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Rahmenprogramm

FP3-FRAMEWORK 3C

Programmfinanzierung

EUR 24,75 million

Referenz zum Amtsblatt

L 141 von 1992-05-23

Rechtsrahmen

92/273/EEC von 1992-04-29
Erhöhung der personellen Ressourcen, die die Mitgliedstaaten im nächsten Jahrzehnt für Forschung und technologische Entwicklung benötigen werden, und dabei besondere Beachtung der Wechselwirkungen und der Zusammenarbeit zwischen Teams und Laboratorien in den Mitgliedstaaten und der GFS durch die Bereitstellung von Ausbildungsmöglichkeiten für Wissenschaftler, die Herstellung der Vernetzung der GFS und die Förderung der Benutzung von Versuchseinrichtungen durch einzelstaatliche Teams.

Kurzbeschreibung

Diese Tätigkeit der GFS, Teil des dritten Rahmenprogramms für Gemeinschaftsaktionen im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (1990 bis 1994) unter Linie III.6: "Mensch und Mobilität", ist eng mit dem spezifischen FTE-Programm im Bereich Humankapital und Mobilität (HUMCAP, 1990-1994) verwandt, das von der Generaldirektion der Kommission für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung (GD XII) durchgeführt wurde.

Unterteilung

Gegenwärtig liegt keine Information vor.

Ausführung

Die Kommission, die vom Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt wird, sorgt für die Durchführung des Programms mit Hilfe der Dienstleistungen der GFS und parallel zu anderen entsprechenden spezifischen Programmen des dritten Rahmenprogramms (1990-1994).

Die Bereitstellung von Ausbildungsmöglichkeiten für Wissenschaftler, die eine Laufbahn in der Forschung und technologischen Entwicklung anstreben, erfolgt dadurch, dass solche Wissenschaftler für bestimmte Zeit an die entsprechenden GFS-Einrichtungen abgestellt und in Forschungsteams integriert werden, die im Verbund mit einzelstaatlichen Laboratorien arbeiten. Spezifische gemeinsame Vorhaben könnten entweder theoretisch ausgerichtet sein oder auf die Nutzung wissenschaftlicher Versuchseinrichtungen der GFS abzielen. Die Ausbildungsmöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler werden auch dadurch ausgebaut, dass für sie die Teilnahme an GFS-Eurokonferenzen und vergleichbaren Tätigkeiten in GFS-Einrichtungen oder in Zusammenarbeit mit einzelstaatlichen Forschungslaboratorien an anderer Stelle in der Gemeinschaft vorgesehen und gefördert wird.

Innerhalb der Netze wird auf die Förderung des Austauschs von Wissenschaftlern - und zwar sowohl von Nachwuchskräften als auch von erfahreneren Wissenschaftlern - zwischen einzelstaatlichen Laboratorien und der GFS besonderer Nachdruck gelegt; dabei wird sowohl den Mitarbeitern aus den einzelnen Staaten eine zeitweilige Mitarbeit bei der GFS (bis zu drei Jahren) als auch den GFS-Mitarbeitern auf die gleiche Art und Weise eine Mitarbeit in einzelstaatlichen Laboratorien und Teams ermöglicht.

Ziel dieser auf eine Vernetzung abzielenden Massnahme ist der Ausbau bestehender Vereinbarungen zwischen einzelstaatlichen Laboratorien und der GFS sowie die Förderung des Abschlusses neuer derartiger Vereinbarungen mit einzelstaatlichen Laboratorien; diese könnten spezifische Themen betreffen, bei denen durch die Vernetzung von Laboratorien unter Einbeziehung der entsprechenden wissenschaftlichen GFS-Einrichtungen eine gemeinsame Arbeit an bestimmten gemeinsamen Vorhaben geboten erscheint.

Gemeinsame Vorhaben, die innerhalb der Netze durchgeführt werden sollen, werden in Abstimmung mit allen an dem betreffenden Netz beteiligten Partnern festgelegt werden. Die Auswahl der Forscher, denen die Mobilitäts- und Ausbildungsmöglichkeiten zugute kommen sollen, werden ebenfalls im Benehmen mit den Partnern erfolgen; dabei sind die im spezifischen FTE-Programm "Humankapital und Mobilität" (HUMCAP C) festgelegten Auswahlkriterien zu berücksichtigen.

Neben den Vernetzungsvereinbarungen wird der Zugang interessierter einzelstaatlicher Teams zu den Versuchseinrichtungen der GFS gefördert werden, und zwar durch einen entsprechenden Personalaustausch bei Versuchen, die sowohl für die GFS als auch für die einzelstaatlichen Teams von Interesse sind.

Die Kommission ist ermächtigt, internationale Abkommen mit Drittländern, die Mitglieder von COST sind, auszuhandeln, insbesondere mit den Ländern der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und den mittel- und osteuropäischen Ländern, mit dem Ziel, diese Länder an dem Programm zu beteiligen. Vertragspartner, die ihren Sitz ausserhalb der Gemeinschaft haben, dürfen aber die Gemeinschaftsfinanzierung für das Programm nicht in Anspruch nehmen. Solche Vertragspartner haben einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten zu leisten.

Der für die Durchführung des Programms für erforderlich erachtete Betrag beläuft sich auf 24,75 Millionen ECU, von dem 6 % für die orientierende Forschung verwendet werden können. Ein Betrag, der 1 % des GFS-Gesamthaushalts für 1992-1994 darstellt, wird als ein Beitrag der spezifischen Programme der GFS für die zentralisierte Massnahme zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse (VALUE II) zurückgestellt.

Die Verbreitung der bei der Durchführung der Vorhaben gewonnenen Kenntnisse erfolgt im Rahmen des Programms selber sowie durch die zentralisierte Massnahme.

Die Kommission legt dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss jährlich vor dem 31. März einen Bericht über die Durchführung der Programme vor sowie die Bemerkungen des Aufsichtsrats. Nach Ablauf des Programms wird von einer Gruppe externer unabhängiger Sachverständiger eine Bewertung der Forschung durchgeführt, und diesen Organen wird ein Bewertungsbericht zusammen mit der Stellungnahme des Aufsichtsrats übermittelt.
Datensatznummer: 292 / Zuletzt geändert am: 1996-01-12
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