Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Nachfolgeprogramm

FP4-INCO - IC-MEDA

Programmfinanzierung

EUR 5,3 million
Zur Erforschung der Möglichkeiten der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft und mediterranen Drittländern in den zwei Bereichen des Umweltschutzes und der Gesundheit.

Kurzbeschreibung

Ein Beschluß über wissenschaftliche und technologische (W & T) Kooperation mit Staaten und Organisationen außerhalb Europas wird gefaßt, um die Möglichkeiten und Ergebnisse zu bewerten, angemessene Investitionsbedingungen für internationale W&T-Zusammenarbeit zu gewährleisten und internationale Zusammenarbeit zu fokussieren. (Amtsblatt C 267 vom 14.10.1991). Die Kommission hat verschiedene vorbereitende Aktionen lanciert, um die Möglichkeiten der wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft und mediterranen Drittländern in zwei Bereichen von gegenseitigem Interesse zu erforschen, nämlich im Umweltschutz und in der Gesundheit. Die unter diesem Programm finanzierten Aktivitäten beruhen auf den historischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen der Gemeinschaft und den betreffenden Ländern. Sie fallen unter den Gesetzesrahmen der zwischen diesen Ländern und der Gemeinschaft abgeschlossenen Vereinbarungen.

Die folgenden Aktionen sind vorgesehen:
- Gemeinsame Forschungsprojekte, die Organisationen und private und öffentliche Unternehmen der Europäischen Gemeinschaft mit denen der Mittelmeer-Drittländer in den spezifizierten Bereichen assoziieren;
- Wissenschaftliche Mobilität durch die Erteilung von Stipendien nach Erlangung des Doktorgrades an Wissenschaftler aus den Drittländern.

Unterteilung

Sechs Aktionsbereiche:

- Organische und anorganische Schadstoffe und ihre Auswirkungen auf die Umwelt und die Evaluation der Risiken für die menschliche Gesundheit;

- Saubere Technologie und Behandlung oder Verwertung von Abfall:
. Substitution gefährlicher Substanzen;
. Verringerung von Emissionen;

- Verwüstung in Mittelmeerzonen:
. Ausmaß und Dynamik;
. Regionale Auswirkung und Kontrolle;

Verbesserung und Konservierung von Wasserressourcen:
.Entsalzung;
. Suche nach Wasserressourcen;

- Vermeidung und Kontrolle vorherrschender Krankheiten:
. Diarrhöe und Leishmania;

- Entwicklung und Zirkulation von wissenschaftlicher und technischer Information und Förderung der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen in Mitgliedstaaten und den betreffenden Mittelmeer-Drittländern in den bewahrten Prioritätsbereichen.

Ausführung

Die Kommission trägt die Verantwortung für die Durchführung der Initiative. Sie ist offen für alle Personen, Organisationen und Forschungsinstitute, die in den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft und den betreffenden Mittelmeer-Drittländern gegründet wurden, nämlich in Algerien, Zypern, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Malta, Syrien, Türkei und Tunesien.

Gemeinsame Projekte unterliegen Verträgen mit Kostenbeteiligung über Forschung und technologische Entwicklung. Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft beträgt im Normalfall maximal 50% der Gesamtkosten, der Restbetrag wird durch die Partner bereitgestellt. Wenn jedoch die Universitäten und die Forschungszentren in der Gemeinschaft und alle Institutionen in Entwicklungsländern gegründet wurden, kann die Gemeinschaft maximal 100% der zusätzlichen Kosten beisteuern. Für die Aktion mit Kostenbeteiligung kann den Entwicklungsländern ein höherer Satz beigesteuert werden, insbesondere, wenn das Projekt Forschungsausrüstung erforderlich macht, das nach der Beendigung des Projekts in dem Land verbleiben wird.

Die Ausführung der Aktionen mit Kostenbeteiligung sollte durch in der Gemeinschaft gegründete Partnern und durch mindestens zwei in verschiedenen Mittelmeer-Drittländern gegründeten Teilnehmer erfolgen. Sie sollten mindestens zwei in verschiedenen Mittelmeer-Drittländern gegründete unabhängige Partner und mindestens einen in einem Mitgliedstaat der Gemeinschaft gegründeten Partner umfassen. Diejenigen Projekte, die eine sichtbare Auswirkung auf einer regionalen Ebene haben, werden vorrangig behandelt.

Bei den Vorschlägen kann es sich um angewandte oder um Grundlagenforschung handeln. Angewandte Forschung sollte wettbewerbsvorbereitenden Charakter haben. Pilot- oder Demonstrationsprojekte kommen nicht für finanzielle Unterstützung in Frage.

1992 betrug die Haushaltszuweisung für die Initiative 5 Millionen ECU und beläuft sich 1993 auf 5,3 Millionen ECU. Unter dieser Initiative wurden zwei Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen ausgeführt (Amtsblatt C 173 vom 9.7.1992 und Amtsblatt C 158 vom 10.6.1993).
Datensatznummer: 332 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05