Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Rahmenprogramm

FP3-FRAMEWORK 3C

Vorheriges Programm

JRC-EXPLORES 1C

Referenz zum Amtsblatt

L 141 von 1992-05-23

Rechtsrahmen

92/273/CEE von 1992-04-29
Erhöhung des Qualitätsniveaus der Laboratorien der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) in ausgewählten wissenschaftlichen Bereichen und Suche nach neuen Ideen.

Kurzbeschreibung

Orientierende Forschung der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS), Teil des dritten Rahmenprogramms für Gemeinschaftsaktionen im Bereich der Forschung und technologischen Entwicklung (1990 bis 1994) unter Teilaktion III.6: "Humankapital und Mobilität", wird in den beiden Entscheidungen des Rates über die GFS-Programme 1992-1994 vorgesehen: Entscheidung 92/273/EWG und Entscheidung 92/274/Euratom, beide vom 14. Oktober 1992 (Amtsblatt Nr. L 141 vom 23.05.1992).

In ihrer Mitteilung an den Rat betreffend neue Aussichten für die Gemeinsame Forschungsstelle (COM(87) 491 vom 20.4.1988) begrüsste die Kommission den Vorschlag von einem Gremium leitender Industrialisten, dass ein Teil des gesamten Umsatzes der GFS "orientierender Forschung" gewidmet werden sollte. Die Argumente, die zur Auswahl einer bestimmten Aktion führen würden, waren:
- Die Verbesserung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit und des wissenschaftliche Potentials;%l Die Erkundung geeigneter und vielversprechender Wege;
- Das Testen neuer Ideen oder Konzepte in kleinem experimentellem Umfang;
- Die Bereitstellung zusätzlicher Einrichtungen für Gastwissenschaftler und Vertreter;
- Die Verstärkung der Auswirkungen von Tätigkeiten industrieller Clubs.

Der Aufsichtsrat genehmigte auf seiner Versammlung am 9. Juni 1988 erstmals eine Reihe von Projekten auf dem Gebiet der orientierenden Forschung, und die Überweisung der erforderlichen Mittel erfolgte dementsprechend als Belastung der Ressourcen der spezifischen GFS-Forschungsprogramme.

Unterteilung

- Orientierende Forschung der Institute (nach Ermessen);
- Orientierende Forschung der GFS.

Ausführung

Die Kommission, die vom Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt wird, ist für die Durchführung der Forschung verantwortlich und nimmt dabei die Dienste der GFS in Anspruch.

Vorschläge kommen im wesentlichen von den Zuständigen für wissenschaftliche Tätigkeiten in der GFS. Dieser Prozess wird durch wissenschaftliche Stellungnahmen verstärkt, zu deren Abgabe die beratenden Ausschüsse der GFS-Institute bezüglich ihrer betreffenden Institute aufgefordert werden. Diese Vorschläge werden dann zusammen analysiert, und dem Aufsichtsrat der GFS wird eine vom Generaldirektor, der die Themen der vorbereitenden Forschung für ein bestimmtes Jahr in den Arbeitsplan für dieses Jahr aufnimmt, getroffene Auswahl zur Genehmigung vorgelegt. Gegebenenfalls können Gutachten externer unabhängiger Sachverständiger eingeholt werden.

Die jährlichen Arbeitsprogramme der GFS für 1992 beschreiben 13 Aktionen für "orientierende Forschung der Institute" und 20 Aktionen "orientierender Forschung der GFS", die in den GFS-Instituten in GEEl, Ispra, Karlsruhe und Petten durchgeführt werden.

Während des Zeitraums 1988-1991 konnte ein Betrag, der 5 % der für jedes spezifische GFS-Programm für erforderlich gehaltenen Beträge entspricht, für "orientierende Forschung" verwendet werden. Die Entscheidungen des Rats (EWG und Euratom), mit denen die GFS-Programme 1992-1994 angenommen wurden, lassen die Verwendung von bis zu 6 % der für jedes spezifische Programm bereitgestellten Mittel für die "orientierende Forschung" zu.

Ein Betrag, der 1 % des GFS-Gesamthaushalts für 1992-1994 darstellt, wird als ein Beitrag der spezifischen Programme der GFS für die zentralisierte Massnahme zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse (VALUE II) zurückgestellt. Die Verbreitung der bei der Durchführung der Vorhaben gewonnenen Kenntnisse erfolgt im Rahmen des Programms selber sowie durch die zentralisierte Massnahme.

Die Kommission legt dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss jährlich vor dem 31. März einen Bericht über die Durchführung der Programme vor sowie die Bemerkungen des Aufsichtsrats. Nach Ablauf des Programms wird von einer Gruppe externer unabhängiger Sachverständiger eine Bewertung der Forschung durchgeführt, und diesen Organen wird ein Bewertungsbericht zusammen mit der Stellungnahme des Aufsichtsrats übermittelt.
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben