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Nachfolgeprogramm

EMP-NOW 2

Programmfinanzierung

EUR 120 million

Referenz zum Amtsblatt

C 327 von 1990-12-29

Rechtsrahmen

90/C327/04
Hilfe für Frauen, die voraussichtlichen positiven Auswirkungen des Wirtschaftswachstums und der technologischen Entwicklung auf gleicher Basis wie die Männer zu nutzen. Hierbei sollen insbesondere die Schwierigkeiten berücksichtigt werden, denen Frauen am Arbeitsmarkt insbesondere in den benachteiligten Regionen gegenüberstehen und die für eine steigende Zahl von Frauen durch die Langzeitarbeitslosigkeit und die dadurch verursachte soziale Ausgrenzung noch verstärkt werden.

Kurzbeschreibung

Am 18. Dezember 1990 beschloß die Kommission der Europäischen Gemeinschaften, eine Gemeinschaftsinitiative zur Förderung gleicher Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen (NOW) gemäß Artikel 11 der Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 einzurichten. Diese Initiative bildet einen integralen Bestandteil der Durchführung des dritten mittelfristigen Programms für die Chancengleichheit (1991 bis 1995).

Im Rahmen von NOW kann die Gemeinschaft Zuschüsse für spezifische Maßnahmen zugunsten von Frauen gewähren, die in den von den Mitgliedstaaten vorgelegten und von der Europäischen Kommission genehmigten Vorschlägen für operationelle Programme oder Globalzuschüsse enthalten sind. Spezifische Aktionen mit Modellcharakter werden in einem transnationalen Rahmen durchgeführt und können in dem Austausch von Erfahrungen und Berufsausbildungsprogrammen auf Gemeinschaftsebene für Ausbilder oder Auszubildende bestehen. Diese Aktionen im Bereich der Beschäftigung und beruflichen Ausbildung dienen der Bewältigung der neuen Aufgaben, die die Vollendung des Binnenmarktes mit sich bringt. Mit Hilfe dieser Aktionen sollen die Qualifikationen der Frauen neu bewertet und gefördert und es soll ein Wandel im Bereich der Unternehmenskultur angeregt werden, um den Frauen zu ermöglichen, eigene Unternehmen oder Kooperativen zu gründen. Gleichzeitig soll die Wiedereingliederung der Frauen in den regulären Arbeitsmarkt unterstützt und ihre verstärkte Ausgrenzung verhindert werden, um die Unsicherheit der Frauenbeschäftigung zu beseitigen. Ergänzende Maßnahmen werden von der Gemeinschaft finanziert, um die Wirkung der Berufsausbildung und die Förderung von Beschäftigungsprogrammen auf regionaler und lokaler Ebene und insbesondere in den benachteiligten Regionen zu verstärken.

Unterteilung

Förderfähige Maßnahmen:

- Gründung kleiner Unternehmen und Genossenschaften durch Frauen:
. Berufsausbildungsmaßnahmen, die speziell auf die Leitung eines Unternehmens oder einer Genossenschaft ausgerichtet sind;
. Gründung von Unternehmen oder Genossenschaften mittels einer Beihilfe zur Aufnahme selbständiger Aktivitäten und mittels Rekrutierungsbeihilfen;
. Unterstützung bei der Einrichtung von Diensten, die Frauen helfen, Zugang zu bestehenden Strukturen zu erhalten, um die Aufnahme handwerklicher Tätigkeiten oder die Gründung kleiner und mittlerer Unternehmen zu erleichtern;

- Maßnahmen betreffend die Orientierung, Beratung, vorbereitende Ausbildung, Ausbildung und Zugang zur Beschäftigung im Hinblick auf die berufliche Wiedereingliederung;

- Ergänzende Maßnahmen:
. Aufbau von Kinderbetreuungseinrichtungen;
- technische Hilfsmaßnahmen.

Ausführung

Die Kommission ist für die Durchführung des Programms verantwortlich.

Die operationellen Programme und Globalzuschüsse im Rahmen von NOW werden gemeinsam von den Mitgliedstaaten und der Gemeinschaft mit Hilfe der Strukturfonds finanziert. Die Höhe des finanziellen Beitrags der Gemeinschaft hängt ab von der Art und dem Umfang der zu lösenden Probleme und von der Qualität der Maßnahmen. Die Höhe der Unterstützung folgt den Vorschriften der Strukturfonds-Verordnungen und berücksichtigt die finanzielle Kapazität der betroffenen nationalen und regionalen Behörden.

Bei der Bewertung der Qualität der Aktionen durch die Kommission sind folgende Aspekte von Bedeutung:
- gemeinschaftliche Dimension und transnationaler Charakter der Aktionen;
- die Wirkung der vorgeschlagenen Maßnahmen auf die Frauenbeschäftigung;
- ihre Kohärenz mit dem mittelfristigen Programm der Gemeinschaft für Chancengleichheit;
- ihre Kohärenz und Komplementarität mit anderen Aktionen der Gemeinschaft;
- ihre Wirkung auf die Entwicklung der regionalen und lokalen Wirtschaft.
Datensatznummer: 301 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05