Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Nachfolgeprogramm

FP4-INCO - FP4-INCO-COPERNICUS
Zur Förderung einer paneuropäischen Forschungsgemeinschaft.

Kurzbeschreibung

Die Europäische Gemeinschaft hat die Reformen in Mittel- und Osteuropa von Anfang an hauptsächlich durch ihr PHARE-Programm und ebenso mit ihren Programmen für die Entwicklung der Hochschulausbildung (TEMPUS) und Wirtschaft (ACE) unterstützt. In bezug auf die Reform der Forschungssysteme in Mittel- und Osteuropa hat die Europäische Gemeinschaft in eingeschränktem Maße Hilfe und Beratung geleistet und leistet diese weiterhin. Ein Teil davon wird durch Kooperationsaktivitäten auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie geleistet. Diese Aktivitäten werden im Rahmen der Assoziationsvereinbarungen und Vereinbarungen über Handel und kommerzielle und ökonomische Zusammenarbeit unternommen, welche die Gemeinschaft mit einer Anzahl der Länder in Mittel- und Osteuropa unterzeichnet hat und die Klauseln über Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie enthalten.

Auf seiner Sitzung vom 8. Oktober 1991 faßte das Europäische Parlament einen Beschluß über wissenschaftliche und technologische Kooperation zwischen der Europäischen Gemeinschaft und europäischen Nicht-Mitgliedstaaten (Amtsblatt Nr. C 280 vom 28.10.1991), der die Koordination wissenschaftlicher und technologischer Projekte zwischen der Gemeinschaft und den Staaten Mittel- und Osteuropas innerhalb des COPERNICUS (Gemeinschaft der paneuropäischen Forschungsnetze von interdisziplinären Zentren und Universitäten im Bereich der Wissenschaften) Aktionsplans nahelegte, wie ursprünglich durch den amtierenden Präsidenten des Ministerrates auf dem vom Parlament und der Kommission organisierten Forum über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit mit Mittel- und Osteuropa vorgeschlagen, das im November 1990 in Straßburg stattfand.

Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie war eines der Hauptthemen auf der Ministerkonferenz des OECD Komitees über wissenschaftliche und technologische Politik, das am 10. und 11. März 1992 in Paris stattfand, wo die Minister ihre Verpflichtung zu weiteren konkreten Aktivitäten überspezifische Bereiche wie die Ausbildung von Forschern und Wissenschaftlern, die Stärkung der osteuropäischen Wissenschafts- und Technologiesysteme, den Technologietransfer und die Umwandlung des militärisch-industriellen Komplexes bekräftigten.

Unterteilung

Fünf Aktionen:

- Wissenschaftliche und technische Mobilität, die Staatsangehörige der Europäischen Gemeinschaft und aus den mittel- und osteuropäischen Ländern (Forschungsstipendien) umfaßt, in allen Bereichen einschließlich Naturwissenschaften, Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften;

Vorbereitende Aktionen mit der Absicht, die Gründung paneuropäischer Netzwerke und die Organisation von und Teilnahme an Konferenzen, Workshops und Seminaren in den gleichen Bereichen zu erkunden;

- Gemeinsame Forschungsprojekte in Prioritätsbereichen zwischen Organisationen und Unternehmen, sowohl öffentliche als auch private, der Europäischen Gemeinschaft und der Länder Mittel- und Osteuropas in allen Bereichen einschließlich der Qualität des Lebens (Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Sozialwissenschaften und gesellschaftliche Probleme) und die industriellen Technologien (Informations- und Kommunikationstechnologien, Werkstoffe und Produktion, Agrarindustrie und Nahrungsmittel);

- Unterstützung für die Teilnahme von Organisationen und Unternehmen der mittel- und osteuropäischen Länder an Projekten dieser spezifischen Gemeinschaftsprogramme für Forschung und technologische Entwicklung, welche die Teilnahme auf Grundlage von Projekt zu Projekt ermöglichen;

- Unterstützung für die Teilnahme von Organisationen und Unternehmen, die in mittel- und osteuropäischen Staaten gegründet wurden, an COST-Aktionen.

Ausführung

Die Kommission trägt die Verantwortung für die Durchführung des Programms. Es wurde eine Task Force unter der Verantwortung der Generaldirektionen XII und XIII eingerichtet, um die wissenschaftlichen und technischen Kooperationsprogramme mit Mittel- und Osteuropa zu koordinieren und eine kohärente Politik auf diesem Gebiet zu formulieren.

Die Unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion werden die Internationale Stiftung für die Förderung der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern auf der GUS Nutzen können.

Die 1991 durch die Bildungs- und Erziehungsminister von Ungarn, Polen und der Tschechoslowakei gegründete Internationale Politische Kommission (IPC) unterhält ein Projekt über "die Transformation der Bildungs- und Forschungssysteme in Mittel- und Osteuropa" und hat eine Anzahl von Studien bestimmt, die zur Unterstützung unternommen werden sollen. Ein Teil dieser Studien wird durch die Gemeinschaft gefördert und finanziell unterstützt.

1992 wurden 55 Millionen ECU aus dem Budget der Europäischen Gemeinschaft an vorbereitende und Pilotaktionen zugeteilt . 40 Million ECU davon dienen der Unterstützung einer Anzahl sondierender Kooperationsprojekte auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie zwischen der Gemeinschaft und den Staaten Mittel- und Osteuropas, 10 Millionen ECU zur Unterstützung auf einer Basis von Fall zu Fall, die Teilnahme von Organisationen aus Mittel- und Osteuropa an diesen spezifischen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen ermöglicht eine solche Teilnahme auf einer Grundlage von Projekt zu Projekt und 5 Millionen ECU für ihre Teilnahme an COST.

Die Teilnahme ist in den Staaten Mittel- und Osteuropas offen, die eine Vereinbarung mit der Europäischen Gemeinschaft haben, die die Zusammenarbeit in Wissenschaft und technologischer Entwicklung umfaßt. Dazu gehören gegenwärtig folgende Staaten: Albanien, Bulgarien, Tschechoslowakei, Estland, Ungarn, Lettland, Littauen, Polen, Rumänien, Slowakei und Slowenien.
Datensatznummer: 322 / Zuletzt geändert am: 1997-10-22