Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Rahmenprogramm

FP4

Vorheriges Programm

IS-SPRINT 1

Nachfolgeprogramm

FP5-INNOVATION-SME

Programmfinanzierung

EUR 352 million

Referenz zum Amtsblatt

L 361 von 1994-12-31

Rechtsrahmen

94/917/CE von 1994-12-15
Sicherstellung der größtmöglichen Verbreitung der Ergebnisse aus FTE-Tätigkeiten im Rahmen gemeinschaftlicher und nationaler Programme; Erreichen der optimalen Nutzung durch Förderung mit Hilfe der Beteiligten der Umsetzung der erzielten FTE-Ergebnisse in Innovationen; und die Weitergabe der Technologien zur Unterstützung der verschiedenen auf nationaler oder regionaler Ebene lancierten Initiativen, um ihnen eine Gemeinschaftsdimension zu verleihen.

Kurzbeschreibung

Diese dritte Tätigkeit des Vierten Rahmenprogramms ist ein spezifisches Programm zur Verbreitung und optimalen Nutzung der Ergebnisse auf der Grundlage eines zusammenhängenden Bezugsrahmens, der zusammen und in enger Koordination mit den konventionellen Verfahren für die Optimierung der Ergebnisse von FTE-Forschung durchgeführt wird.

Das spezifische Programm entsteht aus der Notwendigkeit der Annahme einer neuen Vorgehensweise, die verglichen mit bestehenden Verbreitungs- und Nutzungstätigkeiten stärker zielgerichtet ist, so daß dem kumulativen und interaktiven komplexen Wesen des Innovationsprozesses sowie den spezifischen Bedürfnissen der unterschiedlichen beteiligten Akteure stärker Rechnung getragen wird. Außerdem wird das Programm beabsichtigen, die vorherrschenden Tendenzen beim "Technologieschub" zu berichtigen, die bei vorherigen Programm Anlaß zur Kritik gaben.

Die vorgeschlagenen Tätigkeiten sollen vor allem helfen, das technische und wirtschaftliche Potential der durch FTE-Tätigkeiten erzielten Ergebnisse zu identifizieren und gegebenenfalls Demonstrationsprojekte zu finanzieren. Die Programmtätigkeiten dienen hauptsächlich dem Nutzen der KMU um umfassen spezifische Maßnahmen, die auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU in den von der Gemeinschaft am wenigsten begünstigten Regionen. Die vorgesehen Tätigkeiten werden überwiegend dezentralisiert durchgeführt und sind stark von lokalen Stellen abhängig, wie dem Gemeinschaftsnetz der Verbindungsbüros. Bestehende Unterstützungsmechanismen für Innovation und Verbreitung auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene werden durch spezifische Maßnahmen verbessert, die ausschließlich auf Gemeinschaftsebene durchgeführt werden können.

Das Programm übernimmt, erweitert und ergänzt die Verbreitungs- und Nutzungstätigkeiten der spezifischen Programme und integriert die Folgemaßnahmen der Programme SPRINT und VALUE in ein einziges Programm. Es ist außerdem bestrebt, alle Synergien mit verwandten Gemeinschaftsprojekten und vorhaben zu nutzen, wie z. B. MINT, THERMIE, OPET, usw. Die vorgesehen Tätigkeiten konzentrieren sich in erster Linie auf die im Rahmen von VALUE und SPRINT erzielten Kompetenzbereiche und umfassen:

-Bereitstellung spezialisierter Dienste;
- Konsolidierung der Unterstützungsinfrastruktur;
-Schaffung eines günstigen Umfelds für die Verbreitung von Technologien und Nutzung von FTE-Ergebnissen.

Die Kommission ist vor allem darum bemüht, die Tätigkeiten des Programms in enger Abstimmung mit den Verbreitungs- und Nutzungstätigkeiten der spezifischen Programme durchzuführen, um Doppelarbeit und die Vergeudung von Ressourcen zu vermeiden, die geographische Ausgewogenheit und dafür zu sorgen, daß die vorhandenen Fachkenntnisse und Infrastrukturen sinnvoll genutzt werden.

