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Rahmenprogramm

FP3-FRAMEWORK 3C

Vorheriges Programm

JRC-REMSENS 3C

Referenz zum Amtsblatt

L 141 von 1992-05-23

Rechtsrahmen

92/273/CEE von 1992-04-29
Entwicklung weiter fortgeschrittener Fernerkundungstechniken, wie laserinduzierte Fluoreszenz-und Mikrowellensensoren, und zur Anwendung konventioneller Fernerkundungstechniken, einschließlich luftgestützter Sensoren in Bereichen wie Bodennutzungsplanung, die Überwachung erneuerbarer Ressourcen und Meeresverschmutzung und -produktivität.

Kurzbeschreibung

Als ein Teil des dritten Rahmenprogramms für Gemeinschaftstätigkeiten auf dem Gebiet der Forschung und technologischen Entwicklung (1990 bis 1994) unter Unteraktivität II.3: "Umwelt", führt das Programm die Arbeit fort und beruht auf der im Rahmen des vorherigen GFS-Programms auf dem Gebiet der Fernerkundung durchgeführten Arbeit.

Im Bereich globale Veränderungen konzentrieren sich die Fernerkundungsanwendungen auf die Wechselwirkungen zwischen Oberflächenparametern über Land/Meer und Klima. Weitere Ziele sind die Entwicklung von Verfahren der Fernerkundung, die auf kritische Komponenten im Zusammenhang mit den globalen Veränderungen angewandt werden können.

Überwachung der Umwelt vor allem durch Einsatz fortgeschrittener Techniken der Fernerkundung: Forschung, mit Entwicklung von Techniken zur Anwendung der Daten aus Erdbeobachtungssatelliten über die Kartierung und Überwachung der Erde; Anwendung ähnlicher Techniken als Beitrag zum Programm über globale Veränderungen mit Schwerpunkt auf der Überwachung der Meeresumwelt und auf Prozessen im Zusammenhang mit weiträumigen Veränderungen in terrestrischen Ökosystemen; Entwicklung einer Reihe fortgeschrittener Techniken, ihrer Technologie und praktischen Anwendung zum Einsatz für den Betrieb neuer Erdbeobachtungssysteme, einschließlich Mikrowellen-Fernerkundung, Bilderzeugungsspektroskopie und Datenverarbeitung.

Unterteilung

Vier Forschungsbereiche (Institut für Fernerkundungsanwendungen, Ispra):

-Überwachung von Bodenressourcen und deren Nutzung:
Entwicklung von Verfahren für Umweltbeobachtung, Kartierung und Modellierung unter Verwendung der Daten aus Erdbeobachtungssatelliten und Forschungssensoren in Verbindung mit zusätzlichen Daten;

- Überwachung der Meeresumwelt:
Fernerkundung der Küstenverschmutzungsdynamik unter Verwendung von Daten über Meeresfärbung;

-Globale Veränderung:
Um auf Fernerkundung beruhende Verfahren zur Untersuchung von terrestrischen und Biosphären des Meeres zu entwickeln mit besonderer Betonung der Veränderungen in der Verbreitung der Vegetation und regionaler (Nordost-Atlantik) um temporärer Veränderungen der Meeresoberflächentemperaturen und der biologischen Tätigkeit;

- Fortgeschrittene Techniken:
. Europäisches Signaturlabor:
Um Signaturforschung in den Mikrowellen- und optischen Regionen des elektromagnetischen Spektrums natürlicher und künstlicher Ziele zu unternehmen;
. Signalaufbereitungsvorrichtung:
Um Software-Werkzeuge für Datenkalibrierung, geophysikalische Validierung, Geo-Hinweistechnik polarimetrische Datenanalyse, automatische Analyse von ERS-1-Daten, Radar-Bildaufbereitungstechniken;
. Fortgeschrittene Spektrometrik-Techniken zu entwickeln:
Um die Verwendung von optisch hochauflösender Mehrkanal-Spektrometrie für eine detaillierte Analyse des Zustands von Ökosystemen und das Verhältnis von Unterschriften zu bewerten;
. Laser-Fluoreszenz:
Um wissenschaftliche und technische Unterstützung für den Helikopter-gestützten zeitaufgelösten Laser-Fluoreszensor (TRLF) bereitzustellen, und um Analysetechniken für die Anwendung des TRLF in echten Meeres- und Küstentransportanwendungen zu entwickeln.

