Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Bereitstellung der Expertenberatung über wissenschaftliche und technologische politische Optionen für das Europäische Parlament für die Unterstützung der politischen Entscheidungsprozesse der parlamentarischen Ausschüsse und der einzelnen Mitglieder des Europäischen Parlaments auf den betroffenen Gebieten.

Kurzbeschreibung

Die Einrichtung von STOA erfolgte mit dem Ziel der Unterstützung der Ausschüsse des Europäischen Parlaments und der einzelnen Mitglieder zur Definition ihrer Einstellung zu Fragen der Forschungs- und Innovationspolitik und zu anderen Maßnahmen betreffend die unterschiedlichen Beeinflussungsmöglichkeiten der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Umwelt durch Wissenschaft und Technologie.

STOAs Aufgabenstellung ist die Kooperation und der Einsatz der bestmöglichen Erfahrungen in Europa und andererorts vom neuesten Stand. Mitglieder des STOA-Teams stammen aus allen EU-Mitgliedstaaten sowie aus den USA, Russland und der Republik Tschechien. STOA unterhält gute Beziehungen zu den zuständigen Generaldirektionen der Kommission und der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS), sowie internationalen Organisationen wie z.B. der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) sowie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie pflegt auch enge Beziehungen zu anderen Agenturen auf dem Gebiet des Technologiedialogs, insbesondere dem Office of Technology Assessment (OTA) beim US-Kongreß und zu ähnlichen europäischen Organisationen.

Außerdem koordiniert ein Mitglied des STOA-Teams die Technologie-Bewertungsstelle des Europäischen Parlaments, die sich aus STOA und den Technologiebewertungsorganen der Parlamente von Dänemark, Frankreich, Deutschland, der Niederlande und des Vereinigten Königreichs zusammensetzt.

Neuere, im Rahmen des STOA-Programms finanzierte Studien sind folgende: Auswertung der US- und japanischen Technologie; die EU-Energiepolitik; erneuerbarer Energietechnologien; die technologische Stadt; Ernährung in Europa; Verschmutzung des Mittelmeers; Desertifizierung; Biotechnologie und Produktion von Zerealien in Entwicklungsländern; die europäische Rüstungsindustrie; der Umwelteinfluß auf die Unterstützung von Mittel- und Osteuropa; und Reaktorsicherheit in der früheren Sowjetunion.

STOA veröffentlicht ein monatliches Nachrichtenblatt, das allen zugeschickt wird, die die Eintragung auf der Postliste beantragt haben. Auch der Katalog der STOA-Veröffentlichungen wird regelmäßig aktualisiert. Dieser Katalog kann zusammen mit den Veröffentlichungen selber auf Antrag bei STOA bezogen werden.

Unterteilung

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Ausführung

STOA ist ein offzielles Organ des Europäischen Parlaments, und seine Funktion und Aktivitäten werden jedes Jahr aus dem Haushalt des Parlaments finanziert. STOA beauftragt externe Experten mit seinen Studien. Bei diesen kann es sich um externe Forscher handeln, die für kurze Zeit unter Vertrag genommen werden und dann an einem der offiziellen Arbeitsplätze im Parlament arbeiten (STOA-Stipendianten und -Forscher), oder außenstehende Forscher, Forschungseinrichtungen, Laboratorien usw., mit denen Verträge für die Durchführung spezifischer Studien abgeschlossen werden.

Das Alltagsprogramm von STOA ist die Verantwortung des "STOA-Teams" des Generaldirektorats für Forschung des Parlaments. Dieses besteht aus offiziellen Vertretern des Europäischen Parlaments und anderen Experten mit Kurzzeitverträgen, wie z.B. STOA-Stipendianten oder STOA-Forschern.

Die politische und strategische Koordinierung der Tätigkeit von STOA wird vom "STOA Panel" beaufsichtigt. Dieses setzt sich aus Mitgliedern des Europäischen Parlaments (MEP) zusammen, die als Vertreter des Parlaments in verschiedenen ständigen Ausschüssen zu diesem Panel bestellt werden. Jeder Ausschuß, der ein Interesse an der Beeinflussung einer Strategie durch die Wissenschaft hat, kann sich durch ein Mitglied und ein stellvertretendes Mitglied vertreten lassen. Während die Teilnahme an den Sitzungen des STOA-Panels allen MEP gestattet ist, haben nur Panel-Mitglieder das Stimmrecht. Bis jetzt haben sich eine Reihe von Ausschüssen am STOA-Panel beteiligt: Haushalt, Forschung, technologische Entwicklung und Energie, Landwirtschaft, Wirtschafts- und Geldangelegenheiten, Recht, Umwelt, Verkehr, Eingaben, Entwicklungs- und Haushaltskontrolle.

Das STOA-Panel plant jeden Januar seinen jährlichen Arbeitsplan auf der Basis von Vorschlägen, die von den Parlamentsausschüssen und einzelnen MEP eingehen. Nur Mitglieder des Europäischen Parlaments haben das Recht, STOA mit der Durchführung von Projekten für eigene Zwecke zu beauftragen. Dabei werden Projekte mit Priorität behandelt, die sich auf die gesetzgeberische Aktivität des Parlaments beziehen.

Der 1995er Arbeitsplan soll bis Ende Februar 1995 vorliegen. Die nachfolgenden Aktivitäten waren Bestandteil des Arbeitsplans für 1994:

- Biologische Artenvielfalt in Europa;
- Technologie und die Qualität der regionalen Entwicklung in der Europäischen Union;
- Energie und Klima;
- Technologien für die Entwicklung einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen europäischen Industrie;
- Kleinere Projekte (wie z.B. "Wissenschaftler in früheren COMECON-Staaten"; "Satelliten für mehrsprachige Telekommunikation"; "Unterstützung für ein Nachrichtenblatt über FuE-Auswertung" und "Der europäische Forscher: Mobilität und Kooperation").

Aufforderungen zur Unterbreitung von Vorschlägen für von STOA finanzierte Projekte werden von Zeit zu Zeit im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft, Reihe C, bekanntgemacht.

Fachgebiete

Prognostik - Strategien
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