Etwa 1% der für die spezifischen Programme bestimmten Gesamtmittel des Vierten Rahmenprogramms sind für die Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse aus FTE-Tätigkeiten des Programms vorgesehen.

Unterteilung

Drei Bereiche:

- Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse aus FTE-Forschung:
Förderung der Verbreitung und bereichs- und länderübergreifende Nutzung der Forschungsergebnisse ungeachtet ihres Ursprungs und insbesondere die FTE-Tätigkeiten der Gemeinschaft und ihre Ergebnisse besser bekannt zu machen, um dadurch ihre Nutzungsintensität zu steigern und die wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit in Europa zu erleichtern:
. Stärkung des Gemeinschaftsnetzes der Verbindungsbüros;
. Informations- und Verbreitungsdienst (Ausbau des CORDIS-Informationsdienstes, um Zugang zu neuen Informationsquellen, z. B. EUREKA, COST, sonstigen internationalen Forschungsprojekte, nationalen Kontaktstellen usw. zu ermöglichen);
. Schutz von Know-how aus FTE-Aktivitäten der Gemeinschaft;
. Unterstützung bei der Nutzung von Forschungsergebnissen;
. Die Nutzung von Forschungsergebnissen und gesellschaftlicher Bedarf;

- Weitergabe von Technologien an die Unternehmen:
Diese Maßnahmen sind transeuropäisch ausgerichtet und betreffen vorrangig KMU in Industrie, Handwerk und Dienstleistungssektor, die nicht über genügend Mittel verfügen, um sich an Forschungstätigkeiten der Gemeinschaft oder an der direkten Nutzung der gemeinschaftlichen Forschungsergebnisse zu beteiligen. Dies umfaßt die gleichzeitige Beteiligung der Wissenschafts- und Technikzentren, öffentlichen Stellen auf nationaler oder regionaler oder lokaler Ebene und Anbieter von Schnittstellendiensten, Fachberatungsdienste und Finanzdienstleister:
. Grenzüberschreitende Netze zur Unterstützung von Technologietransfer und ;
. Ein günstiges Umfeld für die Technologieaufnahme durch die Industrie;
. Informations- und Erfahrungsaustausch über Strategien der Technologieweitergabe;

- Das finanzielle Umfeld der Technologieweitergabe:
Verbesserung des europäischen Umfelds zur Finanzierung der Nutzung, Aufnahme und Verbreitung von Technologie:
. Indirekte Fördermaßnahmen (hierzu gehören die Fortführung der im Rahmen des SPRINT-Programms eingeführten leistungsabhängigen Technologiefinanzierung, Unterstützung für die Analyse der Vorhaben für die Mobilisierung privater Mittel zum Nutzen der FTE-Forschung):
. Einrichtung eines Pilotprojekts zur Förderung der Weitergabe von Technologien und ihrer Nutzung durch KMU;
. Die Gewährung von fachlicher Managementunterstützung für öffentliche und private Finanzvermittler.

Ausführung

Die Kommission ist für die Durchführung des Programms mit Unterstützung von einem beratenden Ausschuß zuständig, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt. Die Kommission ist zuständig für die Erstellung eines Arbeitsprogramms, das im einzelnen die wissenschaftlichen und technologischen Ziele der Tätigkeit, den Zeitplan für die Durchführung und die vorgeschlagenen Finanz- und Verwaltungsregelungen enthält. Das Arbeitsprogramm kann gegebenenfalls Regelungen für spezifische Maßnahmen zur Verbesserung der Wechselwirkung zwischen gemeinschaftlichen Tätigkeiten und den Vorbereitungsphasen bestimmter EUREKA-Projekte vorsehen. Die Kommission überwacht kontinuierlich, welche Fortschritte bei der Durchführung der Ziele des spezifischen Programms erzielt werden, um das Programm gegebenenfalls anzupassen oder zu ergänzen.