Ausführung

Die Kommission ist mit Unterstützung des Aufsichtsrats der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) für die Durchführung des Programms gleichzeitig mit entsprechenden spezifischen Programmen des dritten Rahmenprogramms (1990-1994) verantwortlich und nimmt hierzu die Dienste der GFS in Anspruch.

Das Programm umfaßt Projekte für Forschung und technologische Entwicklung (FTE) und flankierende Maßnahmen. Die FTE-Projekte werden in den entsprechenden Instituten der GFS in Zusammenarbeit und im Einvernehmen mit nationalen Forschungsstellen der Mitgliedstaaten durchgeführt, wobei so weit wie möglich den Aspekten der regionalen Entwicklung der Tätigkeiten in Forschung und Technologie sowie deren möglichen sozioökonomischen Auswirkungen Rechnung getragen wird.

Die Forschung wird vom Institut für Fernerkundungsanwendungen (ISRA) in Ispra durchgeführt.

Die Kommission ist ermächtigt, internationale Vereinbarungen mit Drittländern, die Mitglied von COST sind, auszuhandeln, insbesondere mit den Ländern der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und den mittel- und osteuropäischen Ländern, mit dem Ziel, diese an den Tätigkeiten der GFS zu beteiligen. Vertragspartner, die an einer Maßnahme im Rahmen eines Programms teilnehmen, aber ihren Sitz außerhalb der Gemeinschaft haben, dürfen Gemeinschaftsfinanzierung für das Programm nicht in Anspruch nehmen. Solche Vertragspartner haben einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten zu leisten.

Die für internationale Kooperation offenen Forschungsprojekte sollen Kooperationsmaßnahmen mit internationalen Forschungslaboren umfassen und den Austausch von Forschern ermöglichen. Ergänzende Maßnahmen sollten die Kooperation mit Forschungslaboren und Institutionen ermöglichen, die in mittel- und osteuropäischen Ländern ansässig sind.

Der für die Durchführung der spezifischen GFS-Programme auf dem Gebiet der Umwelt (Umweltschutz, Anwendung von Fernerkundungstechniken, industrielle Gefahren, Zentrum für Erdbeobachtung) für erforderlich erachtete Gesamtbetrag beläuft sich auf 148,5 Millionen ECU, wovon 6% für die orientierende Forschung verwendet werden kann. Ein Betrag, der 1% des Gesamthaushalts der GFS für 1992-1994 repräsentiert, wird als ein Beitrag der spezifischen Programme für die zentralisierte Maßnahme zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse (VALUE II) zurückgestellt.

Die durch die Verwirklichung der Projekte gewonnenen Kenntnisse werden sowohl von den Programmen selbst als auch von der zentralisierten Aktion verbreitet.

Die Kommission legt dem Europäischen Parlament und dem Rat jährlich vor dem 31. März einen Bericht über die Durchführung der vorliegenden Entscheidung vor. Dem Bericht liegen die Bemerkungen des Aufsichtsrats er GFS bei. Nach Ablauf der Programme werden die durchgeführten Forschungsarbeiten von einer Gruppe externer unabhängiger Sachverständiger bewertet, und denselben Behörden wird ein Bewertungsbericht zusammen mit einer Stellungnahme des Aufsichtsrats der GFS übermittelt.
Datensatznummer: 289 / Zuletzt geändert am: 1996-01-12
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