Kernspaltung durch Untersuchung des Verhaltens von Kernbrennstoffen über längere Zeiträume und unter abnormalen Verhältnissen sowie Entwicklung und Qualitätsprüfungen für radioaktive Abfälle.

Kurzbeschreibung

Als Teil des dritten Rahmenprogramms für gemeinschaftliche Aktivitäten auf dem Gebiet von Forschung und technischer Entwicklung (1990-1994) unter Subaktivität II.5: "Energie", setzt dieses Programm das vorhergegangene GFS-Programm auf dem gleichen Gebiet fort und baut auf ihm auf.

Die Aktivitäten konzentrieren sich auf nachfolgende Themen:
-Sicherheitsstudien des Verhaltens von Kernbrennstoffen (UO2 und MOX) bei längerem Ausbrand unter Übergangs-, abnormalen und Störfallverhältnissen;
- Physikalisch-chemische Grundforschung und Studien von Aktiniden im festen Zustand;
- Studie nuklearer Aerosole;
- Die Reduzierung des Anfallens niedrigerer Aktinide und anderer langlebiger radioaktiver Nuklide, die während des Kernbrennstoffzyklus entstehen;
-Plutoniumbrennstofftechnologie (geringfügige Aktivität mit dem Ziel der Erhaltung der Kompetenz auf diesem Gebiet).

Unterteilung

Zwei Forschungsgebiete:

- Sicherheit von Aktiniden im Kernbrennstoffzyklus (Institut für Transurane, Karlsruhe):
Durchführung von Sicherheitsstudien mit Kernbrennstoffen unter Langzeit- und abnormalen Bedingungen, Ermittlung und Reduzierung von mit der Lagerung und der Handhabung von Aktiniden verbundenen Risiken, Durchführung von Studien über Aktinide im festen Zustand und Sammlung von Daten und bibliografischem Referenzmaterial über die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten von Transuranen;

- Beobachtung von Aktiniden (Institut für Sicherheitstechnologie, Ispra):
Entwicklung, Anwendung und Standardisierung von Qualitätsprüfungen für radioaktive Abfälle.

Ausführung

Die Kommission ist für die Durchführung des Programms unter Nutzung der Dienstleistungen der GFS und parallel mit anderen relevanten spezifischen Programmen des dritten Rahmenprogramms (1990-1994) zuständig. Dabei wird sie durch den Gouverneursrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt.

Das Programm umfaßt Forschungs- und technologischen Entwicklungsprojekte (FTE) und flankierende Maßnahmen. Die FTE-Projekte werden in Zusammenarbeit und ggf. im Rahmen konzertierter Aktionen mit nationalen Forschungsorganisationen in den Mitgliedstaaten durchgeführt. Dabei werden regionale Entwicklungsgesichtspunkte der FTE-Aktivitäten und deren sozioökonomische Auswirkungen soweit wie möglich in Betracht gezogen. Der Zusammenarbeit mit der Industrie wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt, insbesondere der Zusammenarbeit mit KMU auf der Basis von projektbezogenen Plänen.

Die Forschungsarbeiten werden vom Institut für Transurane (ITE) in Karlsruhe und vom Institut für Sicherheitstechnologie (IST) in Ispra durchgeführt.

Die Kommission ist zur Verhandlung internationaler Abkommen mit Drittländern befugt, die Mitglied von COST sind, insbesondere Mitgliedstaaten des Europäischen Freihandelsverbands (EFTA) und der mittel- und osteuropäischen Länder, damit diese an dem Programm beteiligt werden können. Kein Vertragsunternehmen außerhalb der Gemeinschaft kann jedoch in den Nutzen einer gemeinschaftlichen Finanzierung für das Programm kommen. Jede solche Organisation muß einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten leisten.

Für die internationale Kooperation geöffnete Forschungsprojekte müssen Kooperationsmaßnahmen mit internationalen Forschungslaboratorien einbeziehen und den Austausch von Forschern vorsehen. Ergänzende Maßnahmen sollten eine Kooperation mit Forschungslaboratorien und Institutionen in den Ländern Mittel- und Osteuropas ermöglichen.

Die Gesamtmittel, die für die Durchführung des Kernspaltungs-Sicherheitsprogramms der GFS (Reaktorsicherheit, Sicherheitsmaßnahmen und Management von Spaltstoffen, Management von radioaktiven Abfällen und Sicherheit von Aktiniden und des Kernbrennstoffzyklus) belaufen sich auf 161,37 Mio. ECU. Hiervon dürfen 6% für untersuchende Forschung verwendet werden. Ein Betrag von 1% des gesamten GFS-Haushalts für 1992-1994 ist als Beitrag aus den spezifischen GFS-Programmen für zentralisierte Maßnahmen für die Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse (VALUE II) vorgesehen.

Bei der Realisierung der Projekte gesammeltes Wissen wird sowohl vom Programm selber als auch im Rahmen der zentralisierten Maßnahmen verbreitet.

Jedes Jahr vor dem 31. März legt die Kommission dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß einen Bericht über die Durchführung des Programms zusammen mit den Bemerkungen des Gouverneursrats vor. Bei Programmende soll eine Auswertung der Forschungsergebnisse durch ein Gremium unabhängiger externer Experten durchgeführt werden. Ein Bericht dieser Auswertung soll gleichzeitig mit dem Gutachten des Gouverneursrats den gleichen Organisationen zugeleitet werden.

Fachgebiete

Kernspaltung
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