Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Vorheriges Programm

ET-YFE 1C

Nachfolgeprogramm

ET-YFE 3C

Programmfinanzierung

EUR 25 million

Referenz zum Amtsblatt

L 217 von 1991-08-06

Rechtsrahmen

91/395/CEE von 1991-07-29
Die Förderung des Jugendaustauschs innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zugunsten einer wachsenden Zahl von Jugendlichen aus allen Mitgliedstaaten, der Beitrag zu einer Verbesserung der Qualität und Diversifizierung des derartigen Austauschs und die Unterstützung des Austauschs zur Entwicklung tragfähiger Beziehungen zwischen Jugendlichen.

Kurzbeschreibung

Am 16. Juni 1988 verabschiedete der Rat der Europäischen Gemeinschaften mit dem Beschluß 88/348/EWG das Aktionsprogramm "Jugend für Europa" (Amtsblatt Nr. L 158 vom 25.6.1988) zur Förderung des Jugendaustauschs in der Gemeinschaft. Vorliegendes ist die zweite Phase dieses Programms, das eine Reihe von Maßnahmen umfaßt, die unmittelbar mit der Förderung des Austauschs und der Mobilität der Jugendlichen in der Gemeinschaft zusammenhängen.

Der Begriff "Jugendaustausch" bezieht sich in diesem Zusammenhang auf projektbezogene bi- und multilaterale Austauschmassnahmen und Begegnungen, die auf der Grundlage gemeinsamer Vorhaben innerhalb der Gemeinschaft zwischen Gruppen von jugendlichen Gebietsansässigen zweier oder mehrerer Mitgliedstaaten im Alter zwischen 15 und 25 Jahren stattfinden und die sich von den Austauschmaßnahmen im Rahmen des Unterrichtswesens oder einer beruflichen Ausbildung unterscheiden. Sie sind von mindestens einwöchiger Dauer und speziell geplant, um es Jugendlichen zu ermöglichen, Kenntnisse für das Erwerbs- und Arbeitsleben zu sammeln, indem sie einen besseren Einblick in das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben anderer Mitgliedstaaten gewinnen, mit Gruppen von Jugendlichen, die in verschiedenen Mitgliedstaaten zu Hause sind, in Verbindung treten und mit ihnen zusammenarbeiten, Ideen austauschen und gemeinsame Interessen mit Jugendlichen aus anderen Ländern, die am Austausch teilnehmen, entdecken und das Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zu Europa stärken. entwickeln. Im Rahmen dieses Programms unterstützte Tätigkeiten sind vor allem dafür ausgelegt, die Teilnahme von Jugendlichen zu fördern, für die es am schwierigsten ist, an den bestehenden Austauschprogrammen teilzunehmen.

Unterteilung

- Direkte Unterstützung für Jugendprojekte, die Austausch und Mobilitätsmaßnahmen einschließen;

- Studienaufenthalte und Weiterbildungsmaßnahmen für Jugendbetreuer;

- Begleitende Maßnahmen:
. Förderung praktischer Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität von Jugendlichen;
. Maßnahmen zur Förderung gemeinsamer Tätigkeiten im Bereich der Jugendarbeit;
. Maßnahmen zur Bereitstellung der für die Durchführung von Zuschuß- und Beihilfeprogrammen erforderlichen technischen Sachkenntnis;
. Maßnahmen zum Auffinden von Mitteln und Wegen zur Überwindung der verschiedenen Hemmnisse, die eine Beteiligung an oder die Durchführung von Jugendaustauschvorhaben erschweren können;
. Maßnahmen zur Festlegung etwaiger neuer Aktionen, die durchgeführt werden können, um die in den bestehenden Austauschprogrammen aufgetretenen Lücken zu schließen;

- Tätigkeiten, die verbunden sind mit der Entwicklung:
. von Informationen für Jugendliche und Jugendbetreuer über die im Rahmen dieses Programms unterstützten Tätigkeiten sowie Antrags- und Zuschußverfahren für jede Tätigkeit;
. von Beratungsmöglichkeiten;
. von Koordinierungsmaßnahmen für Tätigkeiten und des Informations- und Erfahrungsaustauschs zwischen den in den verschiedenen Mitgliedstaaten zuständigen Einrichtungen;
. der Bewertung der Auswirkungen des Programms in qualitativer Hinsicht.

Ausführung

Die Kommission führt das Programm mit Unterstützung durch einen Ausschuß mit beratender Funktion durch, der sich aus zwei Vertretern je Mitgliedstaat zusammensetzt und dessen Vorsitz ein Vertreter der Kommission führt. Die Ausschußmitglieder können sich von Sachverständigen oder Beratern unterstützen lassen. Je ein Vertreter des Europarats und des Jugendforums der Europäischen Gemeinschaften sind eingeladen, an den Beratungen des Ausschusses als Beobachter teilzunehmen. Jeder Mitgliedstaat benennt eine bereits bestehende Einrichtung oder schafft eine oder mehrere zuständige Einrichtungen, die auf einzelstaatlicher Ebene die Durchführung des Programms koordinieren. Diese Einrichtungen arbeiten bei der kontinuierlichen Bewertung des Programms zusammen.

Die Maßnahmen richten sich an Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren sowie an die Stellen, die bei der Förderung von Austausch- und Mobilitätsmaßnahmen für Jugendliche mitwirken. Die Vorhaben müssen, um von der Gemeinschaft unterstützt zu werden, gemeinsamen Kriterien in bezug auf Qualität, Wirkung und Effizienz entsprechend den Zielsetzungen des Programms genügen.

Die Kommission trägt dafür Sorge, daß dieses Programm und sonstige Programme der Mitgliedstaaten und der Gemeinschaft bezüglich der Jugendlichen, insbesondere der Jugendaustausch im Rahmen des Programms TEMPUS, miteinander vereinbar sind und einander ergänzen. Dabei wird auch den Tätigkeiten des Europarats, unter anderem im Bereich von Information und Ausbildung von Jugendbetreuern, Rechnung getragen. Die Kommission trägt ferner für regelmäßige Kontakte zu internationalen Organisationen Sorge, die auf diesem Gebiet tätig sind.

Die Kommission bewertet das Programm kontinuierlich aufgrund von statistischen und sonstigen Angaben der benannten Einrichtungen in den Mitgliedstaaten sowie aufgrund von anderen unabhängig zusammengetragenen Angaben und Analysen. Ausgehend von dieser Bewertung legt die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat nach dem ersten Jahr einen Bericht über die Durchführung des Programms vor, worin auch die seit dem 1. Juli 1988 erzielten Ergebnisse der ersten Phase berücksichtigt werden.
Datensatznummer: 297 / Zuletzt geändert am: 1992-07-22