Die Kommission veröffentlicht Ausschreibungen für Vorhaben auf der Grundlage des Arbeitsprogramms. Die Kommission ist bevollmächtigt, internationale Kooperationsvereinbarungen mit europäischen Drittländern auszuhandeln, die nicht dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angehören und mit internationalen Organisationen, die in Europa angesiedelt sind, mit der Absicht, diese teilweise oder ganz am Programm zu beteiligen. Die GFS kann sich an den durch das Programm abgedeckten indirekten Tätigkeiten beteiligen. Außerdem wird sie durch ihr eigenes Programm von direkten Aktionen zur Verwirklichung der Programmziele beitragen.

Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft umfaßt hauptsächlich Aktionen auf Kostenteilungsbasis, konzertierte Aktionen, spezifische Maßnahmen und verschiedene vorbereitende, begleitende und Unterstützungsmaßnahmen in Übereinstimmung mit den in der Entscheidung zur Annahme des Vierten Rahmenprogramms festgelegten Kriterien. Für Maßnahmen, die auf die Verbesserung des finanziellen Umfelds für die Verbreitung und Nutzung von Forschungstätigkeiten abzielen, ist eine enge Koordination mit den sonstigen einschlägigen Gemeinschaftsaktionen - wie Eurotech Capital und der Europäische Investmentfonds vorgesehen.

Aktionen mit Kostenbeteiligung erhalten in der Regel höchstens 50% der Projektkosten aus Gemeinschaftsfinanzierung und umfassen Verbreitungs- und Verwertungsvorhaben, Verwertungstätigkeiten zur Erleichterung der Nutzung von Forschungsergebnissen durch KMU und Unterstützung für die Finanzierung der für die Koordinierungstätigkeiten erforderlichen Infrastruktur oder Einrichtungen. Koordinierungstätigkeiten bestehen hauptsächlich aus der Koordinierung von durch öffentliche oder private Gremien finanzierte Projekte mit der Hilfe von konzertierten Netzen. Bei spezifischen Maßnahmen, wie Maßnahmen zur Unterstützung der Normung, kann der Beitrag der Gemeinschaft bis zu 100% der Gesamtkosten decken.

Die vorläufige Aufschlüsselung des für notwendig erachteten Bedarfs ist wie folgt: Verbreitung und Nutzung der Forschungsergebnisse 142 Millionen ECU; Weitergabe von Technologien an die Unternehmen 136 Millionen ECU; Das finanzielle Umfeld der Technologieweitergabe 15 Millionen ECU. Diese Zahlen umfassen eine Zuteilung von 7,7% für Personal- und Verwaltungskosten. Ein Betrag von 37 Millionen ECU, der die Differenz zwischen dem für dieses Programm als notwendig erachteten Mittelbedarf und dem im Vierten Rahmenprogramm für den dritten Aktionsbereich festgelegten Bedarf darstellt, ist für Tätigkeiten zur wissenschaftlichen und technischen Unterstützung der Gemeinschaftspolitiken im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Ansatzes vorgesehen.

Regelmäßige Bewertungen der vom Programm erfaßten Tätigkeiten werden von einer Gruppe unabhängiger Fachleute durchgeführt, die, zum Zeitpunkt der Beendigung des Programms eine Endbewertung der erzielten Ergebnisse verglichen mit den ursprünglichen Zielen durchführt. Der Endbewertungsbericht wird dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt.

Bemerkungen

Die für die Durchführung dieses spezifischen Programms für notwendig erachteten Mittel wurden durch den Beschluß Nr. 616/96/EG des Rates von 330 Millionen ECU auf 352 Millionen ECU erhöht, um den Beitritt der drei neuen Mitgliedstaaten (Öst
Datensatznummer: 462 / Zuletzt geändert am: 2012-04-30