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Rahmenprogramm

FP3-FRAMEWORK 3C

Referenz zum Amtsblatt

L 141 von 1992-05-23

Rechtsrahmen

92/273/CEE von 1992-04-29
Beitrag zu den Rechtssetzungsmassnahmen in Bereichen wie Gesundheitsvorsorge und Risikoüberwachung, Festlegen von Höchst- und Mindestwerten (z.B. Toxikologie), Standard-Bewertungsverfahren und Analyseverfahren, Risikoabschätzung für Arbeiter und Bewertung des Arbeitsumfelds im Zusammenhang mit der Einführung neuer Technologien.

Kurzbeschreibung

Dieses neue GFS-Programm, Teil des dritten Rahmenprogramms für Gemeinschaftsaktionen im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (1990 bis 1994) unter Linie I.2: "Industrielle und Werkstofftechnologien", baut auf frühere Forschungstätigkeiten im Bereich der menschlichen Faktoren in den GFS-Programmen auf dem Gebiet der industriellen Risiken auf.

Unterteilung

Drei Forschungsbereiche:

- Arbeitsplatzgrenzwerte - chemische Stoffe (Umweltinstitut, Institut für Systemtechnik und Informatik und Institut für Sicherheitstechnologie, Ispra):
. Daten über Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz:
Sammlung, Validierung, Registrierung und Verbreitung von Daten für die Bewertung von Gefahren und Risiken chemischer Belastung am Arbeitsplatz;
. Humantoxikologie:
- Identifizierung und Verhütung von möglichen Ursachen für durch Spurenmetallbelastung hervorgerufene Berufskrankheiten;

- Unfallverhütung und -management (Institut für Systemtechnik und Informatik, Ispra):
Durchführung und Koordinierung von Forschungstätigkeiten in Bereichen der beruflichen und organisatorischen Aspekte des Arbeitsumfelds sowie Verhütung und Management von Unfällen in Anlagenkomplexen;

- Entlüftungs- und Schadstofftransportmodelle (Institut für Systemtechnik und Informatik, Ispra):
Entwicklung eines numerischen Modells für die Vorhersage der Konzentrationsverteilung eines Schadstoffs, der giftig oder entflammbar sein kann, in einem geschlossenen Raum unter wirbelströmungsfreien oder Zwangskonvektionsbedingungen und mit Hindernissen.

Ausführung

Die Kommission, die vom Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt wird, sorgt für die Durchführung des Programms mit Hilfe der Dienstleistungen der GFS und parallel zu anderen entsprechenden spezifischen Programmen des dritten Rahmenprogramms (1990-1994).

Das Programm umfasst Projekte im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (FTE) und flankierende Massnahmen. Die FTE-Projekte werden in Zusammenarbeit und, wenn möglich, im Einvernehmen mit nationalen Forschungsstellen der Mitgliedstaaten durchgeführt, wobei so weit wie möglich den Aspekten der regionalen Entwicklung von FTE-Tätigkeiten sowie deren möglichen sozio-ökonomischen Auswirkungen Rechnung getragen wird. Besondere Beachtung finden dabei die in Assoziierung mit der Industrie, vor allem mit kleinen und mittleren Unternehmen, abgewickelten Gemeinschaftsvorhaben gewidmet.

Die Forschungstätigkeiten werden vom Institut für Systemtechnik und Informatik (ISEI), dem Institut für Sicherheitstechnologie (IST) und dem Umweltinstitut (EI) in Ispra durchgeführt.

Die Kommission ist ermächtigt, internationale Abkommen mit Drittländern, die Mitglieder von COST sind, auszuhandeln, insbesondere mit den Ländern der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und den mittel- und osteuropäischen Ländern, mit dem Ziel, diese Länder an dem Programm zu beteiligen. Vertragspartner, die ihren Sitz ausserhalb der Gemeinschaft haben, dürfen aber die Gemeinschaftsfinanzierung für das Programm nicht in Anspruch nehmen. Solche Vertragspartner haben einen Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungskosten zu leisten.

Die für eine internationale Zusammenarbeit in Frage kommenden Forschungsvorhaben umfassen Massnahmen der Zusammenarbeit mit internationalen Forschungslaboratorien und sehen den Austausch von Forschern vor. Zusätzliche Massnahmen sollten eine Zusammenarbeit mit Forschungslaboratorien und -einrichtungen in den mittel- und osteuropäischen Ländern ermöglichen.

Der für die Durchführung des Programms für erforderlich erachtete Betrag beläuft sich auf 91,08 Millionen ECU, von dem 6 % für die orientierende Forschung verwendet werden können. Ein Betrag, der 1 % des GFS-Gesamthaushalts für 1992-1994 darstellt, wird als ein Beitrag der spezifischen Programme der GFS für die zentralisierte Massnahme zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse (VALUE II) zurückgestellt.

Die Verbreitung der bei der Durchführung der Vorhaben gewonnenen Kenntnisse erfolgt im Rahmen des Programms selber sowie durch die zentralisierte Massnahme.

Die Kommission legt dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss jährlich vor dem 31. März einen Bericht über die Durchführung der Programme vor sowie die Bemerkungen des Aufsichtsrats. Nach Ablauf des Programms wird von einer Gruppe externer unabhängiger Sachverständiger eine Bewertung der Forschung durchgeführt, und diesen Organen wird ein Bewertungsbericht zusammen mit der Stellungnahme des Aufsichtsrats übermittelt.
Datensatznummer: 299 / Zuletzt geändert am: 1992-07-22
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