Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Nachfolgeprogramm

REG-LEADER 2

Programmfinanzierung

EUR 400 million

Referenz zum Amtsblatt

C 73 von 1991-03-19

Rechtsrahmen

91/C73/14
Zur Erlangung von Lösungen, die als ein Modell für die Entwicklung von allen ländlichen Bereichen dienen und zur Gewährleistung der maximalen Integration zwischen sektoralen Maßnahmen.

Kurzbeschreibung

Am 15. März 1991 beschloß die Kommission der Europäischen Gemeinschaften in Übereinstimmung mit Artikel 11 der Verordnung (EWG) Nr. 4253/88 (Amtsblatt Nr. L 374 vom 31.12.1988) die Einrichtung der Initiative LEADER, die als ein Modell für ländliche Entwicklung dient. Die Initiative bezweckt die Einrichtung eines Netzes von lokalen Aktionsgruppen für ländliche Entwicklung, die bei der Umsetzung auf lokaler Ebene der durch nationale Globalzuschüsse finanzierten Initiativen über ein erhebliches Maß an Flexibilität verfügen. Sie ergänzt die im Unterstützungsrahmen der Gemeinschaft enthaltenen lokalen Entwicklungsmaßnahmen.

Unterteilung

Drei Arten von Maßnahmen:

- Maßnahmen für landwirtschaftliche und ländliche Entwicklung:
. Technische Unterstützung der ländlichen Entwicklung;
. Berufsausbildung und Hilfe für die Einstellung von Arbeitskräften;
. Ländlicher Tourismus;
. Kleine Unternehmen, Handwerksbetriebe und lokale Dienste;
. Nutzung und Absatzförderung von lokalen Agrar-, Forst- und Fischereiprodukten;
. Andere Maßnahmen;

- Maßnahmen betreffend lokale Entwicklungsgruppen:
. Unterstützung der Gründung einer Gruppe;
. Hilfe für die Datenbearbreitung und Übertragung von Ausrüstung;
. Technische Hilfe;

- Maßnahmen betreffend die transnationalen Netze für Gruppen:
. Betriebskosten;
. Bewertungskosten;
. Kosten der Verbreitung der erzielten Ergebnisse.

Ausführung

Die Kommission ist für die Durchführung der Initiative verantwortlich. Sie erhält die Form von integrierten Globalzuschüssen für die entsprechenden Behörden (die öffentliche Stellen sein können), die von den Mitgliedstaaten ernannt werden. Die Behörden koordinieren die Verwendung der Zuschüsse durch die lokalen Entwicklungsgruppen. Führende Persönlichkeiten aus der lokalen Wirtschaft und Gesellschaft können an der Leitung der Gruppen beteiligt werden, die - in manchen Fällen - lokale gemeinsame Verwaltungen (Vereinigungen von Stadtverwaltungen) sein können. Die öffentlichen, privaten oder gemischten Gremien, die als Gruppen handeln, werden unter folgenden Voraussetzungen gemeinsam von der Kommission und den Mitgliedstaaten auf der Grundlage erweiterter Vorschläge ausgewählt, die von den Mitgliedstaaten unterbreitet werden: Gewährleitung der Zahlungsfähigkeit; Fähigkeit der Ausführung von Verwaltungstätigkeiten; lokale Präsenz; Teilnahme führender Persönlichkeiten aus der lokalen Wirtschaft und Gesellschaft an ihrer Durchführung; Qualität der von der Gruppe in Form eines mehrjährigen Geschäftsplans vorgeschlagenen lokalen Entwicklungsprogramms; Know-How und Fachwissen über ländliche Entwicklung; und Akzeptanz des Prinzips der Betriebstätigkeit als ein transnationales Netz. Es werden entweder bestehende oder neue Gremien einbezogen, die von lokalen Gemeinschaften eingerichtet werden. Wo erforderlich wird neuen Gruppen technische Hilfe zur Verfügung gestellt.

Die Gruppen arbeiten auf der Basis eines Netzes zum Austausch von Information und Erfahrung. Für die Ausführung dieser Tätigkeiten erhält jede lokale Gruppe die dafür erforderliche Mindestausrüstung, die ihnen die Möglichkeit gibt, durch die Verbindung mit einer Reihe von Übertragungs- und Datennetzen bei Austauschaktivitäten als Vermittler zu agieren.

Die Gruppen übernehmen das delegierte Management der durch die einzelstaatlichen Behörden koordinierten Globalzuschüsse. Die Fonds werden ihnen auf der Basis des ihnen unterbreiteten lokalen Entwicklungsprogramms zugeteilt (Geschäftsplan).

Für diese Initiative komme alle Bereiche unter Ziel 1 und 5 (b) kommen in Frage. Die in Entwicklung befindlichen ländlichen Bereiche sollten über eine Bevölkerung von etwa 5000 bis 100000 Personen verfügen und einem Bereich entsprechen, der kleiner ist als die Verwaltungskategorie NUTS III. Innerhalb dieses Bereiches können einzelne durch die Gruppen durchgeführte Initiativen ländliche Gemeinschaften betreffen, die kleiner sind.

Wenn die Anzahl der Gruppen innerhalb des Mitgliedstaates es rechtfertigt, überwacht und bewertet ein einzelner Überwachungsausschuß, der spezifisch mit LEADER befaßt ist, die lokalen Gruppen auf nationaler Ebene. Alle erforderlichen Informationen werden den regionalen Überwachungsausschüsse für die Regionen übermittelt, in denen die Gruppen eingerichtet wurden, um diesen Ausschüssen die Möglichkeit zu geben, die Übereinstimmung innerhalb des betreffenden Gemeinschaftsrahmens sicherzustellen.
Datensatznummer: 312 / Zuletzt geändert am: 1996-01-22
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