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Rahmenprogramm

FP3-FRAMEWORK 3C

Nachfolgeprogramm

FP4-JRC-CEO 2C

Referenz zum Amtsblatt

L 141 von 1992-05-23

Rechtsrahmen

92/273/EEC von 1992-04-29
Als europäischer Brennpunkt für Erdbeobachtungsdaten und als Nabe eines verteilten globalen Netzes für Umweltdaten zu dienen.

Kurzbeschreibung

Das Zentrum für Erdbeobachtung (CEO), Teil des dritten Rahmenprogramms für Gemeinschaftsaktionen im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (1990 bis 1994) unter Linie II.3: "Umwelt", ist eine neue Tätigkeit der Gemeinsamen Forschungsstelle. Die GFS arbeitet mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zusammen an der Schaffung des Zentrums. Sie wird mit den Tätigkeiten der geplanten europäischen Umweltagentur koordiniert werden und diese vor allem unterstützen.

Die Phase der Durchführbarkeitsstudien begann 1992 und wird mit der ESA-Durchführbarkeitsstudie GENIUS koordiniert. Die Studie wird alle Aspekte des CEO betrachten, einschliesslich Architekturen für Archive und Datenempfang, Datenverarbeitung, Katalogisierung, Validierung/Standards und Benutzerschnittstelle.

Wenn die Ergebnisse der Durchführbarkeitsstudien-Phase positiv ausfallen, werden 1993 Prototyp-Studien, die auf bei der IRSA bereits laufenden thematischen Anwendungen basieren, durchgeführt werden.

Unterteilung

Gegenwärtig liegt keine Information vor.

Ausführung

Die Kommission, die vom Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt wird, sorgt für die Durchführung des Programms mit Hilfe der Dienstleistungen der GFS und parallel zu anderen entsprechenden spezifischen Programmen des dritten Rahmenprogramms (1990-1994).

Das Programm umfasst Projekte im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (FTE) und flankierende Massnahmen. Die FTE-Projekte werden in Zusammenarbeit und, wenn möglich, im Einvernehmen mit nationalen Forschungsstellen der Mitgliedstaaten durchgeführt, wobei so weit wie möglich den Aspekten der regionalen Entwicklung von FTE-Tätigkeiten sowie deren möglichen sozio-ökonomischen Auswirkungen Rechnung getragen wird. Besondere Beachtung finden dabei die in Assoziierung mit der Industrie, vor allem mit kleinen und mittleren Unternehmen, abgewickelten Gemeinschaftsvorhaben.

Für die allgemeine Koordinierung und Verwaltung ist das Institut für Systemtechnik und Informatik (ISEI) in Ispra zuständig. Das Institut für Anwendungen der Fernerkundung (IRSA), ebenfalls in Ispra, liefert Unterstützung auf dem Bereich der Validierung/Standards, vor allem in Anwendungen, in denen es Zuständigkeiten hat, wie Vegetations-, Meeres- und Landwirtschaftsüberwachung.

Die Kommission ist ermächtigt, internationale Abkommen mit Drittländern, die Mitglieder von COST sind, auszuhandeln, insbesondere mit den Ländern der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und den mittel- und osteuropäischen Ländern, mit dem Ziel, diese Länder an dem Programm zu beteiligen. Vertragspartner, die ihren Sitz ausserhalb der Gemeinschaft haben, dürfen aber die Gemeinschaftsfinanzierung für das Programm nicht in Anspruch nehmen. Solche Vertragspartner haben einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten zu leisten.

Die für eine internationale Zusammenarbeit in Frage kommenden Forschungsvorhaben umfassen Massnahmen der Zusammenarbeit mit internationalen Forschungslaboratorien und sehen den Austausch von Forschern vor. Zusätzliche Massnahmen sollten eine Zusammenarbeit mit Forschungslaboratorien und -einrichtungen in den mittel- und osteuropäischen Ländern ermöglichen.

Der für die Durchführung der spezifischen Programme der GFS im Bereich Umwelt (Umweltschutz, Anwendung von Fernerkundungstechniken, industrielle Risiken, Zentrum für Erdbeobachtung) für erforderlich erachtete Betrag beläuft sich auf 148,5 Millionen ECU, von dem 6 % für die orientierende Forschung verwendet werden können. Ein Betrag, der 1 % des GFS-Gesamthaushalts für 1992-1994 darstellt, wird als ein Beitrag der spezifischen Programme der GFS für die zentralisierte Massnahme zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse (VALUE II) zurückgestellt.

Die Verbreitung der bei der Durchführung der Vorhaben gewonnenen Kenntnisse erfolgt im Rahmen des Programms selber sowie durch die zentralisierte Massnahme.

Die Kommission legt dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss jährlich vor dem 31. März einen Bericht über die Durchführung der Programme vor sowie die Bemerkungen des Aufsichtsrats. Nach Ablauf des Programms wird von einer Gruppe externer unabhängiger Sachverständiger eine Bewertung der Forschung durchgeführt, und diesen Organen wird ein Bewertungsbericht zusammen mit der Stellungnahme des Aufsichtsrats übermittelt.

Fachgebiete

Meteorologie - Umweltschutz
Datensatznummer: 291 / Zuletzt geändert am: 1996-01-12